Jahresrückblick 2017

Schon wieder? Also, ich meine: Schon wieder ein Jahr um?

Wer ist eigentlich der Schelm, der da immer heimlich am Kalender schraubt. Der gefühlte Zeitverlust pro Jahr wird irgendwie immer größer. Aber naja, das soll jetzt hier mal nicht das Thema sein, sondern – traditionsreicherweise – ein kleiner Rückblick auf das vergangene Jahr, soweit es meine Fotografie angeht.

Wie immer schaue ich am Ende eines Jahres einmal quer über die Fotos des aktuellen Jahres und schaue einfach mal, was so los gewesen ist. Und siehe da, dieses Jahr war ganz schön was los, auch wenn es sich eigentlich gar nicht so angefühlt hat. Diverse Familienshootings – die eigene Familie mal nicht mitgerechnet -, 3 Hochzeiten, 5 freie Shootings mit Modellen und dazu verschiedene Einzeleinsätze, zum Beispiel der Abschlussball einer Schule, Porträts der Vorstandsmitglieder eines Fördervereins, Einzel- und Gruppenfotos einer der historischen Gruppen hier in Krefeld-Linn und dergleichen mehr. Dazu kamen dann – ebenfalls wie immer – ein paar Fotoaktionen mit Fotobuddy Thorsten Kleemann, wie zum Beispiel ein Funkenflugexperiment am Rhein.

Ganz schönes Programm für einen Hobbyisten wie mich; es hat sich auch irgendwie nicht nach „zu viel“ angefühlt. Aber anscheinend ist doch eine Menge zusammen gekommen:

Besondere Herausforderungen

Eine Herausforderung des Jahres war der Providerwechsel meiner Webseite. Theoretisch soll das ja ganz einfach sein: Man macht vor dem Umzug ein Backup der WordPress-Seite und spielt das dann auf der anderen Seite einfach ein. Wie gesagt: Theoretisch. Praktisch ist das mal sowas von schiefgegangen, dass ich im Frühjahr einige Wochen damit verbracht habe, alle Seiten und insbesondere alle Blogbeiträge manuell nachzuarbeiten. Denn nur die grundlegenden Inhalte (Überschriften, Texte) waren erfolgreich übergegangen, nicht aber die Links und Medieninhalte… Hurra!

Auch eine meiner Hochzeiten war unter „besondere Herausforderungen“ zu verbuchen. Die Trauung fand in einem Schloß  in Köln statt und die dortige Lichtsituation und die Möblierung im Trauzimmer waren in der Tat unter „speziell“ zu verbuchen: Ein dunkler Raum mit wenig Tageslicht, dafür aber einem zentral angeordneten und damit die Gäste direkt von oben und das Brautpaar von hinten beleuchtenden Kronleuchter. „Wunderbare“ Kontraste waren die Folge und natürlich ISO-Werte im astronomischen Bereich.  Ein Hoch auf die modernen Kameras, so etwas ja ohne größere Probleme verkraften können. Dazu noch bei den fensternah sitzenden Gästen ein wunderbarer Mischmasch an Lichtfarben: sehr trübes, blaues Tageslicht durch die Fenster und sehr oranges Licht vom Kronleuchter. Hat man auch nicht immer.

Als Krönung war dann noch der Tisch für Standesbeamtin und Brautpaar dermaßen in eine Raumecke gerückt, dass man als Fotograf schon durchaus Schwierigkeiten hatte einen halbwegs geraden Blick in die Gesichter des Brautpaares zu bekommen, ohne die Standesbeamtin vom Stuhl zu schubsen… Grandios :-). Aber man wächst ja an solchen Herausforderungen und das Brautpaar war am Ende absolut zufrieden. Und das ist ja das Einzige, was zählt.

 

Eine weitere Herausforderung begann mit einer relativ einfachen Anfrage. Der Veranstalter des örtlichen Weihnachtsmarktes an der Burg Linn bat mich, ob ich nicht angesichts des glücklichen Zusammentreffens des Weihnachtsmarktwochenendes in der Burgkulisse mit ordentlichem Schneefall einige Fotos machen könnte. Natürlich konnte ich. Sehr bald wurde aber klar, dass Fotos „aus dem Stand“ nicht sehr günstig sein würden, weil die Kamera dann ja immer auch auf Augenhöhe der Besucher wäre. Zwecks besserer Übersicht müsste die Kamera idealerweise oberhalb der Kopfhöhe des Besucherstroms sein. Ohne Arbeitsbühne und Spezialstativ durchaus eine kleine Herausforderung. Glücklicherweise hatte ich mir in diesem Jahr aber auch eine kleine Systemkamera geleistet, die sich – was mir als Nikon-Anwender  ja wie ein mittleres Wunder vorkommt – mittels WLAN-Verbindung zum Smartphone von dort im Detail steuern lässt. Und die Kamera war leicht genug, dass ich sie an die Spitze eines soliden Lampenstativs montieren konnte, ohne dass böse Verwacklungen zu befürchten waren. Somit konnte die Kamera in zwei bis drei Metern Höhe über der Besucherschar schweben und war dennoch via iPhone voll bedienbar. Überraschenderweise hat das in der Tat so gut funktioniert, dass ich mit dieser Konstruktion auch einige nette Panoramen machen konnte:

Besondere Shootings

Freie Arbeiten sind ja immer eine besondere Angelegenheit. Einfach mal so richtig aus Spaß an der Freud‘ fotografisch austoben und neue Dinge ausprobieren. Glücklicherweise hatte ich im nun vergehenden Jahr gleich ein paar solche Shootings, die alle ihre eigenen Highlights hatten. Besonders zu erwähnen gilt es da:

das Homeshooting mit und bei Kerstin, das mit so wahnsinnig viel Spaß und grandiosen Ergebnissen verbunden war, dass die Fortsetzung (bis auf den Termin) an sich schon feststeht,

die Shootings mit Lauryi hier in Linn und in einer alten Unterführung in Krefeld, zu denen weitere Shootings auch schon in Planung sind,

das Urlaub-Shooting am Ostseestrand mit Anna

und das Shooting mit Lena im Medienhafen Düsseldorf.

Mal sehen, was 2018 da so bringt. Einige Ideen und Pläne gibt es ja schon, die reifen jetzt noch ein bißchen und dann wird es auch 2018 wieder losgehen.

Auch Fortbildung stand 2017 wieder auf dem Programm.

Im Sommer habe ich einen der Workshops von Alexander Heinrichs besucht, die er auf seiner Workshop-Reise durch Deutschland – der ahTOUR –  besucht. Eine befreundete Fotografin (Huhu, Mella :-)) hatte mir nämlich gesteckt, dass das vermutlich die letzte Gelegenheit wäre, Franzy Balfanz vor die Kamera zu bekommen. Und da einer der Tourstops direkt in meiner Nähe war, lag es natürlich nahe, hier zuzuschlagen.

Auch das war ein sehr entspannter Fototag, an dem viel gequasselt, gelacht und fotografiert wurde. An sich hätte der Workshop einen eigenen Artikel mit deutlichem Lob für den Veranstalter und die Modelle verdient, aber das musste ich im Sommer auf die lange Bank schieben und jetzt ist es einfach mal zu lange her. Daher leider nur an dieser Stelle noch einmal ein herzliches Dankeschön an Alexander Heinrichs für die lockere, nette und informative Art der Workshopgestaltung; an die Modelle Franzy und Madeleine für ihren ausdauernden, megakooperativen und schlichtweg netten Einsatz, und auch an die „Mitlernenden“ für die netten Gespräche und Einblicke am Rande.

Technische Neuerungen gab es natürlich auch.

Ist ja wohl klar, denn die Fotografie ist und bleibt für mich ein Hobby. Und der wesentliche Zweck eines Hobbies ist es ja, Geld darin zu versenken.

Mein Ringlicht – eigentlich ein Weihnachtsgeschenk 2016 – war denn nach einem Austausch in 2017 auch endlich einsatzfähig und wurde dementsprechend auch genutzt. Hier habe ich dazu mal was geschrieben.

Oben habe ich es schon kurz erwähnt: Ich habe (endlich) auch in ein kleines spiegelloses Kamerasystem als Ergänzung zu den Spiegelreflexboliden investiert. Hier hatte ich mich dazu bereits ausgelassen. Nachdem ich generell schon recht happy mit dem Potenzial des kleinen Kameraleins war, hat sich dann am Beispiel des Einsatzes auf dem Weihnachtsmarkt (siehe oben) gezeigt, dass diese Kamera mir in der Tat Aufnahmen ermöglicht, die ich so mit der DSLR nicht hätte erstellen können. Also weiterhin Daumen nach oben.

Die nächste Beschaffung wird aber dennoch eine Spiegelreflex sein. Denn meine bisherige Backup-Kamera hat sich so langsam den Eintritt in den Ruhestand verdient, und wird voraussichtlich noch in der kommenden Woche durch eine D750 ersetzt. Denn die ist ja preis-leistungsmäßig im Nikon-Vollformatsystem ohnehin unschlagbar und derzeit auch noch Gegenstand der aktuellen Trade-In-Aktion.  Da muss ich sozusagen schon aus Notwehr zuschlagen.

ALSO: GOODBYE 2017 und Vorfreude auf 2018. Denn da geht es voraussichtlich genauso weiter. Und das ist ja mal gut so.

Komm also gut in das neue Jahr. Ich würde mich sehr freuen, Dich auch in 2018 wieder hier auf meinem Blog begrüßen zu dürfen :-).