Lightroom Tutorial – Das Freistellungswerkzeug

Moin.

Das Freistellungswerkzeug gehört ja irgendwie zu den Werkzeugen in Lightroom, die bei ziemlich vielen Bildern eingesetzt werden. Denn ein bißchen Optimierungspotenzial in Bezug auf den Beschnitt gibt es ja fast immer. Entweder ist der Horizont ist ein wenig schief geraten, oder man ist beim Fotografieren ein bißchen in eine Richtung abgedriftet oder hat oben, unten, links oder rechts zuviel Platz gelassen, oder, oder, oder…

Ich habe deshalb mal in einem kleinen Videotutorial zusammengetragen, was ich so über das Freistellungswerkzeug weiß. Erstaunlicherweise sind dabei doch ca. 13 Minuten Video gerausgekommen. Und das für ein eigentlich recht übersichtliches Tool.

Nunja, ich wünsche jedenfalls viel Spaß beim Anschauen, und hoffe, ich kann Dir auch ein paar Details zeigen, die Du vorher noch nicht kanntest.

Über Feedback zum Video oder zu meinem Blog freue ich mich immer sehr. Oder vielleicht hast Du noch eine Ergänzung zum Video – irgendeine Tastenkombination vielleicht, die ich nicht genannt habe und daher vielleicht noch nicht kenne – oder sonstigen Bedarf mir Deine Meinung zu sagen. Hau rein, nutze die Kommentarfunktion, dafür ist sie da.

Und über fleißiges Teilen des Blogbeitrags freue ich mich auch immer.

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https://www.youtube.com/watch?v=LnDjP87eVAc

Lightroom: Bildbearbeitung von Anfang bis Ende

Hallo liebe Leserinnen und Leser.

Ich habe (schon wieder) ein kleines Videotutorial für euch aufgenommen, in dem ich mal die Entwicklungsschritte des obigen Fotos für euch nachvollzogen habe. Einen Mini-Blogpost zur Entstehung des Fotos hatte ich ja hier schon einmal geschrieben, aber darin geht es ja nunmal nicht um die Bildentwicklung in der digitalen Dunkelkammer.

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http://www.youtube.com/watch?v=8gDe3eFnelM

Hier nun also die Bildbearbeitung von A bis Z. Ich wünsche viel Spaß beim Anschauen und würde mich freuen, wenn ihr dieses Video und den Blogpost fleißig in den sozialen Netzwerken teilt.

Bis bald.

Lightroom: Tipps zum Korrekturpinsel

Moin.

Der Korrekturpinsel in Lightroom ist ja unbestritten ein recht wesentliches Werkzeug, erlaubt er doch lokale Änderungen im Bild vorzunehmen. Ich habe mal ein kleines Video aufgenommen, in dem ich den einen oder anderen Tipp rund um dieses Werkzeug habe.

Vielleicht ist ja für euch etwas Neues dabei. Ich wünsche viel Spaß beim Anschauen, und würde mich freuen, wenn ihr das Video und diesen Blogpost fleißig teilt.

Rückfragen könnt ihr mir gerne in die Kommentare schreiben.

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http://www.youtube.com/watch?v=A9Oq8Oy7b_s

Belichtung angleichen in Lightroom – Videotutorial

Tach auch.

Man lernt ja immer wieder was dazu. Kürzlich zum Beispiel habe ich gelernt, dass es in Lightroom eine Funktion gibt, mit der man die Belichtung ausgewählter Fotos automatisch aneinander angleichen lassen kann. Das kann unter Umständen sagenhaft praktisch sein, zum Beispiel dann, wenn der Blitz beim Fotografieren nicht mitgekommen ist. Oder ein nervöses Zucken in Zeigefinger oder Daumen beim Shooting unbemerkt die Belichtung verdreht hat. Oder man bei einem Portraitshooting leider erst nach drei Minuten merkt, dass man das Bracketing von den HDR-Landschaftsaufnahmen am Abend vorher noch nicht ausgeschaltet hat (habe ich mal gehört, dass sowas passieren kann…). Oder was auch immer.

