Wissenswertes für ein Babyshooting – Teil 5: Risiken und Nebenwirkungen

Nun habe ich mich in den letzten Wochen ja schon ein wenig über Wissenswertes für ein Babyshooting ausgelassen. Hier ging die kleine Reihe los. Heute möchte ich noch ein paar abschließende Worte zum Thema Risiken und Nebenwirkungen loswerden:

Risiko: Erkrankung

Wer schon ein Kleinkind im Haus hat, das in eine KiTa oder zu einer Tagesmutter geht kennt das: Es gibt Zeiten, da scheint eine Erkältung nie zu enden oder nahtlos vom nächsten Infekt abgelöst zu werden. Und typischerweise hat die ganze Familie was von den Krankheitserregern, die dann ins Haus geschleppt wurden. Überlege Dir bitte dennoch gut, ob Du im Falle einer Erkrankung – auch wenn es „nur ein leichter Schnupfen ist“ oder der Zustand der „Halbgesundheit“ erreicht ist und „es schon geht“ – ein Fotoshooting durchziehen willst, oder ob nicht eine Verlegung des Termins sinnvoll ist. Selbst wenn Du Deinen Schnupfen als „nicht so dramatisch“ einschätzt (Du bist schließlich Mutter und damit per Definition nicht mehr krank…) oder Dein Mann versprochen hat, sich todesmutig seiner Männergrippe zu widersetzen, fühlst Du Dich bzw. er sich einfach nicht so gut, wie im gesunden Normalzustand. Das wird man Dir bzw. ihm im Zweifel auch ansehen.

Erst recht gilt das für kranke Kinder – und unter diesen besonders für Babys. Dabei ist ein Schnupfen und die laufende Nase selber gar nicht so dramatisch (wobei eine verstopfte Nase bei Babys ja schon echt fies für die armen Minimenschen – und damit auch für den Schlaf der Eltern – ist). Aber das Kuschel- und Ruhebedürfnis des Kindes und je nach Typ auch die Sensibilität gegenüber Veränderungen und die allgemeine Jammerigkeit steigen auch bei einer nur leichten Erkrankung üblicherweise stark an. Und das sind dann ganz einfach ungünstige Grundvoraussetzungen für ein Fotoshooting.

Klar können wir „es durchziehen“, wenn es „nicht so schlimm ist“. Aber Du wirst auf den Fotos später im Zweifel Deinem Kind immer ansehen, dass es beim Fototermin krank war. Einfach, weil es vielleicht nicht so lebhaft war wie sonst, weil es nicht so richtig strahlt oder nicht so niedlich geschaut hat, wie es das im gesunden Zustand sonst immer macht.

Meine ganz klare Empfehlung also: Besser eine Terminverschiebung in Kauf nehmen als im halbgesunden Zustand ein Fotoshooting durch zu ziehen.

Nebenwirkungen unbekleideter Babys

Wer kennt es nicht: Das Foto vom unbekleideten Baby, das friedlich auf Vaters Unter-arm schlummert und liebevoll von seinen Eltern bewundert wird. Sozusagen einer der Klassiker unter den Babyfotos. Oder die zahllosen anderen, zweifellos niedlichen Fotovarianten, in denen das Baby nackt und bloß – so wie es eben auf die Welt gekommen ist – fotografiert wird. Spätestens nach ein paar Tagen Babyerfahrung dürften Dir die Risiken und Nebenwirkungen eines windellosen Babys völlig klar sein. Inklusive der Tatsache, dass so einige Babys offenbar das Ausziehen der Windel als Signal für die Reststoffentsorgung ansehen. Und nein, das Baby wird sich nicht zurückhalten, nur weil es sich in einem Fotoset befindet. Das ist dem neuen Erdenbürger völlig egal. Kalkuliere also einfach mal ein, dass Du (und/oder das Fotoset, also im Zweifel Deine Couch) bei so einem Foto von Deinem Baby mindestens einmal nassgemacht wirst/wird und freu Dich, wenn es bei klaren Flüssigkeiten bleibt.

Und nein: Wenn Du solche Fotos von Deinem Baby haben möchtest, ist es keine Option, zur Vermeidung von Unfällen einfach mal die Pampers am Kind zu lassen. Die ist in der Regel immer irgendwie im Foto und auch nicht nachträglich heraus retuschierbar. Und ein Foto eines bis auf die Pampers nackten Babys sieht einfach nur nach „Gewollt und nicht gekonnt“ aus. In dieser Situation gilt schlichtweg der altehrwürdige Wahlspruch „Ganz oder gar nicht.“ Im Falle von „GANZ“ dann eben auch mit allen Risiken.

Deine Entscheidung 😉

Nebenwirkungen eines Homeshootings

Wenn ich mit meinem Fotostudio zu Dir nach Hause komme, wird zugleich notwendigerweise eine  gewisse temporäre Unordnung einkehren. Denn irgendwo muss ich ja das nötige Material wie Blitzgeräte oder Lampen, Stative, Reflektoren, Accessoires erstmal lassen. Und das eine oder andere davon wird dann ja auch aufgebaut und genutzt. Beim Shooting gilt halt die Maxime, dass es in dem Bereich, der nachher auf dem Bild zu sehen ist, hinreichend aufgeräumt und Elemente sinnvoll strukturiert angeordnet sind. Unmittelbar außerhalb dieses Fleckchens werden sich dann im Zweifel aber diverse Lichtstative und andere Halter und Accessoires tummeln, die nötig sind, um das Licht für das Foto bestmöglich zu steuern.
Das kann für einen unvoreingenommenen Betrachter schon mal nach leichtem Chaos aussehen, hat aber System. Ich verspreche auch, dass spätestens mit Verlassen Deiner Bleibe die fototechnisch bedingte Unordnung wieder auszieht. Einen kleinen Einblick in die Realität eines Fotoshootings außerhalb des eigentlichen Bildausschnitts geben die nachfolgenden Bildpaare. Die hatte ich zum Teil im Kontext mit dem Platzbedarf eines Homeshootings schon mal gezeigt. Sie taugen aber auch, um einfach mal einen Blick hinter die Kulissen zu werfen, um zu sehen, was so zu erwarten ist.

Die größte aller Nebenwirkungen wird aber im Zweifel sein, dass Du das eine oder andere Bild mehr an der Wand haben wirst. Und das ist doch mal eine tolle Sache.

In diesem Sinne: Hier ist mein Kontaktformular 🙂

Bis bald.

Wissenswertes für ein Babyshooting – Teil 4: Die richtige Grundeinstellung

Es geht weiter in meiner kleinen Reihe mit Tipps für ein Babyshooting. Heute geht es um DEINE Grundeinstellung. Solltest Du den Anfang verpasst haben der Reihe verpasst haben und Nachholbedarf verspüren: Hier geht es zum ersten Beitrag.

Jetzt aber zum Thema „Grundeinstellung“. Es ist noch gar nicht sooo lange her, da bedeutete ein Familienfoto-Sitzung die „ordentliche und gesittete Aufreihung“ von Eltern und Kindern – natürlich in der jeweils besten Kleidung – auf einer Sitzgelegenheit, und alle hatten adrett in Richtung Kamera zu lächeln.

Um es vorsichtig zu sagen: Das ist nicht MEIN Ansatz.

Ich bin eher ein Fan davon, lebendige Fotos von Kindern und Familien zu machen. Zu Versuchen, das Wesen der Kinder einzufangen, und die Familie als lebendige, interagierende Gemeinschaft zu fotografieren. Dafür ist auf Deiner/eurer Seite folgender Leitsatz als Grundhaltung hilfreich:

Ein Familienshooting ist für die Kinder ein Spiel und für die Eltern eine Auszeit vom Alltag!

Denn das Wichtigste bei einem Familienshooting ist es, sich im Vorfeld klarzumachen, dass man die Kooperation eines Kindes absolut nicht erzwingen kann. NIEMALS.

A) Babys

Bei Babys ist sowieso klar: Deren Universum besteht aus der eigenen Person und Mama, die immer spürbar in der Nähe sein muss. Alles andere existiert für diese kleinen Menschen buchstäblich nicht. Man kann sich also für ein Babyshooting immer viele Dinge vornehmen und tolle Bildideen umsetzen wollen. Und man kann sich riesig freuen, wenn das dann tatsächlich klappt.
Wenn sich das Baby aber ausschließlich auf Mamas Arm wohlfühlt, ist das eben die einzige verfügbare Posingoption. Da kann ich noch so sehr das Foto mit dem Baby auf dem Schaffell haben wollen; das wird dann nicht gelingen. Klar können wir probieren, ob sich im Verlauf des Shootings die Grundzufriedenheit des Babys soweit gesteigert hat, dass es auch in eine der angedachten Posen oder Sets gelegt werden kann und dabei glücklich und zufrieden bleibt. Ist das aber nachhaltig trotz aller Bemühungen nicht der Fall, können wir eben maximal die Posingmöglichkeiten des Babys auf Mamas Arm, Bauch, Schoß, Bein durchgehen. Haben wir diese Möglichkeiten ausgereizt und ist nicht zu erwarten, dass sich die Lage ändern wird, können wir besser das Shooting vorzeitig beenden und an einem anderen Termin einen neuen Anlauf nehmen.

