Eine Wand, ein Licht, ein Model

Moin. Ich habe heute einen Artikel aus der „HowTo“-Abteilung für euch. Als Anker dienen dabei Fotos aus einem Homeshooting mit und bei Kerstin, die einfach ein wunderbares Model und zugleich selber auch eine gute Fotografin ist. Ihre Profile solltest Du Dir auf alle Fälle mal anschauen: Modelprofil, Fotografinnenprofil. Ich hatte mich im vergangenen Jahr mit Sunshine getroffen. Dabei haben wir unter anderem die nachfolgenden Fotos gemacht:

Nun zum Setup, das – wie so oft – denkbar einfach ist. Es bestand nämlich nur aus zwei Lichtquellen. Zunächst einmal war diffuses Tageslicht am Werk, das durch das hinter mir liegende Fenster in den Raum fiel. Dieses Licht fiel somit zugleich auch frontal und sehr gleichmäßig auf das Model und die direkt dahinter liegende Wand. Hiervon wurde die Grundhelligkeit der Fotos, sozusagen das Aufhelllicht geliefert.

Das Hauptlicht, mit dem ich Kerstin dann aus dem allgemeinen Lichtbrei des Aufhelllichtes herausschälte, war eine künstliche Lichtquelle: Ein LED-Dauerlicht mit Bowens-Bajonett, dem ich eine 30x140cm große Striplight-Softbox mit Wabe vorgeschnallt hatte. Diese Lichtquelle stand mehr oder weniger im rechten Winkel zur Fotoachse (und damit auch zum Aufhelllicht). Das kann man am Schattenwurf auf dem Model ganz gut erkennen.

Maßgeblich für meine Kameraeinstellungen war natürlich erstmal, wieviel Aufhelllicht ich im Foto haben wollte. Denn das hierfür zuständige Tageslicht konnte ich ja nicht sehr nuanciert regeln – das gab es an sich nur eine Art „Ganz-oder-gar-nicht-Regler“ in Form des Rolladens. Nachdem ich also mit den Kameraeinstellungen das Aufhellicht im Foto eingepegelt hatte, habe ich einfach den Output des Hauptlichtes immer weiter erhöht, bis ich das gewünschte Verhältnis von Hauptlicht zu Aufhelllicht erreicht hatte.

Ob – und wenn ja in welchem Maße – mein Hauptlicht dann auch zur Beleuchtung der Wand hinter dem Model beitrug, konnte ich dank des Striplights mit Wabeneinsatz sehr nuanciert über Abstand und Ausrichtung des Lichts zur Wand steuern.  Wie Du an den Bildern oben siehst, habe ich diese Option auch durchaus genutzt. Nun musste Kerstin sich nur noch in Richtung des Hauptlichts orientieren, und wir hatten im Nu eine ganze Reihe toller Fotos beisammen.

Todsimpel, eigentlich ein „One-Light-Setup“, jedenfalls, was das Kunstlicht angeht.

Und das Schöne an solchen Dauerlicht-Setups ist ja der „What-you-see-is-what-you-get“-Effekt, insbesondere, wenn man dann mit spiegellosen Systemkameras arbeitet. Manche der Fotos in der Galerie oben sind nämlich mit dem Nikon-Vollformat-Boliden D800 + 85er Festbrennweite bzw. 70-200/2.8er Zoom entstanden, andere mit meiner kleinen kompakten Micro-Four-Thirds-Kamera Panasonic GX80 + 45/1.8er Festbrennweite von Olympus. Da sieht man auch mal wieder, wie kompetent diese kleinen Kameras inzwischen sind. Denn den Bildern kann man meines Erachtens nicht ansehen, mit welcher Kamera sie gemacht wurden.

Nachdem ich mich ja recht lange schwer mit dem Kauf eines zweiten, kleinen Kamerasystems getan habe, bin ich jedenfalls immer begeisterter von der Unmittelbarkeit des Fotografierens mit so einer Systemkamera. Aber das ist wohl Stoff für einen eigenen Blogbeitrag.

In diesem Sinne: Bis Bald.

Oh, und wo Du schon gerade hier bist am Ende dieses Blogbeitrags, würde es mich sehr freuen, wenn Du den Beitrag teilst oder/und ein Like da lässt. Weißt ja: „sharing is caring“… Danke Dir!