Belichtungsmäßigen Korrekturbedarf gibt es ja jedenfalls bei einzelnen Fotos eines Shootings immer mal. Und dass man das vollautomatisch erledigen lassen kann, finde ich einfach klasse. Traurig ist nur, dass ich dass jetzt erst erfahren habe, was die Software in dieser Beziehung so kann. Aber ich nutze Lightroom ja auch erst seit Version 3…..  😉

So jedenfalls geht das:

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http://www.youtube.com/watch?v=tJkMdIqo_mA

Ich hoffe, ich konnte euch damit etwas Neues und Hilfreiches erzählen.
Schreibt mir doch mal eure Lieblings-Lightroom-Tipps in die Kommentare, ich lerne ja doch immer wieder gerne was Neues…

Bis bald

Videotutorial – Hintergrund bügeln in Photoshop

Hallo miteinander.

Nachdem der Blogpost zum nachträglichen Bügeln von Stoffhintergründen statistisch gesehen recht viel Zuspruch erhalten hat, hatte ich mir ja gedacht, ich zeige euch das auch einmal als Video. Im Blog gab’s ja schon das Video zum Bügeln in Lightroom, heute ist das Bügeln in Photoshop an der Reihe.

Wünsche viel Spaß beim Anschauen und Teilen!

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http://www.youtube.com/watch?v=EFN3ZxNW_qs

 

Videotutorial – Hintergrund bügeln in Lightroom

Mahlzeit.

Endlich bin ich mal wieder dazu gekommen, ein kleines Videotutorial aufzunehmen. Es geht dabei um ein Thema, dass ich in schriftlicher Form hier im Blog schon mal behandelt habe, nämlich um das nachträgliche Bügeln von Stoffhintergründen per Software.
Als Video ist dieses Thema nämlich bestimmt noch ein bißchen anschaulicher darzustellen.

Heute geht es um das „leichte“ Hintergrundbügeln mittels Korrekturpinsel in Lightroom. Das große Bügelbrett in Form von Photoshop packe ich dann in Kürze in einer weiteren Videofolge aus.

Viel Spaß beim Anschauen.

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http://www.youtube.com/watch?v=HuzBx9USTy8

Wenn ihr mögt, was ihr seht, teilt doch bitte diesen Blogpost. Die dafür nötigen Buttons der einschlägigen Social-Media-Anbieter findet ihr direkt hier unten. Vielen Dank!

Bis bald.

von knitterfreien Stoffhintergründen – Teil 2

Dies ist die Fortsetzung von Teil 1, wo ich beleuchtet habe wie und unter welchen Umständen man es schon beim Fotografieren schaffen kann, Falten im Stoffhintergrund verschwinden zu lassen.
In diesem Teil geht es nun darum, im Foto sichtbare Falten eines Stoffhintergrundes per Bildbearbeitung zu eliminieren.

Auch dazu gibt es mehrere Tipps:

 

A) Wegschneiden

Ich weiß nicht, wie es euch geht, aber gerade in Sachen Familienfotografie mit Kindern lasse ich beim Fotografieren gerne ein bißchen „Rand“, nehme also ein bißchen mehr Raum auf, als meine Subjekte eigentlich bräuchten. Denn bei so einem Shooting geht es ja schon mal einigermaßen dynamisch zu, und durch die Zugabe an Bildwinkel bin ich gegen einen unbeabsichtigten Anschnitt von Personen gewappnet, sollte ich das Bild nachträglich ausrichten müssen o.ä..

Liegen die störenden Falten dann in einem entbehrlichen Bereich des Bildes, ist die simpelste und schnellste aller Methoden zu Falteneliminierung ein passender Bildschnitt.

Kommt leider nicht allzu oft zu Anwendung.