B) Klein- und Schulkinder

Bei älteren Kindern – eigentlich jeder Altersstufe – ist es wichtig, dass sie selber Spass an der Sache haben, dass das Shooting für sie ein Spiel ist, bei dem sie gerne mitmachen. Elterlicher Druck der Marke „Jetzt guck doch mal ordentlich.“ / „Zappel da nicht so rum.“ / „Nein, Du kannst jetzt nicht Dein Krönchen tragen.“ sind tödlich für authentische Fotos der Kinder. Man kann vielleicht ein Kind mit Druck dazu bewegen, sich an die vorgesehene Stelle im Foto zu bewegen. Man kann aber keinesfalls mit Druck ein strahlendes Kinderlachen und echte, aus den Augen blitzende Freude hervorrufen.

DAS. FUNKTIONIERT. EINFACH. NICHT.

Insofern ist es wirklich überaus wichtig, dass Du als Mutter bzw. ihr als Eltern eine wirklich entspannte Grundhaltung gegenüber dem Verhalten Deines bzw. eures Kindes beim Shooting einnehmt. Dazu gehört dann auch, dass sonst übliche Konventionen gelockert werden. Die weitaus besten Kinderfotos entstehen dann, wenn man mit den Kindern einfach spielt oder Quatsch mach – sie eben einfach Kind sein lässt. Irgendwann wird sich das Kind hinreichend ausgepowert oder einfach genug vom Quatschmachen haben, und sich an Mama und/oder Papa kuscheln. Oder wir spielen das beliebte Spiel, dass ich Mama und Papa in geeigneter Pose in Position bringe, dann das Kind ein paar Runden drum herum laufen lasse und es sich dann mit Schwung ein tolles Plätzchen auf Papas (oder Mamas) Schoß oder dazwischen sucht. Das ist gerade für aktive Kinder, die sich gerne bewegen und nicht gerne stillsitzen, eigentlich IMMER ein Erfolgsrezept. Und schon haben wir auch das tolle Familienfoto für die Oma fertig. So – und meiner Meinung nach NUR so – kommt man an echte, authentische Fotos von Kindern und Familien.

Und dabei ist das Spielen mit dem Kind, das Herauslocken aus dem Schneckenhaus oder das Anfeuern des Kindes im Wesentlichen MEIN Job. Klar greife ich immer mal auf Deine Hilfe zurück, schließlich kennst Du Dein Kind deutlich besser als ich. Keinesfalls aber ist es Dein Job, für ein „Wohlverhalten“ des Kindes zu sorgen, insbesondere dann nicht, wenn Du selber auf dem Foto bist. DU HAST DANN IN BEZUG AUF DIE KINDERERZIEHUNG EINFACH MAL FREI!

WAS ALSO TUN?

Das Beste (und Einzige), was du tun kannst, ist es, günstige Rahmenbedingungen zu schaffen. Dazu zählt, dass alle Teilnehmer ausgeruht und entspannt in das Shooting starten können, dass sich alle wohl fühlen, kein Stress herrscht. Das betrifft auch insbesondere DICH als Mutter. Tu Dir bitte vor dem Shooting keinen unnötigen Stress an, zum Beispiel „noch mal schnell die Bude zu putzen, damit auch alles ordentlich ist, wenn der Fotograf kommt“. Wenn Dich das entspannt, meinetwegen. Wenn nicht: Finger weg. Wir werden im Zweifel sowieso ein paar Möbel verrücken und ein wenig Chaos verbreiten (das ich übrigens nachher auch wieder mit aufräume…). Und dass ein Wohnzimmer einer jungen Familie im Zweifel wie ein Spielzeugladen aussehen kann, in dem eine Konfettikanone gezündet wurde, weiß ich als Vater zweier Kinder auch. Also: relaxt bleiben. In Ruhe ein paar Kleidungsstücke vorbereiten, auch an das eigene Styling denken, gemütlich den Tag beginnen und abwarten.

Und was Dein Baby angeht: Bloß nicht mit Druck daran arbeiten, dass das Baby pünktlich zum vereinbarten Zeitpunkt satt ist und schläft. Denn erstens muss ich sowieso erstmal mit ein paar fototechnischen Dingen zur Türe herein kommen. Und zweitens werden wir dann erstmal klären, wie die allgemeine Lage bei euch ist und womit wir beginnen. Es gibt also noch eine kleine Vorlaufphase, zwischen Ankunft und Shootingbeginn. Gut: Sollte Dein Baby zu den Kindern gehört, die alle 2 Stunden eine Mahlzeit von 1 ¾ Stunden Dauer brauchen, wäre es natürlich ungünstig, damit erst nach meinem Eintreffen zu beginnen. Aber Du weißt, was ich meine: Keinen Stress erzeugen, damit das Baby auch „schön fertig“ ist damit es „gleich losgehen kann“. Das gilt in ähnlicher Form auch für Kleinkinder. Bei einer typischen Dauer von ca. zwei bis drei Stunden für so ein Familienshooting müssen wir sowieso mit einer kleinen Esspause für das Baby/das Kind rechnen. Das sind dann die Zeiten, wo ich zum Beispiel Fotos vom Geschwisterkind mache oder dir oder Deinem Mann zu einem neuen Facebook-Profilfoto verhelfe oder ganz einfach das nächste Set vorbereite.

Ideal ist es auch, wenn das Shooting nicht durch andere Termine eingegrenzt ist, sondern es an einem terminlich entspannten Tag stattfindet. Mir ist natürlich klar, dass sich das nicht immer einrichten lässt. Vielleicht konntest Du Dir für das Shooting nur ein begrenztes Zeitfenster freigeschaufeln, oder ein Nachmittagstermin nach der Arbeit war die einzig mögliche Option. Umso wichtiger ist es dann im Vorfeld zu wissen, dass von den Eltern nichts erwartet wird, außer, dass sie sie selbst sind und den Shootingtermin als Auszeit vom Alltag sehen, bei dem sie sich einfach nur mit sich selbst und der Familie beschäftigen können.

Denn wenn das gelingt kommen die schönsten Familienfotos bei so einer Fotositzung heraus: Das Zusammentreffen von entspannten Eltern und glücklichen Kindern.

Wissenswertes für ein Babyshooting – Teil 3: Das passende Outfit

Heute geht es in meiner kleinen Reihe mit Tipps und Tricks für ein Babyshooting ausschließlich um die Kleidung. Für den Fall, dass Du jetzt erst einsteigst hier schnell die Links zu den ersten beiden Teilen dieser Infoserie:

Wissenwertes für ein Babyshooting – Teil 1: Der richtige Zeitpunkt

Wissenswertes für ein Babyshooting – Teil 2: Der optimale Ort

Zu Beginn dieses Teils hier habe ich eine Bitte: Geht mal kurz in mein Familien-Portfolio und schau Dir aufmerksam die Fotos mit Babys an.

Und? Ist Dir etwas aufgefallen?

Keines der abgebildeten Babys hatte einen Standard-Strampler an! Zumindest waren Strampler mit Kragen oder gleich Hemdchen/Blüschen und Hosen oder Kleidchen am Start. Es gibt kaum etwas, das den Niedlichkeitsfaktor bei einem Babyshooting so sehr steigern kann, wie „richtige“ und passende(!) Kleidung. Klar ist ein Strampler für ein Baby ein unendlich praktisches Kleidungsstück. Aber genau das ist der Punkt: Es sind vorrangig praktische Standard-Kleidungsstücke und keine schicken Fotoshooting-Klamotten. Und am Ende geht es ja darum, Dein Baby möglichst niedlich und schick in Szene zu setzen. Sieh es mal so: Du würdest ja tendenziell auch eher nicht im bequemen Jogger zum Fotoshooting erscheinen, weil der so praktisch ist, sondern Dich wohl eher etwas „in Schale schmeißen“.
Ein absolutes Must-Have-Accessoire sind Mützen. Und zwar nicht die standard-glatt-weißen Babymützchen, die man den Babys zum Schutz vor kalten Köpfchen anzieht, sondern welche, die in irgendeiner Form Pfiff haben. Zum Beispiel Zipfelmützen, Strickmützen mit schönem Muster oder Mützen mit kleinen Öhrchen. Am besten hast Du davon gleich eine kleine Auswahl parat.

