Lightroom Tutorial – Das Freistellungswerkzeug

Moin.

Das Freistellungswerkzeug gehört ja irgendwie zu den Werkzeugen in Lightroom, die bei ziemlich vielen Bildern eingesetzt werden. Denn ein bißchen Optimierungspotenzial in Bezug auf den Beschnitt gibt es ja fast immer. Entweder ist der Horizont ist ein wenig schief geraten, oder man ist beim Fotografieren ein bißchen in eine Richtung abgedriftet oder hat oben, unten, links oder rechts zuviel Platz gelassen, oder, oder, oder…

Ich habe deshalb mal in einem kleinen Videotutorial zusammengetragen, was ich so über das Freistellungswerkzeug weiß. Erstaunlicherweise sind dabei doch ca. 13 Minuten Video gerausgekommen. Und das für ein eigentlich recht übersichtliches Tool.

Nunja, ich wünsche jedenfalls viel Spaß beim Anschauen, und hoffe, ich kann Dir auch ein paar Details zeigen, die Du vorher noch nicht kanntest.

Über Feedback zum Video oder zu meinem Blog freue ich mich immer sehr. Oder vielleicht hast Du noch eine Ergänzung zum Video – irgendeine Tastenkombination vielleicht, die ich nicht genannt habe und daher vielleicht noch nicht kenne – oder sonstigen Bedarf mir Deine Meinung zu sagen. Hau rein, nutze die Kommentarfunktion, dafür ist sie da.

Und über fleißiges Teilen des Blogbeitrags freue ich mich auch immer.

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https://www.youtube.com/watch?v=LnDjP87eVAc

Videoschnitt in Photoshop

Moin. Ich weiß ja nicht, wie es euch geht, aber mir als Fotograf ist Videobearbeitung echt ein Graus. Nicht, dass ich es nicht versucht hätte.

Mehrfach.

Mit unterschiedlichen Softwarelösungen.

Und immer überkam mich das nackte Grauen, oft schon kurz nach dem Start der jeweiligen Schnittsoftware. Denn da musste man meist eine ganze Reihe Einstellungen auswählen, die mich als definitiver Video-NOOB schlicht rettungslos überforderten – und zwar oft, bevor sich auch nur die Benutzeroberfläche komplett geöffnet hatte:

Was für ein Projekt soll es denn sein?
Welche Bitrate für Video?
Interlaced oder nicht?
Wieviel kHz für die Audiospur?
Welches Audioformat?
Und so weiter, und so weiter….

Ahhhhhhh!!!!!!!

Meine innere Antwort auf diese ganzen Dinge, war eigentlich immer:
„Ja, was weiß denn ich! Video halt, möglichst in HD mit vernünftigem Bild und Ton und überall abspielbar. Aber lasst mich mit diesem ganzen Codec-Gefasel in Ruhe, ich habe doch eh‘ keine Ahnung davon, was ich da gerade auswählen soll…“

Ich habe dann auch mal den halbherzigen Versuch gemacht, mich in diese Welt der Codecs und Einstellungen vorzutasten, aber das Ergebnis war stets das gleiche: Frustration nach stundenlanger Internetrecherche, welche Einstellungen denn nun für meine Zwecke wohl die geeigneten sein könnten.

Und dann die schönen Überraschungen, wenn man denn mal ein paar Clips seiner Kamera zu einem Minifilmchen zusammentüdeln wollte:

Ausgabe als mpeg2? Ja, dann aber bitte erst mal den Codec kaufen. WTF!!! Wofür habe ich denn das Geld für die Software ausgegeben, wenn da so ein Allerweltscodec nicht drin ist.

HD-Ausgabe? Ja, das geht leider erst mit der nächsthöheren Version der Software. Bitte hier entlang zum kostenpflichtigen Upgrade…. Und dann bitte bedenken, dass man die HD-Fassung des Codecs auch noch dazukaufen muss und den Kauf beim nächsten Vollmond (in der Zeitzone des Softwareherstellers, natürlich!) tätigen muss, nachdem man zunächst das Blut des geopferten Huhns über die Grafikkarte…  oder so ähnlich jedenfalls.

