Wie läuft eigentlich so ein Homeshooting?

Ganz kurze Antwort auf die obige Frage: Ruhig. Entspannt. Und typischerweise bei Dir zu Hause. (Falls „zu Hause“ aus verschiedensten Gründen nicht günstig ist geht es natürlich auch in einer angemieteten Location, oder der Wohnung/Villa einer Freundin/eines Freundes. Jedenfalls in einem Bauwerk, das grundsätzlich einen wohnlichen Charakter hat.)

Welche Art von Fotos wir dann machen, ist grundsätzlich erstmal völlig Dir selbst überlassen. Vielleicht hast Du schon Vorstellungen, Ideen, Ansätze, die wir gemeinsam entwickeln und umsetzen können, vielleicht kann ich Dir zu ein paar Ideen verhelfen. Das ist immer ganz unterschiedlich.

Am Besten schickst Du mir gleich mal eine Anfrage, dann werden wir da schon weiterkommen.

Der große Vorteil:

Das Beste an einem Shooting bei Dir zu Hause  ist ja, dass Du nicht erst mal alle benötigten Kleidungsstücke packen und durch die Gegend schleppen musst und dann auf Deine Auswahl festgenagelt bist. Mitunter entwickeln sich die vorab besprochenen Ideen für das Styling ja auch weiter, und da ist es einfach gut, wenn der komplette Kleiderschrank – also Kleidung, Schuhe, Accessoires – uneingeschränkt und nicht von der Reise verknittert zur Verfügung stehen.

Vermutlich hast Du Dir Dein Heim ja auch so weit wie eben möglich nach Deinem Geschmack und Wünschen eingerichtet, so dass Du in Deiner Heimstatt auch ein viel besseres Wohlgefühl hast, als in einer fremden Umgebung.  Außerdem steht Dir uneingeschränkt der gewohnte Komfort Deines Heimes zur Verfügung – Deine Kaffeemaschine mit Deiner Kaffeesorte; Deine Teeauswahl, Deine Lieblingsmusik und so weiter. Gerade für „Nicht-Modelle“ ist ja das Wohlfühlen vor der Kamera „Wie läuft eigentlich so ein Homeshooting?“ weiterlesen

Die Micro-Four-Thirds-Kamera und das Vollformat

Moin. Schon laaaaange trage ich mich immer mal wieder mit dem Gedanken, eine kleine Systemkamera als Ergänzung zum Spiegelreflexsystem zu kaufen. Hier hatte ich ‚damals‘ (in 2014) schon mal ein paar Gedanken dazu aufgeschrieben.

Jetzt ist es endlich soweit: Ich habe zugeschlagen.

Im Prinzip bin ich meinen damaligen Überlegungen gefolgt, und habe mich aus Gründen des Miniaturisierungspotenzials – und zwar nicht nur bei der Kamera, sondern vor allem auch bei den Objektiven – für eine Kamera mit MFT („Micro-Four-Thirds“) Sensor entschieden. Und zwar für die Panasonic GX-80. Zusammen mit einem Allround-Zoom, dem Panasonic 14-140mm f/3.5-5.6 OIS, und zweier Festbrennweiten, dem Panasonic 25mm f/1.7 und dem M.Zuiko 45 f/1.8 von Olympus, habe ich nun ein super portables und in der Tat recht kompetentes Kamerasystem èn Miniatur.

Aber erstmal zurück auf Start, zur Ausgangssituation: „Die Micro-Four-Thirds-Kamera und das Vollformat“ weiterlesen

Was zum Teufel ist eigentlich ein „Headshot“

Tach. Neulich fragte mich jemand, was denn eigentlich die Rubrik „Headshot“ in meinem Portfolio sei. Diese Frage habe ich hier mal in verschiedene Teilbereiche aufgebrochen und natürlich dann auch direkt in einem Pseudo-Q&A-Dialog beantwortet. Viel Spaß beim Lesen:

Q: WTF ist denn eigentlich ein Headshot?

Wenn man den Begriff einfach mal übersetzt, landet man in etwa bei „Was zum Teufel ist eigentlich ein „Headshot““ weiterlesen

Den Erfolg von Ausschreibungen in Modelbörsen verbessern…

Moin. Ich hatte ja neulich hier ein paar Worte zum Thema „Wie finde ich ein Model“ verloren. Hand in Hand mit den dort aufgeführten Tipps – jedenfalls soweit sie sich auf Job- (oder TFP-) Ausschreibungen in Modelbörsen beziehen geht der heutige Beitrag, in dem es die Formulierung solcher Ausschreibungen geht.

Denn ein Grund für mangelnde Rückmeldung zu Job-Ausschreibungen in Modelbörsen oder entsprechenden Facebookgruppen beziehungsweise Absagen auf inidivduelle Anfragen bei Modellen kann in der Art der Auschreibung/Anfrage selbst liegen.

Um direkt mal mit der Tür ins Haus zu fallen:

GRUNDSATZ: Mach die Ausschreibungen / Anfragen so konkret, wie es nur geht!

Meines Erachtens gehört in jede Ausschreibung mindestens „Den Erfolg von Ausschreibungen in Modelbörsen verbessern…“ weiterlesen

Hier [wird noch] WURDE gearbeitet….

Moin liebe Blogleser. Frohe Kunde: Als letztes Puzzleteil bei der Wiederherstellung meiner Webseite nach dem Providerwechsel sind nun auch die Inhalte meines Blogs alle wieder da. Jedenfalls, was den Text angeht.

Leider muss ich noch bei jedem Blogbeitrag einzeln die Bilder und Links kontrollieren bzw. aktualisieren, woran ich natürlich mit Hochdruck arbeite. Aber wer schon mal einen Hochdruckreiniger in der Hand hatte weiß, dass auch das eben seine Zeit braucht. Und bei immerhin rund 120 Beiträgen ist das nicht mal ganz so eben im Vorbeigehen erledigt.

UPDATE: Bis zu den Blogbeiträgen von Ende Frühjahr 2015 Ende 2014 bin ich inzwischen  (von 2017 aus beginnend) vorgedrungen. Noch ein paar Sitzungen, dann ist wieder alles unter Dach und Fach und das Lesevergnügen völlig ungetrübt.

Fehlende Bilder und kaputte Links bei den noch nicht auskurierten Blogbeiträgen bitte ich bis dahin zu verzeihen.

UPDATE 2: Sodele, endlich sind alle Blogbeiträge überarbeitet. Bald geht es endlich wieder mit frischem Content weiter….

Hilfe! Wie komme ich bloß an Modelle? Eine Antwort.

Immer mal wieder stolpert man im Internet über den Hilferuf „Wie komme ich bloß an Modelle?“ Fragesteller sind meist werdende Fotografen, die anfangen (wollen), Menschen zu fotografieren, aber offenbar ratlos sind, wie sie an Fotomodelle kommen, um [   ] tolle,   [   ] schöne,  [   ] aussagekräftige (jeweils Zutreffendes bitte ankreuzen) Fotos zu erstellen.