Klar ist das alles Geschmackssache, in welche Richtung man da genau gehen möchte. Ob dabei jetzt ein rüschiges Prinzessinnenkleidchen bei heraus kommt oder eine Jeans-Latzhose. Wichtig ist mir nur, dass Du Dir da im Vorfeld mal Gedanken drüber machst und schaust, was der Kinderkleiderschrank da an Möglichkeiten bietet.

Und übrigens: Bitte ausschließlich möglichst gut passende Kleidung in Betracht ziehen. Es nutzt uns nämlich nichts, wenn das Kleidchen noch so süß, aber einfach noch zu groß ist. Denn dann zuppeln wir in einer Tour das Kleidchen zurecht, was insbesondere bei Fotos mit schlafenden Babys durchaus kontraproduktiv ist.

Wenn Du also im Vorfeld auf Ideenjagd im Internet bist, schau mal genau hin, was für Kleidung die Babys bei den Fotos die Dir ein („AWWWWW“) entlockt haben, so tragen. Das sollte dann im Zweifel Deine Richtschnur sein. Und solltest Du extra für das Shooting neue Kleidung einkaufen, versteht sich ja von selbst, dass die im Vorfeld 3 bis 5 mal gewaschen ist, um Reaktionen der Babyhaut mit Produktionsrückständen der Textilindustrie zu vermeiden.
Oft sind Babys auf ihren ersten Fotos gerne mal unbekleidet und/oder nur in Tücher, Schals oder Decken eingewickelt. Wenn Du solche Fotos von Deinem Baby haben möchtest, schaut mal, ob Du passendes „Material“ vor Ort habt. Unbedruckte(!) einfarbige Baumwollstoffe oder die unter dem Stichwort „BabyWrap“ erhältlichen Stoffe eigenen sich hierfür erfahrungsgemäß ganz gut.

Für solche un- oder leicht bekleideten Fotos brauchen wir natürlich einen mobilen Baby-Heizstrahler für das Wohlbefinden des Babys am Set. Gut, wenn ihr so einen habt, ansonsten bringe ich einen mit.

ALLGEMEINE HINWEISE

Da Dein Baby ja im Zweifel nicht alleine auf dem Foto ist, hier noch ein paar generelle Worte zum Thema Kleidung bei Fotoshootings, die für alle auf einem Foto auftretenden Personen gelten:

  • Wähle Kleidung, in der Du Dich wohlfühlst und von der Du weißt, dass Du darin gut aussiehst.
  • Starke Muster, leuchtende Farben, großer Text oder große Logos ziehen in einem Foto meist sehr viel Aufmerksamkeit auf sich, und zwar viel mehr, als wir das im persönlichen Umgang miteinander wahrnehmen. Das liegt ganz einfach daran, dass bei der persönlichen Begegnung das Sehen nur einer der Sinneseindrücke ist, die wir voneinander haben. Ablenkungen durch signalfarbene Kleidung spielen dann nur eine untergeordnete Rolle. Bei der Betrachtung eines Fotos ist aber das Sehen die einzige Sinneswahrnehmung. Visuelle Ablenkungen schlagen dann viel stärker zu Buche. Und da wir ein Portrait von Deinem Baby oder Dir mit Deinem oder euch mit eurem Baby machen wollen, wäre es günstig, wenn die Kleidung sich nicht optisch in den Vordergrund drängt.
  • Sind mehrere Personen auf einem Bild, sollte idealerweise die Kleidung aufeinander abgestimmt sein. Das heißt, die Stile sollten zueinander passen, damit nicht eine in Abendgarderobe und der andere in Arbeitsjeans und T-Shirt dasteht. Zudem wäre es günstig, wenn die Farben aufeinander abgestimmt sind. Das bedeutet jetzt nicht, dass alle die genau gleichen Farben tragen sollen, aber wenn es möglich ist, in der gleichen Farbpalette zu bleiben, hilft das den Fotos in aller Regel.
  • Wenn wir zum Fotografieren nach draußen gehen, bitte daran denken, dass auch Jacken, Mäntel und Schuhe zum gewählten Stil passen sollten.

So, das war es zum Thema Kleidung. Im nächsten Teil geht es dann mit der richtigen Grundeinstellung weiter…

Wissenswertes für ein Babyshooting – Teil 2: Der optimale Ort

Moin miteinander. Kürzlich habe ich hier auf diesem Blog kleine Reihe zum Thema „Babyshooting“ gestartet, in der ich allerlei Wissenswertes anspreche, dass Dich als Mutter oder Vater eines Babys interessieren könnte, falls Du Dich mit dem Gedanken trägst, ein professionelles Familienshooting mit dem neuen Erdenbürger anzugehen. Heute steht die Location, also der Ort des Geschehens, auf dem Themenzettel.

Was also ist der optimale Ort für ein Babyshooting?

Gehen wir zunächst mal davon aus, dass das Shooting in geschlossenen Räumlichkeiten stattfinden soll, was der typische Anwendungsfall bei Shootings mit Neugeborenen ist. Ich gehe zwar für ein Familien- oder Kinderfoto auch einfach gerne mal raus in den Hausgarten oder in einen Park, aber in der Regel ist das erst dann opportun, wenn  die Kinder sich selbsttätig fortbewegen können. Bei den ganz frisch geschlüpften Babys ist demzufolge „indoor“ ganz einfach mal gesetzt. Stellt sich also die Frage, von welchem Räumlichkeiten wir denn hier reden. Dazu gibt es verschiedene Betrachtungswinkel:

Zunächst einmal wäre da der Aspekt der Praktikabilität. Wenn ihr euch zu einem Familienshooting mit Baby auf den Weg zu einem Fotografen macht, müsstet ihr unweigerlich eine Auswahl an Garderobe für euch und euer Baby sowie die diversen Babyzubehörteile zusammensammeln und mitnehmen. Ihr seid dann unweigerlich auf diese Auswahl festgenagelt. Außerdem gleicht ja gerade mit einem Baby sowieso jede noch so kleine Fahrt einem mittleren Umzug. Machen wir das Shooting bei euch zu Hause, habt ihr eure kompletten Kleiderschränke im Zugriff – was insbesondere dann wichtig ist, wenn das Baby just am Tag des Shootings zum Beispiel besonders intensiv aufstößt und dies in ungeahnt schneller Folge seine Kleidung und womöglich auch die der Eltern in Mitleidenschaft zieht. Außerdem sind natürlich sämtliche Servicestationen für das Baby in gewohnter Qualität und ohne Einschränkung verfügbar. Auch das ist „auf Reisen“ ja immer mit Unbequemlichkeiten verbunden.

Angesichts dieser Lage bist du sicherlich geneigt mir zuzustimmen, wenn ich sage, dass es für euch als Familie deutlich einfacher ist, wenn der Fotograf zu euch nach Hause kommt, statt dass ihr zum Fotografen fahrt.

Ein anderer Aspekt wäre die Sache mit der Eingewöhnung in fremde Orte. Zugegeben, das trifft jetzt weniger die ganz frischen Babys, denn für die ist ja typischerweise die Welt völlig in Ordnung, solange Mama dabei ist. Aber wenn es so in Richtung Kleinkindalter geht, beginnt die Phase, wo je nach Persönlichkeit des Kindes erst mal eine Akklimatisierung in Sachen Umgebung stattfinden muss, bevor das Kind sich wohl fühlt und es sich „ganz normal“ verhält. Das ist dann auch ein Faktor, der bei der (Zeit-)planung eines Shootings einfach mal zu berücksichtigen ist.  Auch unter diesem Aspekt wäre euer Haus oder eure Wohnung einfach mal der beste Ort für ein Shooting.

Und last but not least ist da noch die Frage des Platzbedarfs. Anders formuliert: Wie viel Raum braucht denn so ein Fotoshooting. Die Antwort darauf ist leider einigermaßen vielschichtig und lautet zunächst mal lapidar: es kommt darauf an. Vor allem kommt es nämlich darauf an, wie viele Personen gleichzeitig im Foto abgebildet sein sollen, wie die Gegebenheiten vor Ort sind, und welche Fotoideen denn umgesetzt werden sollen. Ich habe das mal nachfolgend in ein paar „Regeln“ herunter gebrochen:

Regel 1: Je weniger Menschen in ein Foto sollen, desto weniger Platz brauche ich beim Fotografieren.