Ich bin halt kein Videomensch, und habe schlichtweg nicht die Zeit und Energie, mich komplett in dieses Metier einzuarbeiten. Am Ende habe ich „Video“ ganz einfach gelassen.

Bis ich eine Folge des Fotopodcasts „The Grid“ der Kelbymediagroup gesehen habe, und zwar diese hier.

Den wesentlichen Ausschnitt daraus hat der Kelbyclan auch gesondert veröffentlicht, das Video habe ich unten mal eingebettet. ES IST JA SO EINFACH. Jedenfalls, wenn man Photoshop CS6 oder höher (also CC) hat und sich als Fotograf sowieso grundsätzlich in Photoshop auskennt. Schaut euch das einfach mal an. Für mich war dieses Video der Startpunkt, Screencasts für meinen Blog zu „produzieren“.

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http://www.youtube.com/watch?v=9-GdOBA9z-I

Ein Kommentar noch in Ergänzung zum Video: Diese Eröffnungszeremonie zum Laden der Videos mache ich regelmäßig nicht. Ich gehe einfach in die Timeline, lege per Klick auf das Filmsymbol eine neue Videogruppe an, und füge dann per erneutem Klick auf das Filmsymbol meine Clips hinzu.

Und ja, man kann auch Bewegung in Texte oder Bilder bringen. Das kann dann schon mal etwas fummelig werden, aber das ist es ja sowieso in jedem Video-Editor. Und ja, man kann auch die nötigsten Bearbeitungen der Audiospuren von den jeweiligen Clips machen, also Lautstärke, Fade in, Fade Out.

Geht alles. Alles rudimentär, aber eben genau das ist der Knackpunkt: Es ist nicht überladen und unübersichtlich. Für ein kurzes Filmchen ist alles da, was man braucht. Keine tausend verschiedenen Videoübergänge, wo man ja doch immer nur Crossfade, Fade über Schwarz oder Fade über weiß braucht. Keine tausendfachen Optionen für Bitraten und was nicht alles, sondern gut funktionierende Presets für die Anwendungsbereiche, die man eben so typischerweise hat.

Also, ich wünsche viel Spaß bei der Videoproduduktion.

Lightroom: Bildbearbeitung von Anfang bis Ende

Hallo liebe Leserinnen und Leser.

Ich habe (schon wieder) ein kleines Videotutorial für euch aufgenommen, in dem ich mal die Entwicklungsschritte des obigen Fotos für euch nachvollzogen habe. Einen Mini-Blogpost zur Entstehung des Fotos hatte ich ja hier schon einmal geschrieben, aber darin geht es ja nunmal nicht um die Bildentwicklung in der digitalen Dunkelkammer.

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http://www.youtube.com/watch?v=8gDe3eFnelM

Hier nun also die Bildbearbeitung von A bis Z. Ich wünsche viel Spaß beim Anschauen und würde mich freuen, wenn ihr dieses Video und den Blogpost fleißig in den sozialen Netzwerken teilt.

Bis bald.

Lightroom: Tipps zum Korrekturpinsel

Moin.

Der Korrekturpinsel in Lightroom ist ja unbestritten ein recht wesentliches Werkzeug, erlaubt er doch lokale Änderungen im Bild vorzunehmen. Ich habe mal ein kleines Video aufgenommen, in dem ich den einen oder anderen Tipp rund um dieses Werkzeug habe.

Vielleicht ist ja für euch etwas Neues dabei. Ich wünsche viel Spaß beim Anschauen, und würde mich freuen, wenn ihr das Video und diesen Blogpost fleißig teilt.

Rückfragen könnt ihr mir gerne in die Kommentare schreiben.

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http://www.youtube.com/watch?v=A9Oq8Oy7b_s

Die unendliche Geschichte vom „bösen Photoshop“

Mahlzeit. Es ist mal wieder soweit. Eine kleine Bemerkung darüber, dass ich bei der Bearbeitung eines Portraits ein paar Pickelchen habe verschwinden lassen, wurden mit den Worten „das ist ja heute eh alles Betrug“ kommentiert. Der Kommentator meinte das nicht mal böse, er hat ganz einfach gedankenlos eine bei vielen Leuten vorherrschende Meinung repetiert. Denn das ist ja leider so: Bei vielen Leuten ist felsenfest eingeprägt, das Photoshop an sich böse ist und Bildbearbeiter, die zugeben dieses Teufelswerkzeug zu benutzen, sich umgehend einem Exorzismus zu unterziehen hätten. Oder so ähnlich.