B) Leichtes Bügeln in Lightroom

Hinweis: Hierzu habe ich inzwischen auch ein Videotutorial aufgenommen, daß ihr hier ansehen könnt. Ihr dürft den Blogpost hier aber natürlich trotzdem erst zu Ende lesen… Sind die Falten nicht allzu tief oder z. B. wegen beginnender Unschärfe nicht mehr allzu kräftig, kommt eine Bearbeitung mittels des Korrekturpinsels in Lightroom in Frage. Der Korrekturpinsel wird dann auf negative Klarheit und ggfs. noch negative Schärfe gestellt, und los geht’s mit dem fröhlichen Falten wegpinseln. Wenn einmal drüber pinseln nicht reicht, einfach nochmal auf „neu“ klicken und mit den gleichen Einstellungen nochmal drüber gehen. So kann ich mit dem Pinsel gezielt einen immer stärker werdenden Weichzeichnungseffekt in die gewünschten Bildbereiche malen. Dabei natürlich darauf achten, dass ich nicht Haare oder Kleidung der Personen in Mitleidenschaft ziehe. Ich lasse mir dann immer mittels der Taste „o“ (wie „Overlay“) die Farbüberlagerung der Bereiche anzeigen, in denen sich der Pinselstrich auswirkt. Habe ich übergemalt, drücke ich die <ALT>-Taste und erhalte dann einen „Negativ-Pinsel“, mit dem ich Pinselstriche an unerwünschter Stelle wieder zurücknehmen kann.

Problematisch wird es vor allem an den Stellen, wo die Falten auf die Personen treffen. Die Automaskierung des Korrekturpinsels kann da helfen, wenn die Übergänge zwischen Person und Hintergrund einigermaßen glatt sind.

Es kommt natürlich auch darauf an, in welcher Größe das Bild nachher verwendet werden soll. Leichte Maskierungsfehler, die bei 100%-Ansicht sichtbar sind, werden auf einem 10x15cm Bild oder in Webgröße nicht auffallen. Geht es um richtige Großformate und genauestes Arbeiten, greife ich aber in der Regel zum nächstgrößeren Bügelbrett (siehe C).

C) kräftiges Bügeln in Photoshop

Hinweis: Hierzu habe ich inzwischen auch ein Videotutorial aufgenommen, das ihr hier ansehen könnt. Ihr dürft den Blogpost hier aber natürlich trotzdem erst zu Ende lesen…

Hier geht es ein bißchen ans Eingemachte.

Die Zusammenfassung ist: Die Personen und der Hintergrund werden auf verschiedene Ebenen gebracht, und der Hintergrund dann extrem weichgezeichnet. Ich arbeite hier übrigens mit Photoshop CS6.
Zunächst einmal dupliziere ich nach dem Öffnen des Bildes in Photoshop die Hintergrundebene mit <CMD><j> (bzw. <STRG><j> auf Windows-Rechnern). Dann kommen die folgenden Arbeitsschritte, die ich nachfolgend noch genauer erläutere:

C.1 Personen auswählen und auf eine eigene Ebene duplizieren

C.2 Personen aus der vorherigen Ebene ausschneiden

C.3 Schnittkanten von eventuellen Resten per Stempel säubern

C.4 Ebene mit großem Radius weichzeichnen oder Durchschnitt berechnen

C.5 Nachbearbeitung von Übergängen

C.6 Boden aus Hintergrundebene auf eigene Ebene duplizieren in Gesamtbild einblenden

C.7 FINISH

Im Einzelnen:

C.1 Personen auswählen und auf eine eigene Ebene duplizieren

Mit dem Schnellauswahlpinsel bei eingeschalteter automatischer Verbesserung der Auswahl male ich bei Vollbildansicht und großer Pinselspitze grob über die Personen im Bild, so dass diese vollständig innerhalb der Auswahlmarkierung liegen. Wo ich dabei übergemalt habe, korrigiere ich mit einem entsprechend kleineren Pinsel. Dazu fahre ich die Pinselgröße zurück, vergrößere die Bildansicht und schalte dann die Funktion des Auswahlpinsels per gedrückt gehaltener <ALT>-Taste von „zur Auswahl hinzufügen“ auf „von Auswahl abziehen“ um. Damit wird möglichst genau über die Bereiche gemalt, die zuviel ausgewählt wurden.
Bei Haaren oder Textilien mit feinen abstehenden Fasern bemühe ich dann noch die Funktion „Kanten verbessern“, indem ich mit dem dortigen Pinsel über die kritischen Bereiche fahre. In aller Regel ist die Auswahl für diese Zwecke dann völlig zufriedenstellend und vergleichsweise einfach.