Angenommen, es soll ein Portrait vor neutralem Hintergrund aufgenommen werden und in Deiner Wohnung gibt es keine Möglichkeit, mein mobiles Hintergrundsystem aufzubauen und nur ein einzelnes freies Wandstück mit neutraler Farbe von gerade mal einem Meter breite. Alles andere ist mit Schränken oder Regalen „verstellt“ oder mit nicht beweglichen Wandkunstwerken geschmückt. Für ein Portrait einer einzelnen Person käme das (knapp) hin. Schon für ein Paarfoto würde es aber eng, weil ganz einfach der Hintergrund nicht ausreicht und links und rechts an den Bildrändern störende Elemente (hier: das Mobiliar) ins Bild herein rutschen.

Für ein reines Babyfoto braucht es dementsprechend ebenfalls nicht viel Platz. Da reicht ein Esstisch in Familiengröße mit ein bisschen Platz drumherum völlig aus – siehe Bildbeispiel weiter unten. Bei einem Familienfoto sieht es dann eben wieder anders aus. Da muss ich als Fotograf dann bei gleicher Brennweite (also gleichem Bildwinkel) einen größeren Abstand von der Familie haben als zuvor von der Einzelperson und zugleich muss der Hintergrund breiter sein, damit er alle Personen aufnehmen kann. Mit anderen Worten: Für ein Familienfoto braucht es sowohl in der Raumbreite als auch in der Raumtiefe mehr Platz als für ein Einzelfoto eines Babys.

Platzbedarf für ein reines Babyfoto: Ein handelsüblicher Esstisch (oder eine Couch) mit etwas Platz drumherum reicht allemal.

Regel 2: Kunstlicht braucht Stellfläche.

Das A und O bei jedem Foto ist nunmal das Licht. Lichtmenge, Lichtfarbe, Lichtqualität und vor allem Lichtrichtung sind die wesentlichen Grundfaktoren jedes einzelnen Fotos. Die gezielte Kontrolle über diese Parameter ist es, was das Foto eines Fotografen von einem Schnappschuss unterscheidet. Und wenn nicht eine günstige Lichtsituation mit einer geeigneten räumlichen Situation zusammentrifft (dazu unten mehr), komme ich meist nicht umhin wenigstens eine (gerne auch mal zwei) Fotolampe(n) oder ein Blitzlicht auf ein Stativ zu pflanzen und in eine geeignete Position zu bringen. Das bedeutet, dass ich vor dem gewählten Fotohintergrund auch freie Fläche benötige, um mein Licht stellen und bewegen zu können. Denn von wo genau mein Licht kommen muss und welchen Abstand es zu der Person oder den Personen im Foto haben muss, ist immer sehr von dem jeweiligen Foto abhängig.

Auch ohne jetzt hier in aller Tiefe über das quadratische Abstandsgesetz zu schwadronieren – das ist die physikalische Regel, die beschreibt in welchem Maße die Lichtmenge mit zunehmenden Abstand von der Lichtquelle abnimmt – ist völlig offensichtlich, dass Dinge (oder eben Personen), die näher an einer Lichtquelle sind als andere, im Foto natürlich heller beleuchtet sein werden als die anderen. Dieser Effekt tritt umso deutlicher zutage, je näher die Lichtquelle an einer Personengruppe positioniert ist. Daraus folgt, dass ich meine Lichtquelle bei einem Foto mit mehreren Personen idealerweise mit etwas Abstand aufstellen muss, damit der Helligkeitsabfall zwischen den Personen möglichst minimiert wird. Und das wiederum bedeutet, dass ich schon ein wenig Raum benötige, um eine sachgerechte Lichtsetzung vornehmen zu können. Auch dazu habe ich mal ein Bildbeispiel:

Regel 3: Tageslicht braucht keine Stellfläche, dafür aber andere Grundvoraussetzungen

Überaus gerne spare ich mir den Aufbau und Einsatz künstlicher Lichtquellen, schon allein, weil es einfach ein Stück Technik mehr ist, auf das ich beim Fotoshooting zu achten habe und was folglich Gehirnkapazität von meiner Befassung mit dem Wesentlichen – nämlich Dir und Deiner Familie – abzieht. Ein Foto rein mit Tageslicht, dass durch ein Fenster fällt ist schlichtweg die einfachste und unkomplizierteste Art und Weise, ein Foto zu schießen. Dazu hatte ich mich auch hier und hier in meinem Blog schon mal ausgelassen. Im Kontext dieses Blogposts hier – Platzbedarf – wirkt es einerseits minimierend, weil ich natürlich keinen Platz für künstliche Lichtquellen brauche. Andererseits allerdings muss schon entlang der Wand, in der das Fenster eingelassen ist, vor und hinter dem  Fenster freier und gut nutzbarer Raum vorhanden sein. „Gut nutzbar“ bezieht sich dabei insbesondere auf den Hintergrund, der dann im Hintergrund erscheint. Der sollte tendenziell nicht aus einem kribbelbunt vollgepackten offenen Regal  bestehen, sondern besser ruhig und neutral sein. Auch dazu gleich mal ein Bildbeispiel:

Platzbedarf wegen des Abstands der Leuchte von den Kindern: Damit beide Kinder in etwa gleich hell beleuchtet wurden, musste die Lichtquelle mit etwas Abstand zu den beiden aufgestellt werden, damit der Helligkeitsabfall von dem links sitzenden Kind zu dem rechts sitzenden Kind in Grenzen gehalten wurde.
Bildbeispiel für einen ruhigen Hintergrund. Zwar sieht man sowohl die Fensterrahmen (links) als auch den Wohnzimmerschrank (rechts) ins Bild kommen, aber alles spielt sich in einer einheitliche Farbpalette ab, es gibt keine chaotischen Strukturen und der Hintergrund ist weit genug von der Mutter mit ihrem Baby entfernt, um bereits leicht unscharf zu werden. Mit anderen Worten: Ein sehr gut nutzbarer Hintergrund, der dem Bild einen individuellen, wohnlichem Charakter verleiht.

Zudem muss das Licht, das durch das Fenster fällt, „fotografierbar“ sein. Fällt also gerade direkter Sonnenschein durch das Fenster, ist das meist nicht ideal. Liegt das Fenster hingegen im Hausschatten oder ist sowieso nach Norden ausgerichtet oder ist es sowieso gerade bewölkt, kommt das Fenster als Lichtquelle infrage. Alternativ kann ich direkte Sonneneinstrahlung natürlich durch einen Diffusor – im Prinzip ein weißes, halbdurchsichtiges Stück Stoff – abmildern und nutzbar machen; dann bin ich aber schon wieder dabei, zusätzliches Equipment aufzustellen und brauche dafür eben Standfläche.

Halten wir also fest: Fotografieren mit Tageslicht ist super und unaufwendig – wenn die räumlichen Verhältnisse es zulassen.

Regel 4: Der Hintergrund muss aufgeräumt sein.

Auf das Thema des Hintergrunds im Foto bin ich jetzt schon mehrfach gekommen. Um das nochmal auf den Punkt zu bringen: Kaum etwas Anderes kann ein Bild so schnell zerstören wie ein unruhiger Hintergrund. Das bedeutet jetzt nicht, dass ein Hintergrund immer steril und einfarbig sein muss, er darf schon Elemente und Muster enthalten, die einen Anflug – aber eben nur einen Anflug – von Wohnlichkeit vermitteln. Wenn hingegen im Hintergrund das Chaos tobt oder schreiende Farben dominieren, geht das halt gar nicht. Natürlich kann die professionelle Kameratechnik – namentlich offenblendige Objektive – helfen, Hintergründe in Unschärfe versinken zu lassen, aber auch das erfordert dann Platz zwischen der fotografierten Person und dem Hintergrund.

Plan B wäre es, einen Studiohintergrund aufzubauen. Das löst jegliche Diskussionen über die Geeignetheit des Hintergrunds in Wohlgefallen auf, bringt aber eine sehr explizite Neutralität des Hintergrunds mit sich. Das kann gewünscht und damit positiv sein. Nur muss man sich dann darüber klar sein, dass das spätere Foto eben keine Elemente der eigenen Wohnstätte enthält, was ich persönlich immer recht schätze. Aber das ist Geschmackssache. Und natürlich hat so ein Studiohintergrund an sich schon immer einen gewissen Platzbedarf, damit einher geht in der Regel auch immer der Aufbau eines Kunstlichts zur Beleuchtung des Hintergrundes. Folge: noch mehr Platzbedarf. Hier mal ein Bildbeispiel mit Hintergrundsystem.

Regel 5: Lass Dich nicht verrückt machen.