Und das kann man „normalen“ – also nicht fotografisch vorbelasteten – Mitmenschen noch nicht mal wirklich übel nehmen. Denn natürlich gibt es einige Negativbeispiele – durchaus auch zu hauf: Fotos von Stars und Sternchen oder solchen, die es werden wollen, die unter Einsatz von kräftiger Retuschearbeit in Photoshop zu einem Zerrbild der Wirklichkeit geworden sind. Oder tatsächlich in der Absicht der Verzerrung historischer Wirklichkeiten manipulierte Fotos aus der Weltgeschichte.

Und dann gibt es natürlich noch das Genre der wirklich gruseligen Über-Bearbeitung, wo dem Bildbetrachter Augäpfel und Zähne in reinstem Weiß entgegenstrahlen und die Poren der Gesichtshaut anscheinend während der Fotosession in Urlaub gefahren waren. Auch solche Untaten sind in meinen Augen nicht wirklich dazu angetan, der digitalen Bildbearbeitung zu mehr Ansehen zu verhelfen.

Und wie immer macht es sich „der Mensch an sich“ dann einfach und pauschalisiert angesichts dieser Negativbeispiele. Mit dem Ergebnis: Bildbearbeitung mit Photoshop bedeutet grundsätzlich Verfälschung und Verzerrung des Fotos. Mindestens aber übertriebene und grundsätzlich per Gesetz verboten gehörende Schönung des „Basismaterials“.

Seufz.

An dem grundsätzlichen Hang zu Pauschalierungen kann man wohl nicht wirklich ändern. Auch wenn man geneigt ist, nochmals und abermals zu erläutern, dass unsere Wahrnehmung eines anderen Menschen im persönlichen Umgang überaus selektiv ist, und wir uns üblicherweise nach einem persönlichen Kontakt bestenfalls an das generelle Erscheinungsbild erinnern und daran, ob wir den Kontakt mit der Person angenehm fanden oder nicht. Ob da jetzt ein Pickelchen auf der Wange war oder die letzte Nacht ein paar Augenringe hinterlassen hatte, wissen wir dann nicht mehr. Denn im persönlichen Kontakt stellt das „Anschauen“ ja nur einen einzelnen der verschiedenen Sinneseindrücke dar, den wir von der Person haben.
Anders bei einem Portraitfoto. Denn mit einem Foto liegt zunächst mal lediglich die auf zwei Dimensionen eingedampfte Oberfläche eines Menschen vor uns, die wir dann in aller Ruhe und ungestört studieren können. Mimik, Gestik, Stimme und Geruch spielen plötzlich keine Rolle mehr, weil sie im Foto nicht vorhanden bzw. auf eine einzelne Position eingefroren sind. Und genau dadurch fallen uns in einem Foto plötzlich Dinge auf, die wir vorher gar nicht gesehen haben. Das bereits zitierte Pickelchen auf der Wange, Augenringe oder was auch immer.

Was also ist so schlimm daran, wenn ich die Wiedergabe auf einem Foto an die im persönlichen Umgang empfundene Realität anpasse?

Antwort: NIX. Eigentlich.
Ich muss nur darauf aufpassen, nicht über’s Ziel hinauszuschießen – Stichwort „Porzellanhaut“. Und ich muss mich darauf gefasst machen, dass mich andere Leute trotzdem kreuzigen (bitte links entlang) oder steinigen (bitte rechts entlang) wollen, einfach weil es die pauschalisierte Abwehrhaltung gegenüber dem „bösen“ Photoshop ist.

Besonders amüsant finde ich dann in diesem Kontext, wenn die „früher war alles besser“-Fraktion das Wort ergreift: „Früher hätte es das nicht gegeben. Da hat man das Bild in der Kamera fertiggestellt.“

Ach ja?