Nach Fertigstellung der Auswahl werden die Personen auf eine neue Ebene dupliziert, indem ich einfach die Tastenkombination <CMD><j> bzw. <STRG><j> bemühe.

Im Ergebnis habe ich jetzt drei Ebenen: die Hintergrundebene mit dem vollständigen Bild, darüber eine weitere Ebene mit dem vollständigen Bild, und die oberste Ebene nur mit den Personen.

C.2 Personen aus der vorherigen Ebene ausschneiden

Mit dem Duplizieren der Personen in eine neue Ebene am Ende von C.1 ist leider auch meine Auswahl verschwunden. Wenn ich aber bei gedrückter <CMD> bzw. <STRG>-Taste in der Ebenenpalette die oberste Ebene anklicke, ist die Auswahl wieder da.

Bei aktivierter Auswahl klicke ich in der Ebenenpalette die mittlere Ebene an, denn hier möchte ich den Hintergrund bearbeiten.

Mit der Tastenkombination <CMD><x> bzw. <STRG><x> schneide ich in dieser Ebene die Personen aus.

C.3 Schnittkanten von eventuellen Resten per Stempel säubern

Ich blende die oberste Ebene und die Hintergrundebene aus, um zu überprüfen, ob das Ausschneiden der Personen in der mittleren Ebene irgendwelche markanten Spuren hinterlassen hat. Oft bleiben an den Schnittkanten Farbreste von Kleidung oder Haaren zurück.
Wenn diese sich kräftig vom übrigen Hintergrund abheben, werden sie grob(!) und zügig mit dem Stempel-Werkzeug entfernt, damit später keine Farbüberreste meinen Hintergrund kontaminieren.

Bei unauffälligen Kanten (z.B. blonde Haarreste vor hellen Hintergrund) kann man sich diesen Schritt auch getrost sparen! Das geht dann in der Weichzeichnung einfach unter.
Ob die Stempelei harte Übergänge in den Tonwerten des Hintergrundes hervorruft ist aufgrund der späteren Weichzeichnung dabei im Zweifel völlig egal, solange die grundsätzliche Farbe des HG bleibt. Da muss also nicht im Mikrometerbereich gearbeitet werden. Vollbildansicht, schnell mal über die Kanten mit Farbresten gestempelt und gut ist.

Im Ergebnis habe ich nun in der mittleren Ebene nur noch den Hintergrund.

C.4 Ebene mit großem Radius weichzeichnen oder Durchschnitt berechnen

Jetzt haben wir die Personen vom Hintergrund getrennt, so dass jetzt das eigentliche Bügeln kommen kann. Dafür wende ich je nachdem unterschiedliche Filter auf die mittlere Ebene an.

C.4.1 Gauß‘scher Weichzeichner

Eine Möglichkeit ist der Gauß’scher Weichzeichner mit großen Radius, da nehme ich meist so 500 Pixel. Sorgt für einen wunderbar weichen Verlauf der verschiedenen Tonwerte des Hintergrundes ineinander.
ABER: Je nachdem, wie groß der Tonwertumfang ist, den der originale Hintergrund aufwies kann es zu feinen, sichtbaren Tonwertstufungen kommen, die sich über den Hintergrund schlängeln.

Unter Umständen kann man dem mit nachträglich hinzugefügten, geringfügigen und monochromatischem Bildrauschen entgegen wirken, oft genug hilft das aber nach meiner Erfahrung nicht vollständig.

Deshalb gehe ich oft auch zur Methode C.4.2 über:

C.4.2 Durchschnitt berechnen

In den Weichzeichnungsfilteroptionen gibt es auch den Punkt „Durchschnitt berechnen“.
Wenn man den anwählt, wird über das ganzen Tonwert- und Farbspektrum der ausgewählten Ebene der Durchschnitt berechnet, und man erhält eine solide, einheitlich helle und einheitlich gefärbte Fläche.

Hier auch wieder ein wenig(! ich nehme oft nur 0.5 %) monochromatisches Bildrauschen hinzufügen, das führt gleich zu einem etwas natürlicherem Eindruck der bis dahin soliden Fläche.