Solltest Du beim Lesen der vorherigen Absätze immer mehr den Eindruck gewonnen haben, dass irgendwie ALLES problematisch ist und man keinesfalls in Deiner Wohnung genug Platz für ein Fotoshooting hat, liegst Du damit vermutlich richtig falsch.

JA, es stimmt schon: Je mehr unverstellter Raum zur Verfügung steht, desto einfacher ist es für mich, zügig zu arbeiten. Eine Villa mit einem 150qm großen Wohnzimmer bietet da einfach mehr Möglichkeiten, als eine 75qm-3-Zimmer-Wohnung, die notwendigerweise mit Mobiliar mehr oder weniger voll gestellt ist. Ein einfaches Beispiel dazu: wir haben Bildidee A fotografiert und wollen zu Bildidee B übergehen. Habe ich reichlich Platz, rolle ich mein Lichtstativ einfach an die nächste Stelle und fange an, zu fotografieren. Habe ich keinen Platz, muss ich im Zweifel erst mal wieder Möbel rücken, um überhaupt, mein Licht an die richtige Stelle zu bringen zu können.

Das heißt aber nicht, dass ein Shooting in einer normalen Wohnung nicht möglich wäre. Es ist halt nur mitunter kniffeliger in der Umsetzung.

Und ja: Manche Bildideen lassen sich eben nur in bestimmten Umgebungen realisieren. Wenn Du ein tolles Foto von Deinem Baby vor Deinem geistigen Auge siehst, wie es in einem Körbchen liegt, das auf spiegelnd poliertem Parkett am Fuße eines gewaltigen Panoramafensters mit 3,50 Meter Höhe, dicken Sprossen und einem geschwungenen Rahmen steht, Du aber nicht in einer Jugendstilvilla wohnst, haben wir halt ein Problem. Dann wäre es jedenfalls gut, wenn Du jemanden kennst, der jemanden kennt. Oder das Budget zur Verfügung stellst, eine entsprechende Immobilie anzumieten.

Am Ende ist es immer eine Frage der Bildideen und der Örtlichkeiten. Es passt nicht immer alles zusammen. Und mitunter leben die Bildideen, die man so im Internet findet, eben von der besonderen Umgebung. Alles andere, insbesondere natürlich die eigentlichen Babyfotos mit neutralem Hintergrund, lässt sich normalerweise in einem Haus oder einer Wohnung, das oder die groß genug für Deine Familie ist, auch umsetzen. Dafür braucht es dann oft nicht mehr als einen zur Seite gerückten Esstisch oder die Couch eures Wohnzimmers.

Wie ein berühmter Autor schon einmal völlig zu Recht feststellte: KEINE PANIK. Wir kriegen das schon hin. Schreib mir einfach eine Nachricht, und schick mir notfalls ein paar Fotos oder ein kleines Handyvideo mit einem Rundgang durch Deine Wohnung. In bisher 100% aller Fälle war die Antwort: Das passt schon 🙂

Wissenwertes für ein Babyshooting – Teil 1: Der richtige Zeitpunkt

Du hast gerade Nachwuchs bekommen oder erwartest ihn in Kürze und bist jetzt im Internet unterwegs, um Dich nach einem Fotografen für ein Babyshooting umzusehen? Dann habe ich hier ein paar Tipps für Dich, die wesentlich zum Gelingen eines solchen Shootings beitragen. Und weil es zu den einzelnen Punkten im Zweifel immer eine ganze Reihe anzumerken gibt, mache ich das in Form einer kleinen Serie, innerhalb derer ich die folgenden Themen anspreche:

  1. Der richtige Zeitpunkt
  2. Der optimale Ort
  3. Das passende Outfit
  4. Die richtige Grundeinstellung
  5. Risiken und Nebenwirkungen

 

Heute geht es los mit Teil 1:

Der richtige Zeitpunkt

Natürlich kann man im Prinzip zu jeder Zeit und in jedem Wachstumsstadium tolle Fotos von den neuen Erdenbürgern machen. Aber da die Babys in ihrem ersten Lebensjahr so wahnsinnig rasant heranwachsen gibt es für einige Klassiker unter den Babyfotos nur relativ enge Zeitfenster bzw. Zeitpunkte, bis zu denen oder ab denen sie optimal machbar sind. Im Wesentlichen gibt es da zwei Szenarien:

Zunächst einmal wären da die Fotos, wo man die Größe (oder besser die Winzigkeit) des Babys in Relation zu anderen Familienmitgliedern zeigen möchte, wo also zum Beispiel das Baby auf dem Unterarm eines Elternteils oder auf dem Schoß des größeren Geschwisterkindes Platz findet, oder die Füßchen fast in den Händen der Mutter verschwinden. Hier gilt: Je kleiner, je niedlicher. Und das bedeutet dann zwangsläufig: Möglichst früh nach der Entbindung.

So ein Foto wirkt je besser, je kleiner das Baby ist: Wirklich winzige Füßchen, die selbst in den zierlichen Händen der Mutter nahezu verschwinden.

Ein Termin innerhalb der ersten zwei Wochen nach der Geburt hat zudem den Vorteil, dass die Babys dann typischerweise noch ganz viel Schlafbedarf haben. Und von einem schlafenden Neugeborenen kann man ganz einfach die besten Babyfotos machen kann.  Denn der Lebensrhythmus so eines Neugeborenen lautet ja nunmal Trinken, Schlafen und naja, „entsorgen“. Und zwei dieser drei Zustände sind jetzt fotografisch nicht unbedingt so gefragt :-).

Nun kann es natürlich viele Gründe geben, warum ein Termin kurz nach der Geburt einfach mal nicht günstig ist. Je nachdem, wie Du Dich als Mutter dann so fühlst, je nachdem wie anstrengend die Geburt war, je nachdem wie aufwühlend für Dich die Anpassung an die veränderte Lebenssituation ist, kann ein Besuch beim (oder durch einen) Fotografen wirklich das Letzte sein, was Du brauchst. Das ist natürlich auch völlig in Ordnung, nur fallen dann eben ein paar Ansätze für Babyfotos weg.

Macht aber nichts, denn mit zunehmenden Alter kommen dafür andere Möglichkeiten erst hinzu,  vor allem diese hier:

Ein paar Monate nach der Geburt wird das Baby seinen Kopf selber heben und halten können. Wann das genau ist, wird Dein Baby schon selber entscheiden. Typischerweise ist die Nackenmuskulatur mit  drei bis vier Monaten stark genug, um den Kopf kurz zu heben, wenn auch meist nur bis zu einem 45-Grad-Winkel. Mit fünf bis sechs Monaten ist Dein Kind üblicherweise stark genug, um den Kopf ganz gerade in die Luft zu heben und dort auch zu halten. Das ist dann der optimale Zeitpunkt für Fotos wie dieses hier:

Baby at the age of 4 months looking out into the world

 

Zudem steigen mit zunehmendem Alter die Möglichkeiten der Interaktion mit dem Baby. Während es zu Beginn vor Allem auf Körperkontakt und die Stimme der Mutter reagiert, kommen mit steigendem Alter Reaktionen auf visuelle Reize (z.B. Spielzeuge, Gesichter) hinzu. Dadurch steigen die Chancen, Deinem Kind beim Fotoshooting eine Reaktion zu entlocken. Du weißt dann auch voraussichtlich sehr sicher, worauf Dein Kind mit Vergnügen oder gar einem Lachen reagiert. Und es gibt kaum etwas Lustigeres bei einem Babyshooting als ein glucksendes Baby….

Du hast die Wahl!

Wie Du also siehst gibt es im Prinzip keine eierlegende Wollmilchsau als Zeitpunkt für ein Babyshooting. Fotos mit wachem Blick und erhobenem Köpfchen kann man schlichtweg nicht zum dem Zeitpunkt machen, an dem man das winzige, neugeborene Baby portraitiert. Für die Wahl des Zeitpunktes kommt es immer sehr darauf an, was für Fotos DU von Deinem Baby gerne umgesetzt sehen möchtest. Und nein, es gibt da eigentlich keinen Kompromiss, zu dem beiden Arten von Fotos optimal machbar sind. Klar sind auch mit drei Monaten die Füßchen noch klein, aber eben nicht mehr sooo klein. Und ja, vielleicht kann das Baby dann sein Köpfchen schon ein wenig heben. Das wird dann aber eben nur ein bißchen sein, und es wird für Dein Baby seeehr anstrengend sein. Und ein sehr angestrengtes Baby ist in der Regel ein nicht sehr glückliches Baby, was für ein Babyshooting gleichbedeutend mit dem Schlusspfiff ist….