Unbestritten war Bildretusche früher deutlich mehr Leuten verschlossen, als es heute der Fall ist, denn entweder musste man sein eigenes Labor sein und über vertiefte Kenntnisse verfügen, oder man musste entsprechende Fachleute beauftragen. Ich empfehle mal einen Blick auf diese Seite hier, oder in dieses Video über Ansel Adams.
Zugegeben, solchen Aufwand betrieben wohl nur wenige. Aber auch daraus wird ja heutzutage gleich mal wieder pauschal abgeleitet, dass es nachträgliche Bildbearbeitung „früher“ nicht gegeben habe. Da verstellt die Verklärung des analogen Fotografie-Zeitalters dem einen oder anderen prächtig den Blick auf die Tatsachen.

Heute ist die Nachbearbeitung dank der Digitaltechnik halt nur viel mehr Fotografen zugänglich, denn einen Computer hat ja bei dieser Personengruppe nun wirklich jeder, und auch die erforderliche Software ist erschwinglich oder gar frei verfügbar.

Also bitte, liebe Photoshop-Kritiker: Haut doch nicht immer so pauschale Urteile raus. Überlegt euch mal, ob ihr es wirklich so toll fändet, wenn der Fotograf auf eurem Foto den dicken Pickel auf der Nase, der sich natürlich just am Tag des Fotoshootings zu voller Blüte entwickelt hat, einfach im Bild lassen würde, weil nachträgliche Retusche ja die Wirklichkeit verfälscht und deshalb generell abzulehnen ist…
Und nochmals: JA, ich weiß, dass es auch Fälle gibt, wo Bildretusche tatsächlich zur Verfälschung der Wirklichkeit eingesetzt wird. Aber das ist eben bei weitem nicht der Normalfall. Und wo genau die Grenze zu ziehen ist, ist eben Ansichtssache und kann im Zweifel immer nur auf den konkreten Einzelfall bezogen diskutiert werden. Pauschalisierung hilft da nicht weiter. Außer natürlich, es ist das erklärte Ziel, eine Kontroverse auszulösen…

In diesem Sinne wünsche ich weiterhin viel Gelassenheit, frohes Retuschieren und frohes Kritisieren…

Belichtung angleichen in Lightroom – Videotutorial

Tach auch.

Man lernt ja immer wieder was dazu. Kürzlich zum Beispiel habe ich gelernt, dass es in Lightroom eine Funktion gibt, mit der man die Belichtung ausgewählter Fotos automatisch aneinander angleichen lassen kann. Das kann unter Umständen sagenhaft praktisch sein, zum Beispiel dann, wenn der Blitz beim Fotografieren nicht mitgekommen ist. Oder ein nervöses Zucken in Zeigefinger oder Daumen beim Shooting unbemerkt die Belichtung verdreht hat. Oder man bei einem Portraitshooting leider erst nach drei Minuten merkt, dass man das Bracketing von den HDR-Landschaftsaufnahmen am Abend vorher noch nicht ausgeschaltet hat (habe ich mal gehört, dass sowas passieren kann…). Oder was auch immer.

Belichtungsmäßigen Korrekturbedarf gibt es ja jedenfalls bei einzelnen Fotos eines Shootings immer mal. Und dass man das vollautomatisch erledigen lassen kann, finde ich einfach klasse. Traurig ist nur, dass ich dass jetzt erst erfahren habe, was die Software in dieser Beziehung so kann. Aber ich nutze Lightroom ja auch erst seit Version 3…..  😉

So jedenfalls geht das:

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http://www.youtube.com/watch?v=tJkMdIqo_mA

Ich hoffe, ich konnte euch damit etwas Neues und Hilfreiches erzählen.
Schreibt mir doch mal eure Lieblings-Lightroom-Tipps in die Kommentare, ich lerne ja doch immer wieder gerne was Neues…

Bis bald

Videotutorial – Hintergrund bügeln in Photoshop

Hallo miteinander.

Nachdem der Blogpost zum nachträglichen Bügeln von Stoffhintergründen statistisch gesehen recht viel Zuspruch erhalten hat, hatte ich mir ja gedacht, ich zeige euch das auch einmal als Video. Im Blog gab’s ja schon das Video zum Bügeln in Lightroom, heute ist das Bügeln in Photoshop an der Reihe.