Und um dem Hintergrund zusätzlich etwas „organischer“ wirken zu lassen, reduziere ich geringfügig die Deckkraft der weichgezeichneten Ebene, meist so auf 85% bis 90%. Das lässt dann einen ganz dezenten Anflug der unterschiedlichen Helligkeiten des ursprünglichen Hintergrundes wieder durchscheinen, und es sieht einfach natürlicher aus.

C.5 Nachbearbeitung von Übergängen

Insbesondere mit der Methode „Durchschnitt berechnen“ wird der Hintergrund in der Bildmitte etwas dunkler. Das liegt daran, dass dort oft noch Streulicht meines auf die Personen gerichteten Hauptlichtes ankommt, dass dann zu den Bildrändern hin nachlässt. Durch die grobe Weichzeichnung werden die Bildränder dann meist aufgehellt und die Bildmitte abgedunkelt.
Wenn ich nun die Personen aus meiner obersten Ebene wieder einblende, kann es je nach Güte der Auswahl zu einem helleren Saum um die Person herum kommen. Und deshalb wende ich noch mittels Einstellungsebene eine Tonwertkorrektur auf die Ebene mit meinem weichgezeichneten Hintergrund an, so dass sich die Tonwerte des Saums mit dem des Hintergrundes entsprechen, und der Saum folglich verschwindet.

Ist das ohne Erfolg – weil z. B. im ursprüngliche Bild sehr starke Helligkeitsunterschiede im Hintergrund vorhanden waren und eine generelle Tonwertkorrektur nicht ausreicht, füge ich der weichgezeichneten Ebene eine Ebenenmaske hinzu und gehe dort mit einem kleinen, weichen Pinsel mit geringer Deckkraft die Übergänge nach. Dadurch blende ich im Bereich der Übergänge mehr und mehr von der ursprünglichen Hintergrundebene ein. Im Gesamtbild werden die Übergänge so verbessert.

C.6 Boden aus Hintergrundebene auf eigene Ebene duplizieren in Gesamtbild einblenden

Die nächste Baustelle ist der „Boden“ – wenn denn einer im Bild ist, heißt das. Denn es sieht ziemlich merkwürdig aus, wenn die Personen statt auf einem Boden zu sitzen/hocken/stehen auf einmal schwerelos im Raum schweben.
Also mache ich in der ursprünglichen Hintergrundebene, in der ja das originale Bild noch erhalten ist, eine hinreichend große, rechteckige Auswahl des Bodens und dupliziere diese wiederum in eine eigene Ebene, die dann im Ebenenstapel zwischen die Ebenen mit dem weichgezeichneten Hintergrund und den Personen geschoben wird.

Diese Bodenebene bekommt dann eine Ebenenmaske verpasst und wird darüber mit dem Verlaufswerkzeug weich in den Hintergrund übergeblendet.

C.7 Finish

Zu guter Letzt werden alle Ebenen in eine neue Ebene vereint, und zwar mit der mega-Tastenkombination <CMD><ALT><SHIFT><e> (PC: <STRG><ALT><SHIFT><e>). Bei Verwendung der Methode mit dem Gauß‘schen Weichzeichner können möglicherweise noch Reste von Hintergrundfalten im Bild sein, die sich dann in der Regel super einfach wegstempeln lassen.

Ist man sich dann seiner Sache sicher, kann man auch alle Ebenen auf eine reduzieren und speichern. Das spart dann mächtig Festplattenkapazität.
Schon. Fertig.

Es liest sich jetzt aufwendiger, als es eigentlich ist. Hat man erst ein paarmal gemacht, ist das pro Bild eine 5 bis 10-Minuten-Sache.

Ein abschließender Hinweis:

Insbesondere am Anfang, wenn man vielleicht mit den Filtereinstellungen für die Weichzeichnung und das Bildrauschen noch etwas experimentieren möchte, würde ich noch empfehlen, die Filter als Smartfilter anzuwenden, damit man auch im Nachhinein die Filtereinstellungen immer noch anpassen kann. Dazu nach Auswahl der zu filternden Ebene einfach im Filter-Menü als erstes die Option „für Smartfilter konvertieren“ anklicken, und danach erst die Filter anwenden.

Das soll’s dann auch erstmal gewesen sein. Bis bald.