Möchtest Du dennoch beide Szenarien von Deinem Baby umgesetzt haben ist die Lösung aber an sich ganz einfach: Zwei Shootingtermine planen. Ich mache Dir hierzu gerne ein Paketangebot. Hier ist mein Kontaktformular 😉

Einfach natürlich – natürlich einfach? Kinder-Fotoshooting im Park

Hallo. Heute wollte ich einfach mal kurz von einem kleinen Shooting am vergangenen Sonntag erzählen. Das heißt, ob die Episode den Begriff „Shooting“ verdient, weiß ich gar nicht so genau. Man könnte auch sagen, dass wir auf dem Weg zum Café mal eben ein paar Fotos gemacht haben. Mit dem Begriff „Shooting“ ist ja oft die Erwartung von viel (technischem) Aufwand verbunden, was aber hier nicht der Fall war und eben auf nicht zwingend sein muss.

Das genau ist der Punkt dieses Blogposts. Einfach mal die Kirche im Dorf (bzw. die Blitzanlage im Haus) lassen, und einfach mal relativ unbeschwert nur mit Kamera und Objektiv und dem Model (in dem Fall gleich mal zwei) losgehen.

Die Fotos oben sind genau so entstanden, es war noch nicht einmal ein Reflektor oder Diffusor im Spiel (die ich allerdings gleichwohl mitgenommen hatte). Einfach nur im Park ein schattiges Plätzchen aufgesucht und bei 85mm oder 50mm mit ziemlicher Offenblende fotografiert – fertig. Das Licht war einfach das natürliche Licht im offenen Schatten eines großen Baumes. Übrigens um etwa 13:00 Uhr – also zu genau der Zeit, wo man im Sommer nach überlieferter (veralteter) Fotografenweisheit ja sowieso nicht draußen fotografieren kann… 😉

Diese fotografische Begleiterscheinung auf dem Weg zum Kaffeetrinken hat insgesamt gerade mal 40 Minuten in Anspruch genommen; und da waren dann schon Fotos an drei verschiedenen Stellen innerhalb des Parks inklusive.

Ich liebe diese „einfachen“ Shootings ja, gerade bei Kindern. Deren Geduld und Kooperationsbereitschaft leidet durchaus sehr, wenn man erst jedesmal 10 Minuten lang das Licht einrichten will, und sie sich danach am besten immer nur in einem sehr eng begrenzten Bereich mit optimaler Belichtung aufhalten sollen. Solche restriktiven Szenarien funktionieren mit Kindern einfach nicht so gut, weil sie eben Kinder sind, also am liebsten Quatsch machen und Herumtoben.

Wenn ich also Wert darauf lege, die Persönlichkeit des Kindes zu fotografieren, muss ich zusehen, dass das Kind die ganze Geschichte als Spiel empfindet und dann eben das „Spiel“ mit der Kamera verfolgen und einfangen. Mein Fokus liegt also ganz klar voll auf der Interaktion mit dem Kind, was dazu führt, dass ich mich auf die Technik schlichtweg verlassen muss. Denn eine genaue Festlegung des idealen Bildschnitts und eine zielgenaue Fokussierung mittels Blick durch den Sucher und perfekter Anpassung des Fokuspunkts kann man dabei nämlich vergessen. Denn dann stünde die Kamera wieder zwischen mir und dem Kind und behindert meine Interaktion. Viel häufiger habe ich also die Kamera gar nicht erst am Auge, sondern ziele grob in Richtung des Kindes und muss mich darauf verlassen, dass der Autofokus es schon richten wird.

Das führt dann zwar – je nach Aktivitätslevel des Kindes – und offener Blende mitunter zu herben Ausschussraten, aber die „Treffer“ sind immer Gold wert, weil eben immer echte Emotionen des Kindes eingefangen werden.

So ganz „natürlich einfach“ sind diese „einfach natürlichen“ Shootings dann halt doch nicht. Zwar fällt viel technischer Kram weg, der einfach nur der Interaktion mit dem Kind im Weg stehen würde, insofern also wird es „einfacher“. Auf der anderen Seite erfordert das „aus der Hüfte schießen“ doch etwas Übung und man ist auf einer ganz anderen Ebene – der Kommunikation mit der Model – erheblich gefordert. Gut, wenn man dann ein Kind vor sich hat, das sowieso gerne aus sich heraus geht…

Fragen? Anregungen? Buchungswünsche? 😉 Hier ist mein Kontaktformular.

Wiederholungstäter

Ich freue mich ja immer sehr über Kunden, die sich immer noch mal wieder melden, um meine Dienste in Anspruch zu nehmen. So war das auch in diesem Fall. Gut, es war durchaus absehbar, dass ich nach dem Babybauchshooting von der Familie noch einmal angefragt werden würde, wenn denn der Nachwuchs geschlüpft ist. Aber der Freude über den Folgeauftrag tat das keinen Abbruch, denn letztlich ist das ja die ultimative Bestätigung, dass man beim letzten Auftrag wohl was richtig gemacht hat.

So fand ich mich dann wenige Wochen nach dem Babybauch-Termin zu einem weiteren Homeshooting bei der Familie ein, um den frisch geschlüpften Nachwuchs ins rechte Licht zu rücken.

Der wohl größte Vorteil bei Rückkehr in eine schon bekannte Location ist ja, dass ich als Fotograf deutlich zielgerichteter packen kann. Ich wusste in diesem Fall direkt, dass der große runde Liegesessel der Familie einen 1A-Posing-Unterbau für das neugeborene Kind sein würde, und ich diesbezüglich schon mal kein eigenes Material mitzubringen hatte.

Das Setup für die Babyfotos war dementsprechend schnell fertig gestellt: Ich konnte einfach eine weiße Decke über die Sitz- oder besser: Fläzgelegenheit legen, diese am rückwärtigen Ende auf einem kleinen Stativgestell in T-Form festklipsen, und schon hatte ich eine hervorragende Fotokulisse für das Baby. Dann noch die große Octabox schön seitlich ans Set heranstellen, denn weiches Licht ist hier absolut angebracht („Babies are soft and cuddly. Light accordingly.“ – Joe McNally in seinem Buch „The Moment it clicks“) und schon steht das Lichtsetup. Die Aufhellung ergibt sich dabei durch die weiße Decke, auf der das Baby liegt, vollautomatisch.

Von der anderen Seite noch den Heizstrahler in Position bringen, denn der Komfort des Babys ist bei so einem Shooting natürlich super wichtig.

Schließlich noch ein Plätzchen für die Mutter übrig lassen, damit sie ihr Baby während des Shootings im Set sichern kann, selber aber für die Kamera unsichtbar ist. Denn eines steht natürlich in der Prioritätenliste WEIT vor Lichtposition, Kamerawinkel und allem anderen technischen Kram: die SICHERHEIT des Kindes. Insbesondere bei den Fotos, wo der Zwerg auf dem Schaffell im Jutekorb liegt (siehe Beitragsfoto oben), war es unerläßlich, dass die Mutter immer eine Hand am Kind haben konnte. Selbst wenn – wie hier – Untergrund und Set völlig stabil sind, und aufgrund des Alters des Kindes plötzliche Gewichtsverlagerungen kaum zu erwarten sind, gehe ich da immer auf mindestens 200% Sicherheit.

Mit diesen Grundsätzen war es dann auch ein schönes entspanntes Shooting mit einigen tollen Ergebnissen. Und dass ich der Familie bei der Bildübergabe auch gleich ein paar Kühlschrankmagnete mit Fotos vom Shooting übergeben konnte, kam auch gut an.

Und dass der Vater eine plötzlich ansteigende äußerliche Hautfeuchte auf seinem Arm zu verzeichnen hatte, auf dem das zu diesem Zeitpunkt nackte Baby lag, war auch nicht weiter überraschend. Jedenfalls für mich – denn erfahrungsgemäß gehört das bei einem Babyshooting einfach mal zu den üblichen Risiken und Nebenwirkungen für den oder die jeweilige(n) Babyhalter(in)… 😉

Bilder an den Kühlschrank…

Mal eine kurze Frage: Hast Du zufällig einen Kühlschrank mit metallener Außenhaut? Oder eine Metall-Pinnwand? Oder eine sonstige Metalloberfläche in der Wohnung?

Dann hätte ich vielleicht einen schnellen Tipp für Dich, wie Du schnell und unkompliziert Deine aktuellen Lieblingsfotos und/oder Urlaubserinnerungen ständig im Blick haben kannst:

Fotomagnete

Solche wie oben abgebildet, zum Beispiel.