Wünsche viel Spaß beim Anschauen und Teilen!

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http://www.youtube.com/watch?v=EFN3ZxNW_qs

 

Videotutorial – Hintergrund bügeln in Lightroom

Mahlzeit.

Endlich bin ich mal wieder dazu gekommen, ein kleines Videotutorial aufzunehmen. Es geht dabei um ein Thema, dass ich in schriftlicher Form hier im Blog schon mal behandelt habe, nämlich um das nachträgliche Bügeln von Stoffhintergründen per Software.
Als Video ist dieses Thema nämlich bestimmt noch ein bißchen anschaulicher darzustellen.

Heute geht es um das „leichte“ Hintergrundbügeln mittels Korrekturpinsel in Lightroom. Das große Bügelbrett in Form von Photoshop packe ich dann in Kürze in einer weiteren Videofolge aus.

Viel Spaß beim Anschauen.

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http://www.youtube.com/watch?v=HuzBx9USTy8

Wenn ihr mögt, was ihr seht, teilt doch bitte diesen Blogpost. Die dafür nötigen Buttons der einschlägigen Social-Media-Anbieter findet ihr direkt hier unten. Vielen Dank!

Bis bald.

von knitterfreien Stoffhintergründen – Teil 2

Dies ist die Fortsetzung von Teil 1, wo ich beleuchtet habe wie und unter welchen Umständen man es schon beim Fotografieren schaffen kann, Falten im Stoffhintergrund verschwinden zu lassen.
In diesem Teil geht es nun darum, im Foto sichtbare Falten eines Stoffhintergrundes per Bildbearbeitung zu eliminieren.

Auch dazu gibt es mehrere Tipps:

 

A) Wegschneiden

Ich weiß nicht, wie es euch geht, aber gerade in Sachen Familienfotografie mit Kindern lasse ich beim Fotografieren gerne ein bißchen „Rand“, nehme also ein bißchen mehr Raum auf, als meine Subjekte eigentlich bräuchten. Denn bei so einem Shooting geht es ja schon mal einigermaßen dynamisch zu, und durch die Zugabe an Bildwinkel bin ich gegen einen unbeabsichtigten Anschnitt von Personen gewappnet, sollte ich das Bild nachträglich ausrichten müssen o.ä..

Liegen die störenden Falten dann in einem entbehrlichen Bereich des Bildes, ist die simpelste und schnellste aller Methoden zu Falteneliminierung ein passender Bildschnitt.

Kommt leider nicht allzu oft zu Anwendung.

B) Leichtes Bügeln in Lightroom

Hinweis: Hierzu habe ich inzwischen auch ein Videotutorial aufgenommen, daß ihr hier ansehen könnt. Ihr dürft den Blogpost hier aber natürlich trotzdem erst zu Ende lesen… Sind die Falten nicht allzu tief oder z. B. wegen beginnender Unschärfe nicht mehr allzu kräftig, kommt eine Bearbeitung mittels des Korrekturpinsels in Lightroom in Frage. Der Korrekturpinsel wird dann auf negative Klarheit und ggfs. noch negative Schärfe gestellt, und los geht’s mit dem fröhlichen Falten wegpinseln. Wenn einmal drüber pinseln nicht reicht, einfach nochmal auf „neu“ klicken und mit den gleichen Einstellungen nochmal drüber gehen. So kann ich mit dem Pinsel gezielt einen immer stärker werdenden Weichzeichnungseffekt in die gewünschten Bildbereiche malen. Dabei natürlich darauf achten, dass ich nicht Haare oder Kleidung der Personen in Mitleidenschaft ziehe. Ich lasse mir dann immer mittels der Taste „o“ (wie „Overlay“) die Farbüberlagerung der Bereiche anzeigen, in denen sich der Pinselstrich auswirkt. Habe ich übergemalt, drücke ich die <ALT>-Taste und erhalte dann einen „Negativ-Pinsel“, mit dem ich Pinselstriche an unerwünschter Stelle wieder zurücknehmen kann.