Lightroom-Tutorial No.1

Hallo miteinander.

Ich bin ein klitzekleinesbißchen stolz, meinen ersten Video-Podcast präsentieren zu können.

In loser Folge werde ich euch, meinen geneigten Bloglesern, immer mal den einen oder anderen Tipp zu einzelnen Werkzeugen der Bildbearbeitung präsentieren. Heute geht es um die Bildverwaltung mit Lightroom, und da speziell um die Instrumente der „Zielsammlung“ oder „Schnellsammlung“.

Über Feedback zum Video würde ich mich sehr freuen, da ich diesbezüglich Anfänger bin und den ein oder anderen Tipp sicher gut brauchen kann.

Also: Viel Spaß beim Anschauen.

https://www.youtube.com/watch?v=9W6Bk9sYnSIhttp://

Vom Einzelbild zur Gruppe – Teil 2

Dieser Blogbeitrag ist die Fortsetzungen des Teil 1, in dem ich die fotografischen Überlegungen und Aspekte beleuchtet habe. Hier in Teil 2 geht es nun um die Verarbeitung der Aufnahmen in Lightroom und den Zusammenbau des Bildes in Photoshop.

Auswahl und SW-Konvertierung

Nach dem Import der Fotos in Lightroom stand natürlich erstmal die Selektion des jeweils besten Fotos eines jeden Einzelportraits an. Auf die Details hierzu – also z. B. die Werkzeuge, die LR für solche Zwecke zur Verfügung stellt, etc. – will ich an dieser Stelle nicht eingehen, dazu gibt es anderweitig hinreichend Informationen im Internet.

Wichtig für die weitere Bildverarbeitung war jedoch, dass die Bilder möglichst gleichmäßig in ein Schwarz-Weiß-Bild konvertiert wurden. Da bereits die Aufnahmen sehr gleichmäßig ausgeleuchtet waren, war das auch kein Problem. Ich habe einfach das erste selektierte Bild mittels eines Presets in SW konvertiert, und den Kontrast durch das Verschieben von Schwarz- und Weißpunkt bis an das jeweilige Limit gebracht. Wenn man in Lightroom beim Verschieben dieser Regler die <ALT>-Taste drückt, kann man sehr gut sehen, wann man da in den Grenzbereich kommt. Den Schwarzpunkt habe ich soweit abgesenkt, dass der schwarze Hintergrund rund um die Person völlig „abgesoffen“, also richtig komplett schwarz war. Soweit dabei auch größere Bereiche der Person untergingen (z. B. Schattenstellen in der Kleidung) wurden diese mittels Korrekturpinsel geringfügig wieder aufgehellt.

Die bei ersten Bild vorgenommenen Einstellungen im Bereich Belichtung und SW wurden dann auf die anderen Bilder übertragen und nötigenfalls individuell geringfügig korrigiert – eine 1:1-Übertragung von Entwicklungs-Einstellungen funktioniert ja in der Regel nicht 100%ig, jedenfalls dann nicht, wenn wie hier schon teilweise extreme Belichtungsanpassungen (Schwarzpunkt) übertragen werden.

Danach ging es dann in Photoshop weiter. Hierzu wurden die fünf Bilder in der Bibliothek von LR ausgewählt und mit der Tastenkombination <cmd><e> (bzw. <strg><e> auf einem PC) in Photoshop geöffnet.

Zusammenbau des Gruppenbildes

Nachdem alle fünf selektierten und in SW konvertierten Bilder in Photoshop geöffnet waren, habe ich das erste Bild – also das Bild der Person, die ganz vorne stehen sollte – hergenommen und erstmal den Arbeitsbereich verbreitert und etwas erhöht, damit ich Platz für die anderen vier Leute haben würde. Die neu hinzugekommenen Bildbereiche wurden mit schwarz gefüllt, indem ich eine neue Ebene unterhalb der Ebene mit der ersten Person erstellt und mit Schwarz gefüllt habe.

Hier zahlte es sich aus, dass ich in Lightroom das Schwarz um die Person herum wirklich komplett schwarz gemacht hatte, denn so gab es an der Stelle keine Probleme mit Übergängen zwischen dem Foto und dem neu hinzugefügten Schwarz in der Erweiterung des Bildes.