Wir haben hier bei uns einen Kühlschrank. Ich weiß, das ist an sich wenig überraschend. Der Punkt ist, dass dieser Kühlschrank im Wesentlichen tapeziert ist mit Postkarten, Kinderkunstwerken und was man sonst noch alles so an eine Familienpinnwand heftet. Irgendwann haben wir auch einmal angefangen, Motivmagnete von den diversen Urlaubsorten mitzubringen. All das findet sich zu einem leicht überladenen Gesamtkunstwerk mit Kühlfunktion zusammen.

Und dann bin ich eben neulich über einen Anbieter von Fotomagneten gestolpert. Sofort war ich begeistert von der Idee, eine Auswahl eigener Bilder an den Kühlschrank zu pappen und sie so tatgtäglich im Blick zu haben. Eine kurze Recherche im Internet ergab, dass es derzeit wahrlich keinen Mangel an Anbietern für diese Art von Fotoprodukt gibt. Egal, ob das jetzt die dünnen, flexiblen Fotomagnete sind, die ich bei diesem Anbieter hier bestellt habe, oder Blechmagnete, oder welche mit Acryl- oder Kunststoffüberzug. Die einfache Suche nach „Fotomagnet“ schüttet eine wahre Flut von Anbietern heraus

Als kleines Goodie für die Fotoübergabe nach einem Auftragsshooting – in dem Fall ein Babyshooting – haben diese Teile auch schon für eine schöne Überraschung und viel Freude beim Kunden gesorgt. Es ist halt doch immer was anderes, wenn man die Fotos seinen Kunden nicht nur digital, sondern eben auch in ‚begreifbarer‘ Form übergeben kann.

Die Magnete haben hier einen Platz an prominenter (und nicht anderweitig verhangener) Stelle an unserem Pinnwand-Kühlschrank erobert und sorgen hier jeden Tag für eine kleine, nette Erinnerung an einen der letzten Urlaub.

Einfach eine schöne Sache, wie ich finde.

Warum eigentlich ein Homeshooting?

Wie ich in diesem Blog ja schon mehrfachst schrieb, unterhalte ich kein eigenes Fotostudio, sondern mache den Großteil meiner Shootings bei meinen Kunden zu Hause als sogenanntes Homeshooting. Alle Fotos oben über diesem Beitrag sind bei Homeshootings entstanden. Heute wollte ich mal ein paar Worte darüber verlieren, warum das für Dich – meiner Kundin/meinem Kunden – viele Vorteile hat.

Vorteil 1:

Du musst Dich nicht auf den Weg machen.

Das meine ich zunächst mal ganz buchstäblich: Du bleibst einfach gemütlich daheim, in Deiner gewohnten Umgebung, bei Deiner gewohnten Kaffeemaschine, Deinem Lieblingssessel, etc.. Für viele meiner Kunden – in 99,9 v.H. der Fälle sind das ja „Nicht-Modelle“ –  ist die gewohnte Umgebung ein ganz entscheidender Wohlfühl-Faktor. Denn Du begibst ja schon völlig absichtlich in eine absolut ungewohnte Situation, indem Du Dich zum „fotografiert-werden“ vor meine Kamera stellst. Da ist es gleich mal deutlich angenehmer, dies ‚wenigstens‘ in der gewohnten Umgebung zu tun. Zudem entfallen Anfahrtzeiten, entsprechender zeitlicher Vorlauf, Staugefahr, Parkplatzsuche und was eben noch so mit einer eigenen Anreise zusammenhängt.

Im Falle eines Familienshootings mit Babys und Kleinkindern musst Du Dir keine Gedanken machen, wie sich die ungewohnte Umgebung auf die Laune Deines Nachwuchses auswirkt. Vor allem entfällt die oft mit erheblichem Stress verbundene Notwendigkeit, den Nachwuchs zeitgerecht abgefrühstückt, angezogen und ins Auto gepackt zu haben.

Vorteil 2:

Du musst nicht packen und schleppen.

Die Frage des „Was ziehe ich denn an“ ist – je nach Art des Shootings sicherlich in unterschiedlicher Intensität – eine der größeren Herausforderungen, die Dich (bzw. uns) vor dem Shooting beschäftigen. Dazu gibt es von mir natürlich im Vorfeld auch immer ein paar hilfreiche Tipps, aber den Inhalt Deines Kleiderschranks kennst zunächst mal nur Du. Das bleibt auch bestehen und entfällt nicht dadurch, dass wir das Shooting bei Dir zu Hause machen. Der entscheidende Punkt ist nur: Du musst Deine Auswahl nicht im Vorfeld packen und schleppen. Du musst Dir keine Sorgen um die Knitterfreiheit der Kleidung machen. Vor allem aber bist Du beim Shooting nicht auf Deine Auswahl festgenagelt. Wenn wir bei Dir zu Hause fotografieren, ist es immer nur ein kurzer Weg zum Kleiderschrank, Schmucktresor oder dem Schuhlager.

Im Falle eines Familienshootings mit kleinen Kindern oder Babys musst du zudem nicht den ganzen Kram einpacken, der bei jeder noch so kleinen Fahrt mit den Kindern nötig ist. Kuschelsachen und Wickeltasche müssen nicht zusammengesucht werden. Und die Frage, wieviel Prozent der Spielzeugabteilung mitgenommen werde müssen, steht auch nicht zu Diskussion. Das nimmt für Dich eine ganze Menge Stress aus dem unmittelbaren zeitlichen Vorlauf des Shootings heraus.

Fazit der ersten beiden Punkte:

Packen, Schleppen, Anreisen und Parkplatzsuche sind bei einem Homeshooting allein meine Sache 🙂

Vorteil 3:

Die Fotos sind persönlicher.

Ganz oft nutze ich Elemente der jeweiligen Wohnung als Kulisse. Diese Kulisse hält sich zwar dezent im Hintergrund, drückt dem Foto aber eben doch den Stempel der Wohnlichkeit auf. Infolgedessen findest nicht nur Du Dich in meinen Fotos wieder, sondern auch Auszüge Deiner Behausung. Das verleiht den Fotos automatisch Individualität und Spuren von DEINEM Wohnstil. Die oft etwas sterile oder künstlich wirkende Studioatmosphäre passt ja nicht unbedingt zu jedem Foto und wird dadurch von vornherein vermieden.
Aber natürlich kann ich – wenn das denn gewünscht ist – mittels eines Hintergrundsystems auch bei einem Homeshooting in Deinem Refugium einen Studiolook erzeugen, also jeglichen individuellen, räumlichen Kontext ausblenden und dadurch eine neutrale Basis für die Fotos schaffen. Damit stehen uns bei einem Homeshooting alle Möglichkeiten offen; das Beste aus beiden Welten sozusagen.

Vorteil 4:

Die Pausenzeiten sind optimaler nutzbar.

Bei jedem Fotoshooting gibt es Pausen. Egal, ob gerade ein anderes Set aufgebaut werden muss, oder ob im Falle einer Familie oder Gruppe gerade Einzelporträts dran sind, und der Rest der Familie/Gruppe dementsprechend gerade ein wenig Auszeit hat: Bist Du in so einer Situation in einem Studio, stehen Dir in der Regel nur sehr begrenzte Möglichkeiten zur Entspannung und/oder Zerstreuung zur Verfügung. Zuhause ist das anders: Da kannst Du – was Deine Pausengestaltung angeht – aus dem Vollen schöpfen. Das fördert das Wohlbefinden und die Entspannung und trägt zum Gelingen des Shootings bei.

Um den Blick nochmal auf ein Familienshooting mit Kindern zu lenken: Die Kinder haben in den Pausenzeiten das volle Programm der gewohnten Beschäftigungsmöglichkeiten zur Verfügung. Mal eben eine Mahlzeit für das Baby zubereiten oder eine Runde stillen? Was „on Tour“ auch bei guter Vorbereitung oft suboptimal ist, wird auf einmal völlig unproblematisch. Das trägt in aller Regel deutlich zur Entspannung von Kindern und Eltern bei.

Vorteil 5:

Es ist mehr Flexibilität möglich

Vielleicht möchtest Du ja nicht nur Fotos von Dir, sondern auch zusätzlich mit einem Freund/einer Freundin. Oder mit der erweiterten Familie. Oder wem auch immer. Jedenfalls wäre das bei einem Homeshooting absolut kein Problem. Wir klopfen den Zeitrahmen des Shootings halbwegs fest, und Du sagst den Freundinnen/Freunden/Familienmitgliedern einfach, wann sie denn idealerweise mal vorbeikommen sollen. Und während mit einem Teil noch die letzten Fotos gemacht werden und ich dann das Fotozeug wieder aus Deinem Heim zusammensammle, kannst Du mit Freunden und/oder Familie schon den Grill anwerfen oder die Kaffeetafel richten, oder was auch immer ihr nach dem gemeinsamen Erlebnis eben so noch vorhabt. Auch das wäre bei Besuch eines Fotostudios umständlicher zu organisieren und vor allem wären die Übergänge von „Fotoshooting mit Freunden“ zu „Grillen mit Freunden“ (oder was auch immer) nicht so flüssig.