Problematisch wird es vor allem an den Stellen, wo die Falten auf die Personen treffen. Die Automaskierung des Korrekturpinsels kann da helfen, wenn die Übergänge zwischen Person und Hintergrund einigermaßen glatt sind.

Es kommt natürlich auch darauf an, in welcher Größe das Bild nachher verwendet werden soll. Leichte Maskierungsfehler, die bei 100%-Ansicht sichtbar sind, werden auf einem 10x15cm Bild oder in Webgröße nicht auffallen. Geht es um richtige Großformate und genauestes Arbeiten, greife ich aber in der Regel zum nächstgrößeren Bügelbrett (siehe C).

C) kräftiges Bügeln in Photoshop

Hinweis: Hierzu habe ich inzwischen auch ein Videotutorial aufgenommen, das ihr hier ansehen könnt. Ihr dürft den Blogpost hier aber natürlich trotzdem erst zu Ende lesen…

Hier geht es ein bißchen ans Eingemachte.

Die Zusammenfassung ist: Die Personen und der Hintergrund werden auf verschiedene Ebenen gebracht, und der Hintergrund dann extrem weichgezeichnet. Ich arbeite hier übrigens mit Photoshop CS6.
Zunächst einmal dupliziere ich nach dem Öffnen des Bildes in Photoshop die Hintergrundebene mit <CMD><j> (bzw. <STRG><j> auf Windows-Rechnern). Dann kommen die folgenden Arbeitsschritte, die ich nachfolgend noch genauer erläutere:

C.1 Personen auswählen und auf eine eigene Ebene duplizieren

C.2 Personen aus der vorherigen Ebene ausschneiden

C.3 Schnittkanten von eventuellen Resten per Stempel säubern

C.4 Ebene mit großem Radius weichzeichnen oder Durchschnitt berechnen

C.5 Nachbearbeitung von Übergängen

C.6 Boden aus Hintergrundebene auf eigene Ebene duplizieren in Gesamtbild einblenden

C.7 FINISH

Im Einzelnen:

C.1 Personen auswählen und auf eine eigene Ebene duplizieren

Mit dem Schnellauswahlpinsel bei eingeschalteter automatischer Verbesserung der Auswahl male ich bei Vollbildansicht und großer Pinselspitze grob über die Personen im Bild, so dass diese vollständig innerhalb der Auswahlmarkierung liegen. Wo ich dabei übergemalt habe, korrigiere ich mit einem entsprechend kleineren Pinsel. Dazu fahre ich die Pinselgröße zurück, vergrößere die Bildansicht und schalte dann die Funktion des Auswahlpinsels per gedrückt gehaltener <ALT>-Taste von „zur Auswahl hinzufügen“ auf „von Auswahl abziehen“ um. Damit wird möglichst genau über die Bereiche gemalt, die zuviel ausgewählt wurden.
Bei Haaren oder Textilien mit feinen abstehenden Fasern bemühe ich dann noch die Funktion „Kanten verbessern“, indem ich mit dem dortigen Pinsel über die kritischen Bereiche fahre. In aller Regel ist die Auswahl für diese Zwecke dann völlig zufriedenstellend und vergleichsweise einfach.

Nach Fertigstellung der Auswahl werden die Personen auf eine neue Ebene dupliziert, indem ich einfach die Tastenkombination <CMD><j> bzw. <STRG><j> bemühe.

Im Ergebnis habe ich jetzt drei Ebenen: die Hintergrundebene mit dem vollständigen Bild, darüber eine weitere Ebene mit dem vollständigen Bild, und die oberste Ebene nur mit den Personen.

C.2 Personen aus der vorherigen Ebene ausschneiden

Mit dem Duplizieren der Personen in eine neue Ebene am Ende von C.1 ist leider auch meine Auswahl verschwunden. Wenn ich aber bei gedrückter <CMD> bzw. <STRG>-Taste in der Ebenenpalette die oberste Ebene anklicke, ist die Auswahl wieder da.

Bei aktivierter Auswahl klicke ich in der Ebenenpalette die mittlere Ebene an, denn hier möchte ich den Hintergrund bearbeiten.