Auf diesen Hilferuf in Sachen „Modelle finden“ gibt es (auch immer wieder) eigentlich nur eine einzige, völlig banale und simple Antwort: „FRAG DOCH EINFACH“. An sich ist damit alles gesagt, aber weil die Häufigkeit der Fragestellung vermuten lässt, dass das ein verbreitetes und für viele ein ernstes Problem ist, führe ich das mal noch ein bißchen aus. Wenn Du also eine(r) von denjenigen bist, die vor genau diesem Problem stehen: Dieser Blogpost ist für Dich.

OPTION (A) – der Freundeskreis

Hast Du Jungs und/oder Mädels im Freundes- oder Bekanntenkreis (und damit meine ich nicht Facebook sondern den echten Freundes- und Bekanntenkreis – so mit echten, regelmäßigen Live-Kontakten und so), die aus Deiner Sicht als Übungssubjekte in Frage kommen, frag doch erstmal dort an. Am besten ist die Wahrheit: „Hey, ich möchte anfangen, in die Menschenfotografie einzusteigen und würde gerne dies und jenes ausprobieren. Tolle Ergebnisse kann ich nicht zwingend garantieren, aber ich werde mir den A**** aufreißen, es so gut wie möglich zu machen. Bist Du dabei?“

Bei Freunden und Bekannten sollte da doch was gehen, jedenfalls dann, wenn Du Dich ehrlich, tatsächlich und erkennbar bemühst. Und wenn Du natürlich als Dankeschön anschließend einen ausgibst :-). Das ist auf alle Fälle Deine erste und einfachste Möglichkeit, um ein bißchen Übung zu bekommen, um Deinen Freunden und Bekannten zu guten Fotos und um Dir zur ersten Referenzbildern zu verhelfen, auf denen Du dann aufbauen kannst. Und übrigens: Die Reihenfolge im vorherigen Satz ist übrigens nicht zufällig. Ohne Übung wird das alles nichts, die brauchst Du einfach. Und meines Erachtens ist die Motivation, den Freunden (Bekannten, Kunden) zu bestmöglichen Fotos zu verhelfen, der bestmögliche Motor für tolle Ergebnisse – die dann eben sekundär auch gut für die Eigenwerbung sind.

OPTION (B) – MODELBÖRSEN

Option B wäre eine Ausschreibung auf einer Modelplattform. Egal, ob es jetzt die berühmt-berüchtigte Model-Kartei ist oder eine der zahllosen Modelgruppen auf Facebook (z.B. Modelnest, Modelbox, Foto Shooting Börse, 100% TFP 2.0, und viele andere mehr). Klar, als fotografischer Neuling ganz ohne Referenzbilder, die Dein fotografisches Level dokumentieren, hast Du hier im Zweifel schlechte Karten. Aber hey, man weiß ja nie, ob nicht gerade ein Newcomer-Model in Deinem PLZ-Bereich loslegt und sich auf ein Testshooting einlässt. Freundlich(!) fragen kostet jedenfalls nichts. Hast Du vielleicht schon das eine oder andere vorzeigbare Foto, steigen Deine Chancen natürlich. Auch hier gilt aber unbedingt: Bei der Wahrheit bleiben. Wenn Du gerade erst anfängst, mach das klar und sprich gezielt anfangende Modelle an. So könnt ihr beide an euch üben und nach verbessern. Klar, ein erfahrenes Model ist für einen Anfänger/eine Anfängerin natürlich insofern besser, als dass er oder sie sich dann nicht soooo sehr um Posing und Ausdruck kümmern muss, sondern das Modell im Zweifel auch erstmal sein oder ihr Ding machen lassen kann. Aber damit sind wir schon bei der nächsten Option:

Option (C) – Kohle auf den Tisch.

Die nächste Möglichkeit ist dann nämlich ebenfalls offenkundig: Bezahle ein erfahrenes Model. Mach eine Ausschreibung auf einer Modelplattform als Payjob, oder such Dir ein paar Modelle aus und schreibe diese gezielt an. Anscheinend ist es für einige eine völlig revolutionäre Idee, um an ein Modell zu kommen….  Aber wie schon angedeutet: Gerade wenn Du anfängst und Du Dich erstmal noch sehr auf die Technik konzentrieren musst oder Du Dich in einen neuen Aufnahmebereich einarbeiten möchtest, ist ein erfahrenes Pay-Model grundsätzlich eine enorme Erleichterung. Du musst Dir einfach zunächst mal wenig(er) Sorgen um Ausdruck, Pose etc. des Modells machen, denn diesbezüglich sollte ein solider Grundstock auf alle Fälle erstmal da sein. Das wird im Zweifel natürlich nicht zwingend bis ins I-Tüpfelchen zu Deiner Vorstellung passen, aber daran kannst Du ja feilen, wenn Du die neue Technik oder den neuen Aufnahmebereich ein bißchen im Griff hast.

Genau so habe ich das zum Beispiel gemacht, als ich den Aufnahmebereich Boudoir/Dessous für mich erschließen wollte. Ich habe mir in der Model-Kartei ein Modell aus meinem Einzugsbereich gesucht, das ansprechende Referenzfotos und gute Shootingbewertungen hatte, und habe bei ihr einfach mal angefragt. Schon eine oder zwei Wochen später hatten wir einen Shootingtermin. Darüber hatte ich hier in meinem Blog mal in dem Artikel „Ich hole dann mal die Handschellen…“ geschrieben. Und das hat dann eben 50 €/Stunde gekostet, das war es aber allemal Wert! Denn sofort nach diesem ersten Shooting in diesem Aufnahmebereich hatte ich eine ganze Reihe verschiedener Fotos beisammen, die ich nutzen und mit denen ich werben konnte.

Es gibt auch Modelle, die explizit Coachings für Fotografeneinsteiger anbieten. Man muss halt nur bereit sein, die Arbeit des Modells und den Gegenwert, den man da erhält, auch entsprechend zu honorieren.

Option (D) – Workshops

Option D – die völlig parallel zu A bis C läuft – sind natürlich Workshops. Fotoworkshops gibt es ja in der Tat zu Hauf und für jegliche Erfahrungsstufe. Und nein, ich meine keine Online- oder Videokurse. Die sind zum Lernen der Theorie und der Grundlagen oder bestimmter Spezialitäten gut und hilfreich. Aber um Praxistipps sowie eigene Praxiserfahrung unter qualifizierter Aufsicht zu bekommen, helfen natürlich nur Workshops in Form von tatsächlichen, persönlichen Zusammentreffen von Menschen mit dem gemeinsamen Ziel der fotografischen Fortbildung. Vornehmlich eben solche, die einen (großen) Praxisteil beinhalten, denn die theoretischen Grundlagen kann man sich ja (siehe Videokurse) in aller Regel auch ganz gut im Heimstudium aneignen. Auf dem Workshop selber kann man dann entweder gezielt neue Techniken kennenlernen und ausprobieren, oder man sieht sie einfach als Shootinggelegenheit mit Vollservice, weil ja Modell, Visa und Location durch den Workshopleiter für Dich organisiert werden. Sobald man vom Grundsatz her mit der Kamera und ein bißchen Lichtsetzung vertraut ist, sind es sowieso eher die kleinen Tipps und Tricks, die man sich entweder beim Workshopleiter abschauen kann, oder die vielleicht gezielt thematisiert werden. Das ist dann der eigentlich wichtige Kram, den man auf einem Workshop lernen kann.

