Normalerweise schreibe ich hier in meinem Blog ja relativ ausnahmslos über die Fotografie von Menschen. Heute aber mal nicht. Denn gelegentlich – sehr gelegentlich – gehe ich auch einfach mal vor die Tür und versuche mich in der Fotografie unbewegter Dinge. Landschaften zum Beispiel oder historische Stätten. Und da ich selber auf Sichtweite einer bestimmten historischen Stätte wohne – der Burg Linn inkl. des historischen Ortskerns des ehemals eigenständigen Städtchens Linn, heutzutage ein Stadtteil von Krefeld – ist es nicht verwunderlich, dass ich hiervon so einige Bilder angesammelt habe.

Oben im Beitrag zum Beispiel ein winterlicher Blick auf die Burg. Winter mit liegenbleibendem Schnee ist hier am Niederrhein ja an sich schon nicht so wahnsinnig häufig. Aber das auch noch in Verbindung mit Temperaturen, dass der Schnee mal ein paar Tage selbst auf den Dächern der Burg und den Ästen der Bäume liegenblieb, das war schon eine absolute Seltenheit. Ich habe durchaus das eine oder andere „Schneefoto“ von der Burg, aber bis auf dieses hier haben die immer zumindest teilweise schneelose Dächer und Grünzeugs.

Eines meines absoluten Lieblingsfotos der Burg ist aber nach wie vor das hier:

Ich weiß, als eifriger Blogleser kennst Du das schon, weil ich es als einleitendes Bild in meinem Blogpost über ein Pärchenshooting an der Burg Linn verwendet habe.

Es ist zugleich auch eines meiner ältesten Fotos der Burg. Und nein, nicht wundern, das Bild ist natürlich nicht genau so aus meiner Kamera gesprungen. Das hier sichtbare Ergebnis ist ein HDR-Bild aus einer ganzen Belichtungsreihe.

kleiner Exkurs in Sachen Auflösung und Anwendungszweck:
Die Fotos der Belichtungsreihe für das Bild mit der Spiegelung der Burg habe ich übrigens mit meiner allerersten digitalen Spiegelreflexkamera gemacht, der Nikon D70s, mit ihren sagenhaften 6 Megapixeln Auflösung. Aus heutiger Sicht, wo schon Einsteiger-Spiegelreflexkameras satte 24 Megapixel auflösen, geradezu kläglich.

Aber daran sieht man mal wieder, dass gerade für Präsentationszwecke im Internet dieser Auflösungswahnsinn eigentlich keinen Vorteil bringt. Es kommt halt doch immer noch auf den letztlichen Verwendungszweck an. Die Bilddateien meiner D70s sind 3008 x 2000 Pixel groß. Bei einer optimalen Druckauflösung von 300dpi – was die von meinem Lieblingslabor angegebene optimale Auflösung für Poster und fast alle Wandbilder ist – könnte ich damit also ein Poster oder Wandbild von ca. 25x17cm erstellen lassen. Ausnahme: Leinwand. Da liegt die optimale Druckauflösung bei nur 200dpi, wohl weil bei diesem Medium aufgrund der Textilstruktur die Anforderung an die „Pixelschärfe“ geringer sind.
Natürlich kann man diese „optimalen“ Druckauflösungen durchaus auch unterschreiten. Ich habe von meinen 6MPix-Dateien der D70s Poster im Format 30x45cm an der Wand hängen, mit deren Schärfe ich durchaus zufrieden bin – obwohl das dann einer Druckauflösung von nur ca. 170 dpi entspricht…

Dennoch trachte ich danach, „dieses“ Foto mit meiner aktuellen Kamera und entsprechend höherer Auflösung „noch einmal“ zu machen. Dem könnte allerdings entgegen stehen, dass nur über einen relativ kleinen Bereich dieser Blick möglich ist, weil ansonsten Bäume den Blick auf die Burg verstellen. Und an genau dieser Stelle ist das jenseitige Ufer des Burggrabens inzwischen mit reichlich Brombeergestrüpp zugewuchert, so dass ein großer Teil der Spiegelung der Burg in eben jenem Gestrüpp ‚hängenbleibt‘. Mal sehen, ob die städtische Grünpflege hier irgendwann nochmal ein Einsehen hat…