Na, das war gerade wieder sooo typisch. Es hat geschneit, und zwar prächtig. Mit „Liegenbleiben“. jedenfalls solange der Schneefall nicht nachließ. Ab dann begann natürlich sofort wieder das große Tauen. Denn hier am Niederrhein schneit es ja in der Regel nur dann, wenn die Luft- und Bodentemperaturen garantiert nicht dazu geeignet sind, die weiße Pracht ein bisschen zu konservieren. Und wenn die Temperaturen schön frostig sind, schneit es eben ganz bestimmt nicht. Das ist hier irgendwie so ein Naturgesetz, von dem es nur ganz selten mal eine Ausnahme gibt.

Jedenfalls hieß das für uns: Raus mit den Kindern in den Schnee, solange er noch da ist. Und natürlich – Schnee ist halt selten – macht der Papa vom lustigen Treiben auch ein paar Fotos für’s kommende Familienjahrbuch.

Warum ich das hier erzähle? Ganz einfach: Ich wollte dann noch schnell ein Foto von der Schneemännern auf Facebook posten. Und wie habe ich das gemacht? Natürlich schnell mit dem Smartphone. Und da war er wieder der Gedanke: Warum zum Donnerwetter kann meine richtige Kamera so was nicht? Was ist so schwer daran, da ein WiFi-Modul einzubauen und ein bisschen Software zu programmieren, die auf Wunsch(!) meine Fotos automatisch auf mein Smartphone transferiert oder auf einen Online-Speicher zu dem ich dann von meinem Smartphone aus wieder Zugriff habe.

Ja, ich weiß, inzwischen tut sich da vereinzelt mal was. Einige wenige Kamera’s mit integriertem WiFi gibt es inzwischen, aber soweit ich gelesen habe, lässt der Funktionsumfang da noch deutlich zu wünschen übrig. Und für mich – ich lebe ja in der Nikon-Welt – beschränkt sich die Modellpalette der Kamera’s mit integriertem WLAN derzeit auf genau ein Modell aus dem Consumer-Bereich, die D5300. Hurra.

Und ja, ich habe auch schon mal von den Eye-Fi-Karten (bzw. deren Konkurrenten von Transcend) gehört. Damit kann man wenigstens WiFi zu erträglichen Preisen nachrüsten. Aber in Bezug auf Zuverlässigkeit und Geschwindigkeit sind die Berichte hierzu ja auch zumindest sehr unterschiedlich in ihrer Wertung.

Und ja, ich weiß auch dass es für meine D800 ein WiFi-Modul als Zubehör zu kaufen gibt. Für schlanke 750 €(!!!). WTF?!

Digitale Spiegelreflexkameras sind doch nun wirklich kleine Highspeed-Computer. Warum also ist  nicht schon seit Jahren WLAN in den Kameras eingebaut? (Und GPS, wo wir gerade dabei sind…) Man könnte dann einfach die WLAN-Daten in die Kamera eingeben, ein im WLAN hängendes Gerät oder einen Cloud-Speicher als Ziel wählen, und fertig.

Stattdessen sieht es so aus, wenn ich von meiner Profi-Kamera ein Bild in Facebook haben möchte:

  • Fotografieren
  • Pause, bis man wieder in der Nähe seines Rechners ist
  • Rechner starten
  • Lightroom starten
  • Speicherkarte in Kartenleser stecken
  • Importdialog abarbeiten
  • Dateien importieren
  • ggf. Dateien bearbeiten
  • Dateien nach Facebook exportieren
  • ggf. Facebook öffnen
  • ggf. zu Bild navigieren
  • ggf. begleitende Infos zum Bild bearbeiten

Und mit meinem Smartphone:

  • Facebook-App öffnen
  • Foto aufnehmen
  • Begleitinfo dazuschreiben
  • Foto posten

Irgendwie deutlich übersichtlicher und vor allem jederzeit ohne Wartezeiten verfügbar…