Und ja, auch das kostet dann halt Geld. Aber neben der Investition in Kamerazeug ist ja wohl die Investition in die eigenen Fähigkeiten das Wichtigste, um fotografisch weiter zu kommen. Und niemand hat je behauptet, Fotografie wäre ein total günstiges Hobby…..

Was ist also das Problem?

Das eigentliche „Problem“ an dem Thema „Modell finden“ ist meines Erachtens nicht unbedingt, dass es nicht unendliche Mengen von Mädels und Jungs gäbe, die sich mal als Fotomodell ausprobieren wollen und sich gerne auch einem lernenden Fotografen zur Verfügung stellen. Denn die vier Optionen, die ich oben aufgeschrieben habe, sind ja weder bahnbrechend neu noch unglaublich innovativ, sondern sollten sich eigentlich jedem denkfähigen Wesen unmittelbar erschließen. Das eigentliche Problem scheint mir vielmehr zu sein, den Schritt aus dem Schneckenhaus heraus zu wagen und einfach mal „zu machen“. Klar, bis zu einem gewissen Punkt kann ich Fotografie – jedenfalls die Theorie und ein paar grundsätzliche Praxisdinge – isoliert für mich im stillen Kämmerlein lernen. Wenn man da ein bißchen introvertiert oder schüchtern veranlagt ist, hat man da kein Problem. Und das ändert sich auch nicht, wenn man sich auf Landschafts- oder Makrofotografie als Hauptgebiet festlegt.

Aber wenn es darum geht, in die Fotografie von Menschen einzusteigen, kommt man halt unweigerlich an den Punkt, wo man eben aus dem Kämmerlein und sich selbst mal heraus gehen und soziale sowie kommunikative Fähigkeiten aufbringen und/oder entwickeln muss. Und ganz ehrlich? Die Lösung dafür wirst Du nicht im Internet finden, sondern einfach nur, indem Du ganz einfach mal Deinen Blick vom Monitor löst, Dir einen Ruck gibst und den Hintern von der gerade aktuellen Sitzgelegenheit erhebst. Nur selber machen bringt Dich da weiter.

„Und was, wenn der- oder diejenige ‚NEIN‘ sagt?“ höre ich Dich fragen. Ja dann frag halt den oder die nächste. Es gehört einfach mal dazu, dass man sich die eine oder andere Absage einfängt, das ist auch nicht unbedingt persönlich gemeint, sondern primär eine Frage der richtigen Zielgruppe Deiner Anfrage. Gerade bei TFP-Anfragen müssen ja immer beide Seiten was von der gemeinsamen Arbeit haben. Denn wenn Du als Anfänger in der Fotografie von Menschen zum Beispiel eine TFP-Anfrage in Richtung erfahrenen und gut gebuchten Models sendest, wird im Zweifel ein: „Tut mir leid, da bist Du bei mir falsch.“ die Antwort sein. Das hat nichts mit Unfreundlichkeit oder Arroganz zu tun, es ist einfach nur das Ergebnis einer objektiven Abwägung. Denn warum sollte ein erfahrenes Model, zu dem Du sonst keine persönliche Beziehung hast, seine Zeit opfern, wenn es nur wenig Aussicht auf tolle Fotos oder zumindest ein solides Honorar hat? Wie also kommst Du dazu, als unerfahrener Fotograf mit einem erfahrenen Model zusammen zu arbeiten? Ganz einfach: Mach einen Payjob draus.

Ein anderer Grund für mangelnde Rückmeldung zu Deinen Ausschreibungen in Modelbörsen oder entsprechenden Facebookgruppen bzw. Absagen auf Anfragen bei Modellen kann in der Art der Auschreibung/Anfrage selbst liegen. Dazu werde ich mich dann mal im nächsten Blogpost auslassen. Also: Stay tuned, es geht bald weiter.

So, jetzt hast Du wieder an einem Monitor gehangen und etwas mehr als 1500 Worte gelesen. Und nun sieh mal zu, dass Du auf die Füße kommst und loslegst. Und zwar sofort und nicht erst „morgen“…..  Viel Spaß und viel Erfolg!

Wissenswertes für ein Babyshooting – Teil 5: Risiken und Nebenwirkungen

Nun habe ich mich in den letzten Wochen ja schon ein wenig über Wissenswertes für ein Babyshooting ausgelassen. Hier ging die kleine Reihe los. Heute möchte ich noch ein paar abschließende Worte zum Thema Risiken und Nebenwirkungen loswerden:

Risiko: Erkrankung

Wer schon ein Kleinkind im Haus hat, das in eine KiTa oder zu einer Tagesmutter geht kennt das: Es gibt Zeiten, da scheint eine Erkältung nie zu enden oder nahtlos vom nächsten Infekt abgelöst zu werden. Und typischerweise hat die ganze Familie was von den Krankheitserregern, die dann ins Haus geschleppt wurden. Überlege Dir bitte dennoch gut, ob Du im Falle einer Erkrankung – auch wenn es „nur ein leichter Schnupfen ist“ oder der Zustand der „Halbgesundheit“ erreicht ist und „es schon geht“ – ein Fotoshooting durchziehen willst, oder ob nicht eine Verlegung des Termins sinnvoll ist. Selbst wenn Du Deinen Schnupfen als „nicht so dramatisch“ einschätzt (Du bist schließlich Mutter und damit per Definition nicht mehr krank…) oder Dein Mann versprochen hat, sich todesmutig seiner Männergrippe zu widersetzen, fühlst Du Dich bzw. er sich einfach nicht so gut, wie im gesunden Normalzustand. Das wird man Dir bzw. ihm im Zweifel auch ansehen.

Erst recht gilt das für kranke Kinder – und unter diesen besonders für Babys. Dabei ist ein Schnupfen und die laufende Nase selber gar nicht so dramatisch (wobei eine verstopfte Nase bei Babys ja schon echt fies für die armen Minimenschen – und damit auch für den Schlaf der Eltern – ist). Aber das Kuschel- und Ruhebedürfnis des Kindes und je nach Typ auch die Sensibilität gegenüber Veränderungen und die allgemeine Jammerigkeit steigen auch bei einer nur leichten Erkrankung üblicherweise stark an. Und das sind dann ganz einfach ungünstige Grundvoraussetzungen für ein Fotoshooting.

Klar können wir „es durchziehen“, wenn es „nicht so schlimm ist“. Aber Du wirst auf den Fotos später im Zweifel Deinem Kind immer ansehen, dass es beim Fototermin krank war. Einfach, weil es vielleicht nicht so lebhaft war wie sonst, weil es nicht so richtig strahlt oder nicht so niedlich geschaut hat, wie es das im gesunden Zustand sonst immer macht.

