Gothic-Shooting im Homestudio

Verflucht, ist das wirklich Mai gewesen, als ich den letzten Blogbeitrag geschrieben habe? Da kannst Du mal sehen, was hier – also nicht HIER im Blog, sondern HIER bei mir so im Leben – los gewesen ist. Ein Highlight jagte das andere. Aber egal, jetzt wird nicht gejammert, jetzt wird geschrieben 🙂

In Blogbeiträgen gezählt 😉  ist es noch gar nicht lange her, als Lauryi und ich uns zum Gothic-Shooting im Krefelder Stadtwald getroffen haben (ich berichtete). Schon da war eigentlich klar, dass wir das Thema „Gothic“ auch mal im Zuge eines Studioshootings angehen wollten. Und „SCHWUPPS“, schon haben wir das erledigt. Die Kinder haben ihr Spielzimmer aufgeräumt (freier Boden reichte…) und ich habe dort das  Homestudio aufgebaut; sprich: Hintergrundsystem, diverse Blitze, Lichtformer, Kamerastativ mit Notebookplattform und was sonst noch so alles dazu gehört. Sechzehn Quadratmeter freie Grundfläche ist jetzt nicht viel, aber zumindest habe ich eine ordentliche Deckenhöhe zur Verfügung. Und mal abgesehen von Ganzkörperfotos kann man eben auch in einem kleinen Studio durchaus ein paar nette Fotos machen. Besonders gut gehen da natürlich  Oberkörper-Portraits. Aber schau selbst:

Gothic-Queen Lauryi (Facebook-Link, Instagram-Link) im Einsatz

Da das hier ja ein Fotoblog ist, natürlich ein paar fotografische Details:

Nikon D800 mit 24-70/2.8 bei f/5.6, ISO 100, t 1/125
Führungslicht von links oben mittels Jinbei HD610 und einer tiefen 70cm Octabox
Akzentlicht von hinten rechts mittels Jinbei DPs Pro 500 und einer 30x140cm Strip-Softbox mit Wabe

Wenn man es genau nimmt, ist hier das Akzentlicht eigentlich das wichtige(re) Licht. Es geht nämlich als Streiflicht über Lauryis Körper und modelliert diesen dadurch mit Licht und Schatten wunderbar nach. Das Führungslicht hat dagegen die zwar auch nicht gerade unwichtige, aber jedenfalls geradlinigere Aufgabe, Lauryis Gesicht auszuleuchten und die der Kamera zugewandte Seite des Kleides nicht in totaler Dunkelheit verschwinden zu lassen. Im Grunde also ein klassisches Zangenlicht-Setup.

Die Hauptschwierigkeit dabei liegt – wie so oft – in den Details. Hier ist es die Ausrichtung vom Körper des Models einerseits und ihrem Gesicht andererseits. Für beides gibt es Sweet-Spots, also Positionen, in denen das Licht die jeweilige Aufgabe ideal erfüllen kann, ohne dass sich die Leuchten gegenseitig behindern. Und neben einigen – auch netten, aber eben nicht ganz so idealen – Versuchen haben wir bei diesem Foto meines Erachtens genau getroffen. Ich mache das daran fest, dass zwischen den von den jeweiligen Blitzen ausgeleuchteten Zonen immer noch ein Schattenbereich ist, sich die Lichtflächen also überlagern und die für dieses Foto so wichtigen Schatten wechselseitig eliminieren. Im Gesicht kann man das wunderbar nachvollziehen.

So, genug Fototechnik-Gequatsche. Ich zeige euch einfach noch ein weiteres „Gothic-Queen“-Foto vom Shooting, dass ich sehr genial finde. Ihr könnt ja mal Tipps abgeben, wie das dann ausgeleuchtet wurde 🙂

Bis bald!