Du siehst, es spricht wirklich viel für ein Shooting bei Dir zu Hause. Und mach Dir keine Sorgen, ob Dein Haus/Deine Wohnung wohl für ein Shooting geeignet ist. Natürlich erfordern manche Fotos ein gewisses Maß an verfügbarem Raum: ein Gruppenfoto mit 25 Personen geht halt schlecht in einem 5-Quadratmeter-Raum. Aber im Prinzip gilt auch hier der Spruch „Platz ist in der kleinsten Hütte“.
Ich muss natürlich im Vorfeld so ungefähr wissen, worauf ich mich einlasse. Ab dann ist alles andere nur noch eine Sache der richtigen Planung.

Und falls Du Dich fragst, wie es denn überhaupt möglich sein soll, bei Dir zu Hause Fotos in „Studio-Qualität“ anzufertigen, habe ich eine ganz einfache Antwort für Dich:

Das Studio kommt zu Dir nach Hause. Mit allem, was dazugehört.  Ein ‚Fotostudio‘ an sich ist ja kein magischer Raum, der Grundvoraussetzung für gelungene Fotos ist. Ein Fotostudio ist halt einfach nur ein Raum, in dem ein gewisses Maß an fotografischem Equipment vorhanden ist, das von jemandem bedient wird, der damit auch etwas anzufangen weiß. Nicht mehr, und nicht weniger. Und das geht eben grundsätzlich in jedem Raum, auch in Deinem Wohnzimmer.

Und wenn Du noch mehr Lesen möchtest, habe ich hier mal ein paar Links zu weiteren Blogbeiträgen zusammengestellt, die im Zusammenhang mit Homeshootings stehen, und zwar:

> über ein ‚einfaches‘ Business-Porträt

> über ein minimalinvasives Familienshooting

> über ein Dessous-Shooting auf engstem Raum

Also dann: Bis bald, hier im Blog oder/und mit meinem portablen Fotostudio bei Dir zu Hause.

Blitzlicht und Kinderaugen – Ist das nicht schädlich?

Gelegentlich fragen mich Eltern bei der Vorbesprechung für ein Babyshooting, ob ich ihren kleinen Sonnenschein mit Blitzlicht fotografieren würde.
Hintergrund dieser Frage ist die Sorge, dass das Blitzlicht den Augen des Kindes schaden könnte.

Klar, jeder hat das schon mal erlebt: Unversehens wird man fotografiert, der Blitz (bzw. die LED-Leuchte des Mobiltelefons) flammt auf und es wird unangenehm hell in den Augen. Oft sogar begleitet von einem Blitzgeflacker unmittelbar vor dem eigentlichen Foto, weil diese Funktion zur automatischen Reduktion des „Rote-Augen-Effekts“ ja soooo praktisch und daher ständig aktiviert ist, oder dank Motiverkennung automatisch anspringt.

Ja, tatsächlich: Das ist unangenehm.

Und zwar vor allem deswegen, weil einem hierbei eine winzige aber leuchtstarke Punktlichtquelle direkt auf der Kameraachse mitten in die Pupillen leuchtet. Als Fotografierte(r) schaut man also unmittelbar in die Lichtquelle hinein.
Auf diesem allseits bekannten und als unangenehm empfundenen Erlebnis, gepaart mit der generellen Sorge um das Wohlergehen des Nachwuchses und gefördert von den auf solidem Halbwissen basierenden Internet-Ratschlägen, lieber doch vorsichtig zu sein, gedeiht die blitzlichtbezogene Sorge um das Augenlicht des Nachwuchses natürlich prächtig.

Es ist also einfach mal sehr gut nachvollziehbar, dass sich Eltern darum Gedanken machen.

Aber stimmt es denn nun, dass Blitzlicht für Kinderaugen ein Problem ist?

Ganz klare Antwort: Nein.

Denn erstens ist „unmittelbares Anblitzen“ absolut NICHT der Standard bei einem professionellen Fotoshooting.

Da wird das Blitzlicht meist über Schirme, Softboxen oder andere Lichtformer gestreut, so dass sich der oder die Fotografierte keinem extrem hellen Lichtpunkt gegenüber sieht, sondern eher einer großen, leuchtenden Fläche. Als Vergleich kann man sich den direkten Blick in die Sonne (= unangenehm helle Punktlichtquelle) gegenüber dem Blick auf eine leichte Wolkendecke (= gestreute, diffuse Lichtquelle) vorstellen. Das trifft es ganz gut.

Dazu kommt, dass das Licht meist nicht unmittelbar auf der Kameraachse – also tendenziell der Blickrichtung der/des Fotografierten – sitzt, so dass eine ganze Menge Licht gar nicht erst durch die Pupille ins Auge gelangt.

Und zweitens ist selbst ein direkter, unverstellter Blitz eines handelsüblichen Blitzgerätes zwar im Zweifel unangenehm (und wird deshalb von Profis eher vermieden), aber immer noch weit weg von gesundheitsschädlich.

In diesem Artikel der Internet-Aufklärer von mimikama – einer Seite übrigens, die jede(r) Internetnutzer(in) kennen sollte – kommt zu diesem Thema unter Anderem Dr. Arndt Gutzeit vom Berufsverband der Augenärzte Deutschlands e.V. zu Wort:

Blitzlicht ist ein sehr helles Licht und trifft, weil man es meist in der Dunkelheit gebraucht, auf Augen mit weiten Pupillen. Kinderpupillen sind weiter als Erwachsenenpupillen.

Es kommt also eine recht große Lichtmenge in die Augen des abzulichtenden Säuglings, da besteht kein Zweifel, aber nur für einen extrem kurzen Zeitraum. Die Pigmentschicht des Säuglingsauges ist weniger intensiv gefärbt, absorbiert also weniger Strahlen als die eines älteren Auges.

Die Dauer der Lichtexposition ist extrem kurz.

Diese beiden Faktoren limitieren die Gefährdung für die Säuglingsaugen.
Bei Augenoperationen, besonders, wenn die Netzhaut angegangen wird, muss man mit sehr grellem Licht arbeiten, welches der Helligkeit von Blitzlicht entspricht. Eine Operation dauert zwischen 30 und 90 Minuten. Einen Dauerschaden wegen zu langem und zu hellem Licht können wir nach solchen Operationen nicht beobachten, obwohl die Lichtmengen 1000fach größer sind als bei einer Blitzlichtaufnahme.

Kurze, blitzartige Lichtmengen können durchaus die Augen schädigen. Dann muss das Licht aber noch 100-500mal stärker sein als Blitzlicht. Dies ist der Fall bei Laserlicht. In der Augenheilkunde benutzen wir Laserlicht um punktförmige Verbrennungen an der Netzhaut zu erzeugen, die eine Heilwirkung haben. Die Energie des Laserlichtes ist 100 bis 500mal stärker als das Fotoblitzlicht.
Man hat viele und gute Erfahrungen, welche Lichtmengen notwendig sind, um eine Verbrennung an der Netzhaut zu erzeugen. Solche Lichtmengen werden von Blitzlichtgeräten nicht erzeugt. Sie können Ihren Säugling also mit ruhigem Gewissen auch mit Blitzlicht fotografieren.

Also, ganz klar: Entwarnung für das Augenlicht.

Kinder mit Blitzlicht zu fotografieren hat keinerlei gesundheitliche Folgen. Außer ein Blitzgerät fällt vom Stativ und einem Kind auf den Fuß. Das ist jetzt hier aber mal nicht das Thema.

Natürlich kann es dennoch vorkommen, dass ein Kind vom Blitzlicht irritiert wird oder den Blitz als unangenehm empfindet.
Das ist halt von Mensch zu Mensch ganz unterschiedlich. Aber dann wird der Blitz halt ausgeschaltet und mit Dauerlicht oder ganz einfach natürlichem Licht fotografiert. Der Grund dafür liegt dann jedoch ganz einfach darin, dass sich das Kind vor der Kamera möglichst wohl fühlen soll und nicht in einer potenziellen Gesundheitsgefahr.

Denn diese Gesundheitsgefahr gibt es nicht – allen Internetgerüchten zum Trotz.

Hast Du Fragen zu dem Thema? Oder einen anderen Standpunkt? Neueste wissenschaftliche Erkenntnisse? Schreib mir! Das würde mich nämlich sehr interessieren.