Meine ganz klare Empfehlung also: Besser eine Terminverschiebung in Kauf nehmen als im halbgesunden Zustand ein Fotoshooting durch zu ziehen.

Nebenwirkungen unbekleideter Babys

Wer kennt es nicht: Das Foto vom unbekleideten Baby, das friedlich auf Vaters Unter-arm schlummert und liebevoll von seinen Eltern bewundert wird. Sozusagen einer der Klassiker unter den Babyfotos. Oder die zahllosen anderen, zweifellos niedlichen Fotovarianten, in denen das Baby nackt und bloß – so wie es eben auf die Welt gekommen ist – fotografiert wird. Spätestens nach ein paar Tagen Babyerfahrung dürften Dir die Risiken und Nebenwirkungen eines windellosen Babys völlig klar sein. Inklusive der Tatsache, dass so einige Babys offenbar das Ausziehen der Windel als Signal für die Reststoffentsorgung ansehen. Und nein, das Baby wird sich nicht zurückhalten, nur weil es sich in einem Fotoset befindet. Das ist dem neuen Erdenbürger völlig egal. Kalkuliere also einfach mal ein, dass Du (und/oder das Fotoset, also im Zweifel Deine Couch) bei so einem Foto von Deinem Baby mindestens einmal nassgemacht wirst/wird und freu Dich, wenn es bei klaren Flüssigkeiten bleibt.

Und nein: Wenn Du solche Fotos von Deinem Baby haben möchtest, ist es keine Option, zur Vermeidung von Unfällen einfach mal die Pampers am Kind zu lassen. Die ist in der Regel immer irgendwie im Foto und auch nicht nachträglich heraus retuschierbar. Und ein Foto eines bis auf die Pampers nackten Babys sieht einfach nur nach „Gewollt und nicht gekonnt“ aus. In dieser Situation gilt schlichtweg der altehrwürdige Wahlspruch „Ganz oder gar nicht.“ Im Falle von „GANZ“ dann eben auch mit allen Risiken.

Deine Entscheidung 😉

Nebenwirkungen eines Homeshootings

Wenn ich mit meinem Fotostudio zu Dir nach Hause komme, wird zugleich notwendigerweise eine  gewisse temporäre Unordnung einkehren. Denn irgendwo muss ich ja das nötige Material wie Blitzgeräte oder Lampen, Stative, Reflektoren, Accessoires erstmal lassen. Und das eine oder andere davon wird dann ja auch aufgebaut und genutzt. Beim Shooting gilt halt die Maxime, dass es in dem Bereich, der nachher auf dem Bild zu sehen ist, hinreichend aufgeräumt und Elemente sinnvoll strukturiert angeordnet sind. Unmittelbar außerhalb dieses Fleckchens werden sich dann im Zweifel aber diverse Lichtstative und andere Halter und Accessoires tummeln, die nötig sind, um das Licht für das Foto bestmöglich zu steuern.
Das kann für einen unvoreingenommenen Betrachter schon mal nach leichtem Chaos aussehen, hat aber System. Ich verspreche auch, dass spätestens mit Verlassen Deiner Bleibe die fototechnisch bedingte Unordnung wieder auszieht. Einen kleinen Einblick in die Realität eines Fotoshootings außerhalb des eigentlichen Bildausschnitts geben die nachfolgenden Bildpaare. Die hatte ich zum Teil im Kontext mit dem Platzbedarf eines Homeshootings schon mal gezeigt. Sie taugen aber auch, um einfach mal einen Blick hinter die Kulissen zu werfen, um zu sehen, was so zu erwarten ist.

Die größte aller Nebenwirkungen wird aber im Zweifel sein, dass Du das eine oder andere Bild mehr an der Wand haben wirst. Und das ist doch mal eine tolle Sache.

In diesem Sinne: Hier ist mein Kontaktformular 🙂

Bis bald.

Wissenswertes für ein Babyshooting – Teil 4: Die richtige Grundeinstellung

Es geht weiter in meiner kleinen Reihe mit Tipps für ein Babyshooting. Heute geht es um DEINE Grundeinstellung. Solltest Du den Anfang verpasst haben der Reihe verpasst haben und Nachholbedarf verspüren: Hier geht es zum ersten Beitrag.

Jetzt aber zum Thema „Grundeinstellung“. Es ist noch gar nicht sooo lange her, da bedeutete ein Familienfoto-Sitzung die „ordentliche und gesittete Aufreihung“ von Eltern und Kindern – natürlich in der jeweils besten Kleidung – auf einer Sitzgelegenheit, und alle hatten adrett in Richtung Kamera zu lächeln.

Um es vorsichtig zu sagen: Das ist nicht MEIN Ansatz.

Ich bin eher ein Fan davon, lebendige Fotos von Kindern und Familien zu machen. Zu Versuchen, das Wesen der Kinder einzufangen, und die Familie als lebendige, interagierende Gemeinschaft zu fotografieren. Dafür ist auf Deiner/eurer Seite folgender Leitsatz als Grundhaltung hilfreich:

Ein Familienshooting ist für die Kinder ein Spiel und für die Eltern eine Auszeit vom Alltag!

Denn das Wichtigste bei einem Familienshooting ist es, sich im Vorfeld klarzumachen, dass man die Kooperation eines Kindes absolut nicht erzwingen kann. NIEMALS.

A) Babys

Bei Babys ist sowieso klar: Deren Universum besteht aus der eigenen Person und Mama, die immer spürbar in der Nähe sein muss. Alles andere existiert für diese kleinen Menschen buchstäblich nicht. Man kann sich also für ein Babyshooting immer viele Dinge vornehmen und tolle Bildideen umsetzen wollen. Und man kann sich riesig freuen, wenn das dann tatsächlich klappt.
Wenn sich das Baby aber ausschließlich auf Mamas Arm wohlfühlt, ist das eben die einzige verfügbare Posingoption. Da kann ich noch so sehr das Foto mit dem Baby auf dem Schaffell haben wollen; das wird dann nicht gelingen. Klar können wir probieren, ob sich im Verlauf des Shootings die Grundzufriedenheit des Babys soweit gesteigert hat, dass es auch in eine der angedachten Posen oder Sets gelegt werden kann und dabei glücklich und zufrieden bleibt. Ist das aber nachhaltig trotz aller Bemühungen nicht der Fall, können wir eben maximal die Posingmöglichkeiten des Babys auf Mamas Arm, Bauch, Schoß, Bein durchgehen. Haben wir diese Möglichkeiten ausgereizt und ist nicht zu erwarten, dass sich die Lage ändern wird, können wir besser das Shooting vorzeitig beenden und an einem anderen Termin einen neuen Anlauf nehmen.