Dann habe ich die weiteren vier Portraitierten in das Bild eingefügt, indem ich die Ebenen aus deren Einzelbildern in mein Gruppenbild zog. Diese neuen Ebenen überdeckten sich nun natürlich gegenseitig. Um überhaupt erstmal alle Leute wieder sehen zu können, habe ich dann den Ebenenmodus der höherliegenden Ebenen von „NORMAL“ auf „AUFHELLEN“ gesetzt. Dadurch wurden nur die Bildanteile der jeweils höhergelegenen Ebene(n) eingeblendet, die heller als die darunterliegende Ebene(n) sind. Mit anderen Worten: die gesamten schwarzen Bildanteile der höher gelegenen Ebenen waren mit einem Schlag verschwunden. Nur die Personen selber, die ja im jeweiligen Bild auf alle Fälle heller als schwarz waren, wurden eingeblendet, jedenfalls dort, wo nicht Bildteile der darunterliegenden Ebene noch heller gewesen sind.

Und indem ich nun bis auf eine die vier neuen Bildebenen durch Klick auf das Auge in der Ebenenpalette ausblendete, konnte ich in aller Ruhe die zweite Person durch Verschieben der Ebene in Position bringen. Dann wurde die nächste Ebene wieder eingeblendet und ebenfalls in Position gebracht, und so weiter.

An dieser Stelle war es wichtig, dass zuerst die Anordnung der Personen und eventuelle Skalierungen wirklich passten und nicht mehr Gefahr liefen, nachträglich korrigiert werden zu müssen. Denn nun folgte der arbeits- und zeitintensivste Teil: das Ausmaskieren der sich noch überlagernden Ebenenteile. Maskiert man nämlich zuerst, bevor die Anordnung und Skalierung sitzt, macht man sich im Zweifel deutlich mehr Arbeit, weil mit jeder Korrektur der Position oder Skalierung einer Person die Ebenenmaske(n) nachgearbeitet werden müssen.

Nun ging es also daran, die noch störenden, sich überlagernden Bildanteile zu eliminieren. Dank des Ebenenmodus „Aufhellen“ ging es dabei „nur noch“ um die Bildbereiche der jeweils höherliegenden Ebene, die heller waren, als in der darunterliegenden Ebene und die in der Realität von der jeweils vorderen Person verdeckt worden wären.

die Ebenenpalette des fertigen Werkes

So bekam die zu bearbeitende Ebene eine weiße Ebenemaske verpasst, dann habe ich darin mit einem relativ großen Pinsel und schwarzer Farbe grob die Bildteile der jeweiligen Person ausmaskiert, die von der nächstvorderen Person verdeckt worden wären. Dabei habe ich zunächst auch bewußt etwas über die Kante zwischen den beiden Personen „übergemalt“, um dann im nächsten Schritt mit weißer Farbe und kleinerem Pinsel den Grenzbereich exakt zu maskieren. Das war dann natürlich eine ziemliche Feinarbeit.

Gelegentlich war es schwierig zu sagen, wo eine Person anfing und die andere aufhörte, insbesondere bei den Haaren, oder bei Kleidung mit annähernd gleicher Helligkeit. Mehrfaches Aus- und Einblenden der Ebenen half dann aber zu bestimmen, was zu wem gehörte.

Und das war es dann auch schon.

Abschließend kann ich nur noch empfehlen, ein solches Werk zwischendurch mal eine Nacht ruhen zu lassen. Insbesondere, wenn es um die Positionierung und Skalierung der Personen ging, hat mir das geholfen, das richtige Maß zu treffen. Aber auch bei der Maskierung der Ebenen kann man sich blind arbeiten. Ich habe bei einem Bild im ersten Anlauf einmal eine prächtige Lücke zwischen zwei Personen schlichtweg nicht gesehen. Erst, als ich am nächsten Tag nochmals draufgeschaut und die Ebenen zur Kontrolle mehrmals ein- und ausgeblendet habe, sprang mich der Fehler in der Maske an.

Ein paar abschließende Betrachtungen und Bemerkungen gibt’s in Teil 3.

Bis dahin!