B) Klein- und Schulkinder

Bei älteren Kindern – eigentlich jeder Altersstufe – ist es wichtig, dass sie selber Spass an der Sache haben, dass das Shooting für sie ein Spiel ist, bei dem sie gerne mitmachen. Elterlicher Druck der Marke „Jetzt guck doch mal ordentlich.“ / „Zappel da nicht so rum.“ / „Nein, Du kannst jetzt nicht Dein Krönchen tragen.“ sind tödlich für authentische Fotos der Kinder. Man kann vielleicht ein Kind mit Druck dazu bewegen, sich an die vorgesehene Stelle im Foto zu bewegen. Man kann aber keinesfalls mit Druck ein strahlendes Kinderlachen und echte, aus den Augen blitzende Freude hervorrufen.

DAS. FUNKTIONIERT. EINFACH. NICHT.

Insofern ist es wirklich überaus wichtig, dass Du als Mutter bzw. ihr als Eltern eine wirklich entspannte Grundhaltung gegenüber dem Verhalten Deines bzw. eures Kindes beim Shooting einnehmt. Dazu gehört dann auch, dass sonst übliche Konventionen gelockert werden. Die weitaus besten Kinderfotos entstehen dann, wenn man mit den Kindern einfach spielt oder Quatsch mach – sie eben einfach Kind sein lässt. Irgendwann wird sich das Kind hinreichend ausgepowert oder einfach genug vom Quatschmachen haben, und sich an Mama und/oder Papa kuscheln. Oder wir spielen das beliebte Spiel, dass ich Mama und Papa in geeigneter Pose in Position bringe, dann das Kind ein paar Runden drum herum laufen lasse und es sich dann mit Schwung ein tolles Plätzchen auf Papas (oder Mamas) Schoß oder dazwischen sucht. Das ist gerade für aktive Kinder, die sich gerne bewegen und nicht gerne stillsitzen, eigentlich IMMER ein Erfolgsrezept. Und schon haben wir auch das tolle Familienfoto für die Oma fertig. So – und meiner Meinung nach NUR so – kommt man an echte, authentische Fotos von Kindern und Familien.

Und dabei ist das Spielen mit dem Kind, das Herauslocken aus dem Schneckenhaus oder das Anfeuern des Kindes im Wesentlichen MEIN Job. Klar greife ich immer mal auf Deine Hilfe zurück, schließlich kennst Du Dein Kind deutlich besser als ich. Keinesfalls aber ist es Dein Job, für ein „Wohlverhalten“ des Kindes zu sorgen, insbesondere dann nicht, wenn Du selber auf dem Foto bist. DU HAST DANN IN BEZUG AUF DIE KINDERERZIEHUNG EINFACH MAL FREI!

WAS ALSO TUN?

Das Beste (und Einzige), was du tun kannst, ist es, günstige Rahmenbedingungen zu schaffen. Dazu zählt, dass alle Teilnehmer ausgeruht und entspannt in das Shooting starten können, dass sich alle wohl fühlen, kein Stress herrscht. Das betrifft auch insbesondere DICH als Mutter. Tu Dir bitte vor dem Shooting keinen unnötigen Stress an, zum Beispiel „noch mal schnell die Bude zu putzen, damit auch alles ordentlich ist, wenn der Fotograf kommt“. Wenn Dich das entspannt, meinetwegen. Wenn nicht: Finger weg. Wir werden im Zweifel sowieso ein paar Möbel verrücken und ein wenig Chaos verbreiten (das ich übrigens nachher auch wieder mit aufräume…). Und dass ein Wohnzimmer einer jungen Familie im Zweifel wie ein Spielzeugladen aussehen kann, in dem eine Konfettikanone gezündet wurde, weiß ich als Vater zweier Kinder auch. Also: relaxt bleiben. In Ruhe ein paar Kleidungsstücke vorbereiten, auch an das eigene Styling denken, gemütlich den Tag beginnen und abwarten.

Und was Dein Baby angeht: Bloß nicht mit Druck daran arbeiten, dass das Baby pünktlich zum vereinbarten Zeitpunkt satt ist und schläft. Denn erstens muss ich sowieso erstmal mit ein paar fototechnischen Dingen zur Türe herein kommen. Und zweitens werden wir dann erstmal klären, wie die allgemeine Lage bei euch ist und womit wir beginnen. Es gibt also noch eine kleine Vorlaufphase, zwischen Ankunft und Shootingbeginn. Gut: Sollte Dein Baby zu den Kindern gehört, die alle 2 Stunden eine Mahlzeit von 1 ¾ Stunden Dauer brauchen, wäre es natürlich ungünstig, damit erst nach meinem Eintreffen zu beginnen. Aber Du weißt, was ich meine: Keinen Stress erzeugen, damit das Baby auch „schön fertig“ ist damit es „gleich losgehen kann“. Das gilt in ähnlicher Form auch für Kleinkinder. Bei einer typischen Dauer von ca. zwei bis drei Stunden für so ein Familienshooting müssen wir sowieso mit einer kleinen Esspause für das Baby/das Kind rechnen. Das sind dann die Zeiten, wo ich zum Beispiel Fotos vom Geschwisterkind mache oder dir oder Deinem Mann zu einem neuen Facebook-Profilfoto verhelfe oder ganz einfach das nächste Set vorbereite.

Ideal ist es auch, wenn das Shooting nicht durch andere Termine eingegrenzt ist, sondern es an einem terminlich entspannten Tag stattfindet. Mir ist natürlich klar, dass sich das nicht immer einrichten lässt. Vielleicht konntest Du Dir für das Shooting nur ein begrenztes Zeitfenster freigeschaufeln, oder ein Nachmittagstermin nach der Arbeit war die einzig mögliche Option. Umso wichtiger ist es dann im Vorfeld zu wissen, dass von den Eltern nichts erwartet wird, außer, dass sie sie selbst sind und den Shootingtermin als Auszeit vom Alltag sehen, bei dem sie sich einfach nur mit sich selbst und der Familie beschäftigen können.

Denn wenn das gelingt kommen die schönsten Familienfotos bei so einer Fotositzung heraus: Das Zusammentreffen von entspannten Eltern und glücklichen Kindern.

Wissenswertes für ein Babyshooting – Teil 3: Das passende Outfit

Heute geht es in meiner kleinen Reihe mit Tipps und Tricks für ein Babyshooting ausschließlich um die Kleidung. Für den Fall, dass Du jetzt erst einsteigst hier schnell die Links zu den ersten beiden Teilen dieser Infoserie:

Wissenwertes für ein Babyshooting – Teil 1: Der richtige Zeitpunkt

Wissenswertes für ein Babyshooting – Teil 2: Der optimale Ort

Zu Beginn dieses Teils hier habe ich eine Bitte: Geht mal kurz in mein Familien-Portfolio und schau Dir aufmerksam die Fotos mit Babys an.

Und? Ist Dir etwas aufgefallen?

Keines der abgebildeten Babys hatte einen Standard-Strampler an! Zumindest waren Strampler mit Kragen oder gleich Hemdchen/Blüschen und Hosen oder Kleidchen am Start. Es gibt kaum etwas, das den Niedlichkeitsfaktor bei einem Babyshooting so sehr steigern kann, wie „richtige“ und passende(!) Kleidung. Klar ist ein Strampler für ein Baby ein unendlich praktisches Kleidungsstück. Aber genau das ist der Punkt: Es sind vorrangig praktische Standard-Kleidungsstücke und keine schicken Fotoshooting-Klamotten. Und am Ende geht es ja darum, Dein Baby möglichst niedlich und schick in Szene zu setzen. Sieh es mal so: Du würdest ja tendenziell auch eher nicht im bequemen Jogger zum Fotoshooting erscheinen, weil der so praktisch ist, sondern Dich wohl eher etwas „in Schale schmeißen“.
Ein absolutes Must-Have-Accessoire sind Mützen. Und zwar nicht die standard-glatt-weißen Babymützchen, die man den Babys zum Schutz vor kalten Köpfchen anzieht, sondern welche, die in irgendeiner Form Pfiff haben. Zum Beispiel Zipfelmützen, Strickmützen mit schönem Muster oder Mützen mit kleinen Öhrchen. Am besten hast Du davon gleich eine kleine Auswahl parat.

Klar ist das alles Geschmackssache, in welche Richtung man da genau gehen möchte. Ob dabei jetzt ein rüschiges Prinzessinnenkleidchen bei heraus kommt oder eine Jeans-Latzhose. Wichtig ist mir nur, dass Du Dir da im Vorfeld mal Gedanken drüber machst und schaust, was der Kinderkleiderschrank da an Möglichkeiten bietet.

Und übrigens: Bitte ausschließlich möglichst gut passende Kleidung in Betracht ziehen. Es nutzt uns nämlich nichts, wenn das Kleidchen noch so süß, aber einfach noch zu groß ist. Denn dann zuppeln wir in einer Tour das Kleidchen zurecht, was insbesondere bei Fotos mit schlafenden Babys durchaus kontraproduktiv ist.

Wenn Du also im Vorfeld auf Ideenjagd im Internet bist, schau mal genau hin, was für Kleidung die Babys bei den Fotos die Dir ein („AWWWWW“) entlockt haben, so tragen. Das sollte dann im Zweifel Deine Richtschnur sein. Und solltest Du extra für das Shooting neue Kleidung einkaufen, versteht sich ja von selbst, dass die im Vorfeld 3 bis 5 mal gewaschen ist, um Reaktionen der Babyhaut mit Produktionsrückständen der Textilindustrie zu vermeiden.
Oft sind Babys auf ihren ersten Fotos gerne mal unbekleidet und/oder nur in Tücher, Schals oder Decken eingewickelt. Wenn Du solche Fotos von Deinem Baby haben möchtest, schaut mal, ob Du passendes „Material“ vor Ort habt. Unbedruckte(!) einfarbige Baumwollstoffe oder die unter dem Stichwort „BabyWrap“ erhältlichen Stoffe eigenen sich hierfür erfahrungsgemäß ganz gut.

Für solche un- oder leicht bekleideten Fotos brauchen wir natürlich einen mobilen Baby-Heizstrahler für das Wohlbefinden des Babys am Set. Gut, wenn ihr so einen habt, ansonsten bringe ich einen mit.

ALLGEMEINE HINWEISE

Da Dein Baby ja im Zweifel nicht alleine auf dem Foto ist, hier noch ein paar generelle Worte zum Thema Kleidung bei Fotoshootings, die für alle auf einem Foto auftretenden Personen gelten:

  • Wähle Kleidung, in der Du Dich wohlfühlst und von der Du weißt, dass Du darin gut aussiehst.
  • Starke Muster, leuchtende Farben, großer Text oder große Logos ziehen in einem Foto meist sehr viel Aufmerksamkeit auf sich, und zwar viel mehr, als wir das im persönlichen Umgang miteinander wahrnehmen. Das liegt ganz einfach daran, dass bei der persönlichen Begegnung das Sehen nur einer der Sinneseindrücke ist, die wir voneinander haben. Ablenkungen durch signalfarbene Kleidung spielen dann nur eine untergeordnete Rolle. Bei der Betrachtung eines Fotos ist aber das Sehen die einzige Sinneswahrnehmung. Visuelle Ablenkungen schlagen dann viel stärker zu Buche. Und da wir ein Portrait von Deinem Baby oder Dir mit Deinem oder euch mit eurem Baby machen wollen, wäre es günstig, wenn die Kleidung sich nicht optisch in den Vordergrund drängt.
  • Sind mehrere Personen auf einem Bild, sollte idealerweise die Kleidung aufeinander abgestimmt sein. Das heißt, die Stile sollten zueinander passen, damit nicht eine in Abendgarderobe und der andere in Arbeitsjeans und T-Shirt dasteht. Zudem wäre es günstig, wenn die Farben aufeinander abgestimmt sind. Das bedeutet jetzt nicht, dass alle die genau gleichen Farben tragen sollen, aber wenn es möglich ist, in der gleichen Farbpalette zu bleiben, hilft das den Fotos in aller Regel.
  • Wenn wir zum Fotografieren nach draußen gehen, bitte daran denken, dass auch Jacken, Mäntel und Schuhe zum gewählten Stil passen sollten.

So, das war es zum Thema Kleidung. Im nächsten Teil geht es dann mit der richtigen Grundeinstellung weiter…

Wissenswertes für ein Babyshooting – Teil 2: Der optimale Ort

Moin miteinander. Kürzlich habe ich hier auf diesem Blog kleine Reihe zum Thema „Babyshooting“ gestartet, in der ich allerlei Wissenswertes anspreche, dass Dich als Mutter oder Vater eines Babys interessieren könnte, falls Du Dich mit dem Gedanken trägst, ein professionelles Familienshooting mit dem neuen Erdenbürger anzugehen. Heute steht die Location, also der Ort des Geschehens, auf dem Themenzettel.

Was also ist der optimale Ort für ein Babyshooting?

Gehen wir zunächst mal davon aus, dass das Shooting in geschlossenen Räumlichkeiten stattfinden soll, was der typische Anwendungsfall bei Shootings mit Neugeborenen ist. Ich gehe zwar für ein Familien- oder Kinderfoto auch einfach gerne mal raus in den Hausgarten oder in einen Park, aber in der Regel ist das erst dann opportun, wenn  die Kinder sich selbsttätig fortbewegen können. Bei den ganz frisch geschlüpften Babys ist demzufolge „indoor“ ganz einfach mal gesetzt. Stellt sich also die Frage, von welchem Räumlichkeiten wir denn hier reden. Dazu gibt es verschiedene Betrachtungswinkel:

Zunächst einmal wäre da der Aspekt der Praktikabilität. Wenn ihr euch zu einem Familienshooting mit Baby auf den Weg zu einem Fotografen macht, müsstet ihr unweigerlich eine Auswahl an Garderobe für euch und euer Baby sowie die diversen Babyzubehörteile zusammensammeln und mitnehmen. Ihr seid dann unweigerlich auf diese Auswahl festgenagelt. Außerdem gleicht ja gerade mit einem Baby sowieso jede noch so kleine Fahrt einem mittleren Umzug. Machen wir das Shooting bei euch zu Hause, habt ihr eure kompletten Kleiderschränke im Zugriff – was insbesondere dann wichtig ist, wenn das Baby just am Tag des Shootings zum Beispiel besonders intensiv aufstößt und dies in ungeahnt schneller Folge seine Kleidung und womöglich auch die der Eltern in Mitleidenschaft zieht. Außerdem sind natürlich sämtliche Servicestationen für das Baby in gewohnter Qualität und ohne Einschränkung verfügbar. Auch das ist „auf Reisen“ ja immer mit Unbequemlichkeiten verbunden.

Angesichts dieser Lage bist du sicherlich geneigt mir zuzustimmen, wenn ich sage, dass es für euch als Familie deutlich einfacher ist, wenn der Fotograf zu euch nach Hause kommt, statt dass ihr zum Fotografen fahrt.

Ein anderer Aspekt wäre die Sache mit der Eingewöhnung in fremde Orte. Zugegeben, das trifft jetzt weniger die ganz frischen Babys, denn für die ist ja typischerweise die Welt völlig in Ordnung, solange Mama dabei ist. Aber wenn es so in Richtung Kleinkindalter geht, beginnt die Phase, wo je nach Persönlichkeit des Kindes erst mal eine Akklimatisierung in Sachen Umgebung stattfinden muss, bevor das Kind sich wohl fühlt und es sich „ganz normal“ verhält. Das ist dann auch ein Faktor, der bei der (Zeit-)planung eines Shootings einfach mal zu berücksichtigen ist.  Auch unter diesem Aspekt wäre euer Haus oder eure Wohnung einfach mal der beste Ort für ein Shooting.

Und last but not least ist da noch die Frage des Platzbedarfs. Anders formuliert: Wie viel Raum braucht denn so ein Fotoshooting. Die Antwort darauf ist leider einigermaßen vielschichtig und lautet zunächst mal lapidar: es kommt darauf an. Vor allem kommt es nämlich darauf an, wie viele Personen gleichzeitig im Foto abgebildet sein sollen, wie die Gegebenheiten vor Ort sind, und welche Fotoideen denn umgesetzt werden sollen. Ich habe das mal nachfolgend in ein paar „Regeln“ herunter gebrochen:

Regel 1: Je weniger Menschen in ein Foto sollen, desto weniger Platz brauche ich beim Fotografieren.

Angenommen, es soll ein Portrait vor neutralem Hintergrund aufgenommen werden und in Deiner Wohnung gibt es keine Möglichkeit, mein mobiles Hintergrundsystem aufzubauen und nur ein einzelnes freies Wandstück mit neutraler Farbe von gerade mal einem Meter breite. Alles andere ist mit Schränken oder Regalen „verstellt“ oder mit nicht beweglichen Wandkunstwerken geschmückt. Für ein Portrait einer einzelnen Person käme das (knapp) hin. Schon für ein Paarfoto würde es aber eng, weil ganz einfach der Hintergrund nicht ausreicht und links und rechts an den Bildrändern störende Elemente (hier: das Mobiliar) ins Bild herein rutschen.

Für ein reines Babyfoto braucht es dementsprechend ebenfalls nicht viel Platz. Da reicht ein Esstisch in Familiengröße mit ein bisschen Platz drumherum völlig aus – siehe Bildbeispiel weiter unten. Bei einem Familienfoto sieht es dann eben wieder anders aus. Da muss ich als Fotograf dann bei gleicher Brennweite (also gleichem Bildwinkel) einen größeren Abstand von der Familie haben als zuvor von der Einzelperson und zugleich muss der Hintergrund breiter sein, damit er alle Personen aufnehmen kann. Mit anderen Worten: Für ein Familienfoto braucht es sowohl in der Raumbreite als auch in der Raumtiefe mehr Platz als für ein Einzelfoto eines Babys.

Platzbedarf für ein reines Babyfoto: Ein handelsüblicher Esstisch (oder eine Couch) mit etwas Platz drumherum reicht allemal.

Regel 2: Kunstlicht braucht Stellfläche.

Das A und O bei jedem Foto ist nunmal das Licht. Lichtmenge, Lichtfarbe, Lichtqualität und vor allem Lichtrichtung sind die wesentlichen Grundfaktoren jedes einzelnen Fotos. Die gezielte Kontrolle über diese Parameter ist es, was das Foto eines Fotografen von einem Schnappschuss unterscheidet. Und wenn nicht eine günstige Lichtsituation mit einer geeigneten räumlichen Situation zusammentrifft (dazu unten mehr), komme ich meist nicht umhin wenigstens eine (gerne auch mal zwei) Fotolampe(n) oder ein Blitzlicht auf ein Stativ zu pflanzen und in eine geeignete Position zu bringen. Das bedeutet, dass ich vor dem gewählten Fotohintergrund auch freie Fläche benötige, um mein Licht stellen und bewegen zu können. Denn von wo genau mein Licht kommen muss und welchen Abstand es zu der Person oder den Personen im Foto haben muss, ist immer sehr von dem jeweiligen Foto abhängig.

Auch ohne jetzt hier in aller Tiefe über das quadratische Abstandsgesetz zu schwadronieren – das ist die physikalische Regel, die beschreibt in welchem Maße die Lichtmenge mit zunehmenden Abstand von der Lichtquelle abnimmt – ist völlig offensichtlich, dass Dinge (oder eben Personen), die näher an einer Lichtquelle sind als andere, im Foto natürlich heller beleuchtet sein werden als die anderen. Dieser Effekt tritt umso deutlicher zutage, je näher die Lichtquelle an einer Personengruppe positioniert ist. Daraus folgt, dass ich meine Lichtquelle bei einem Foto mit mehreren Personen idealerweise mit etwas Abstand aufstellen muss, damit der Helligkeitsabfall zwischen den Personen möglichst minimiert wird. Und das wiederum bedeutet, dass ich schon ein wenig Raum benötige, um eine sachgerechte Lichtsetzung vornehmen zu können. Auch dazu habe ich mal ein Bildbeispiel:

Regel 3: Tageslicht braucht keine Stellfläche, dafür aber andere Grundvoraussetzungen

Überaus gerne spare ich mir den Aufbau und Einsatz künstlicher Lichtquellen, schon allein, weil es einfach ein Stück Technik mehr ist, auf das ich beim Fotoshooting zu achten habe und was folglich Gehirnkapazität von meiner Befassung mit dem Wesentlichen – nämlich Dir und Deiner Familie – abzieht. Ein Foto rein mit Tageslicht, dass durch ein Fenster fällt ist schlichtweg die einfachste und unkomplizierteste Art und Weise, ein Foto zu schießen. Dazu hatte ich mich auch hier und hier in meinem Blog schon mal ausgelassen. Im Kontext dieses Blogposts hier – Platzbedarf – wirkt es einerseits minimierend, weil ich natürlich keinen Platz für künstliche Lichtquellen brauche. Andererseits allerdings muss schon entlang der Wand, in der das Fenster eingelassen ist, vor und hinter dem  Fenster freier und gut nutzbarer Raum vorhanden sein. „Gut nutzbar“ bezieht sich dabei insbesondere auf den Hintergrund, der dann im Hintergrund erscheint. Der sollte tendenziell nicht aus einem kribbelbunt vollgepackten offenen Regal  bestehen, sondern besser ruhig und neutral sein. Auch dazu gleich mal ein Bildbeispiel:

Platzbedarf wegen des Abstands der Leuchte von den Kindern: Damit beide Kinder in etwa gleich hell beleuchtet wurden, musste die Lichtquelle mit etwas Abstand zu den beiden aufgestellt werden, damit der Helligkeitsabfall von dem links sitzenden Kind zu dem rechts sitzenden Kind in Grenzen gehalten wurde.
Bildbeispiel für einen ruhigen Hintergrund. Zwar sieht man sowohl die Fensterrahmen (links) als auch den Wohnzimmerschrank (rechts) ins Bild kommen, aber alles spielt sich in einer einheitliche Farbpalette ab, es gibt keine chaotischen Strukturen und der Hintergrund ist weit genug von der Mutter mit ihrem Baby entfernt, um bereits leicht unscharf zu werden. Mit anderen Worten: Ein sehr gut nutzbarer Hintergrund, der dem Bild einen individuellen, wohnlichem Charakter verleiht.

Zudem muss das Licht, das durch das Fenster fällt, „fotografierbar“ sein. Fällt also gerade direkter Sonnenschein durch das Fenster, ist das meist nicht ideal. Liegt das Fenster hingegen im Hausschatten oder ist sowieso nach Norden ausgerichtet oder ist es sowieso gerade bewölkt, kommt das Fenster als Lichtquelle infrage. Alternativ kann ich direkte Sonneneinstrahlung natürlich durch einen Diffusor – im Prinzip ein weißes, halbdurchsichtiges Stück Stoff – abmildern und nutzbar machen; dann bin ich aber schon wieder dabei, zusätzliches Equipment aufzustellen und brauche dafür eben Standfläche.

Halten wir also fest: Fotografieren mit Tageslicht ist super und unaufwendig – wenn die räumlichen Verhältnisse es zulassen.

Regel 4: Der Hintergrund muss aufgeräumt sein.

Auf das Thema des Hintergrunds im Foto bin ich jetzt schon mehrfach gekommen. Um das nochmal auf den Punkt zu bringen: Kaum etwas Anderes kann ein Bild so schnell zerstören wie ein unruhiger Hintergrund. Das bedeutet jetzt nicht, dass ein Hintergrund immer steril und einfarbig sein muss, er darf schon Elemente und Muster enthalten, die einen Anflug – aber eben nur einen Anflug – von Wohnlichkeit vermitteln. Wenn hingegen im Hintergrund das Chaos tobt oder schreiende Farben dominieren, geht das halt gar nicht. Natürlich kann die professionelle Kameratechnik – namentlich offenblendige Objektive – helfen, Hintergründe in Unschärfe versinken zu lassen, aber auch das erfordert dann Platz zwischen der fotografierten Person und dem Hintergrund.

Plan B wäre es, einen Studiohintergrund aufzubauen. Das löst jegliche Diskussionen über die Geeignetheit des Hintergrunds in Wohlgefallen auf, bringt aber eine sehr explizite Neutralität des Hintergrunds mit sich. Das kann gewünscht und damit positiv sein. Nur muss man sich dann darüber klar sein, dass das spätere Foto eben keine Elemente der eigenen Wohnstätte enthält, was ich persönlich immer recht schätze. Aber das ist Geschmackssache. Und natürlich hat so ein Studiohintergrund an sich schon immer einen gewissen Platzbedarf, damit einher geht in der Regel auch immer der Aufbau eines Kunstlichts zur Beleuchtung des Hintergrundes. Folge: noch mehr Platzbedarf. Hier mal ein Bildbeispiel mit Hintergrundsystem.

Regel 5: Lass Dich nicht verrückt machen.

Solltest Du beim Lesen der vorherigen Absätze immer mehr den Eindruck gewonnen haben, dass irgendwie ALLES problematisch ist und man keinesfalls in Deiner Wohnung genug Platz für ein Fotoshooting hat, liegst Du damit vermutlich richtig falsch.

JA, es stimmt schon: Je mehr unverstellter Raum zur Verfügung steht, desto einfacher ist es für mich, zügig zu arbeiten. Eine Villa mit einem 150qm großen Wohnzimmer bietet da einfach mehr Möglichkeiten, als eine 75qm-3-Zimmer-Wohnung, die notwendigerweise mit Mobiliar mehr oder weniger voll gestellt ist. Ein einfaches Beispiel dazu: wir haben Bildidee A fotografiert und wollen zu Bildidee B übergehen. Habe ich reichlich Platz, rolle ich mein Lichtstativ einfach an die nächste Stelle und fange an, zu fotografieren. Habe ich keinen Platz, muss ich im Zweifel erst mal wieder Möbel rücken, um überhaupt, mein Licht an die richtige Stelle zu bringen zu können.

Das heißt aber nicht, dass ein Shooting in einer normalen Wohnung nicht möglich wäre. Es ist halt nur mitunter kniffeliger in der Umsetzung.

Und ja: Manche Bildideen lassen sich eben nur in bestimmten Umgebungen realisieren. Wenn Du ein tolles Foto von Deinem Baby vor Deinem geistigen Auge siehst, wie es in einem Körbchen liegt, das auf spiegelnd poliertem Parkett am Fuße eines gewaltigen Panoramafensters mit 3,50 Meter Höhe, dicken Sprossen und einem geschwungenen Rahmen steht, Du aber nicht in einer Jugendstilvilla wohnst, haben wir halt ein Problem. Dann wäre es jedenfalls gut, wenn Du jemanden kennst, der jemanden kennt. Oder das Budget zur Verfügung stellst, eine entsprechende Immobilie anzumieten.

Am Ende ist es immer eine Frage der Bildideen und der Örtlichkeiten. Es passt nicht immer alles zusammen. Und mitunter leben die Bildideen, die man so im Internet findet, eben von der besonderen Umgebung. Alles andere, insbesondere natürlich die eigentlichen Babyfotos mit neutralem Hintergrund, lässt sich normalerweise in einem Haus oder einer Wohnung, das oder die groß genug für Deine Familie ist, auch umsetzen. Dafür braucht es dann oft nicht mehr als einen zur Seite gerückten Esstisch oder die Couch eures Wohnzimmers.

Wie ein berühmter Autor schon einmal völlig zu Recht feststellte: KEINE PANIK. Wir kriegen das schon hin. Schreib mir einfach eine Nachricht, und schick mir notfalls ein paar Fotos oder ein kleines Handyvideo mit einem Rundgang durch Deine Wohnung. In bisher 100% aller Fälle war die Antwort: Das passt schon 🙂