Mit der Tastenkombination <CMD><x> bzw. <STRG><x> schneide ich in dieser Ebene die Personen aus.

C.3 Schnittkanten von eventuellen Resten per Stempel säubern

Ich blende die oberste Ebene und die Hintergrundebene aus, um zu überprüfen, ob das Ausschneiden der Personen in der mittleren Ebene irgendwelche markanten Spuren hinterlassen hat. Oft bleiben an den Schnittkanten Farbreste von Kleidung oder Haaren zurück.
Wenn diese sich kräftig vom übrigen Hintergrund abheben, werden sie grob(!) und zügig mit dem Stempel-Werkzeug entfernt, damit später keine Farbüberreste meinen Hintergrund kontaminieren.

Bei unauffälligen Kanten (z.B. blonde Haarreste vor hellen Hintergrund) kann man sich diesen Schritt auch getrost sparen! Das geht dann in der Weichzeichnung einfach unter.
Ob die Stempelei harte Übergänge in den Tonwerten des Hintergrundes hervorruft ist aufgrund der späteren Weichzeichnung dabei im Zweifel völlig egal, solange die grundsätzliche Farbe des HG bleibt. Da muss also nicht im Mikrometerbereich gearbeitet werden. Vollbildansicht, schnell mal über die Kanten mit Farbresten gestempelt und gut ist.

Im Ergebnis habe ich nun in der mittleren Ebene nur noch den Hintergrund.

C.4 Ebene mit großem Radius weichzeichnen oder Durchschnitt berechnen

Jetzt haben wir die Personen vom Hintergrund getrennt, so dass jetzt das eigentliche Bügeln kommen kann. Dafür wende ich je nachdem unterschiedliche Filter auf die mittlere Ebene an.

C.4.1 Gauß‘scher Weichzeichner

Eine Möglichkeit ist der Gauß’scher Weichzeichner mit großen Radius, da nehme ich meist so 500 Pixel. Sorgt für einen wunderbar weichen Verlauf der verschiedenen Tonwerte des Hintergrundes ineinander.
ABER: Je nachdem, wie groß der Tonwertumfang ist, den der originale Hintergrund aufwies kann es zu feinen, sichtbaren Tonwertstufungen kommen, die sich über den Hintergrund schlängeln.

Unter Umständen kann man dem mit nachträglich hinzugefügten, geringfügigen und monochromatischem Bildrauschen entgegen wirken, oft genug hilft das aber nach meiner Erfahrung nicht vollständig.

Deshalb gehe ich oft auch zur Methode C.4.2 über:

C.4.2 Durchschnitt berechnen

In den Weichzeichnungsfilteroptionen gibt es auch den Punkt „Durchschnitt berechnen“.
Wenn man den anwählt, wird über das ganzen Tonwert- und Farbspektrum der ausgewählten Ebene der Durchschnitt berechnet, und man erhält eine solide, einheitlich helle und einheitlich gefärbte Fläche.

Hier auch wieder ein wenig(! ich nehme oft nur 0.5 %) monochromatisches Bildrauschen hinzufügen, das führt gleich zu einem etwas natürlicherem Eindruck der bis dahin soliden Fläche.

Und um dem Hintergrund zusätzlich etwas „organischer“ wirken zu lassen, reduziere ich geringfügig die Deckkraft der weichgezeichneten Ebene, meist so auf 85% bis 90%. Das lässt dann einen ganz dezenten Anflug der unterschiedlichen Helligkeiten des ursprünglichen Hintergrundes wieder durchscheinen, und es sieht einfach natürlicher aus.

C.5 Nachbearbeitung von Übergängen

Insbesondere mit der Methode „Durchschnitt berechnen“ wird der Hintergrund in der Bildmitte etwas dunkler. Das liegt daran, dass dort oft noch Streulicht meines auf die Personen gerichteten Hauptlichtes ankommt, dass dann zu den Bildrändern hin nachlässt. Durch die grobe Weichzeichnung werden die Bildränder dann meist aufgehellt und die Bildmitte abgedunkelt.
Wenn ich nun die Personen aus meiner obersten Ebene wieder einblende, kann es je nach Güte der Auswahl zu einem helleren Saum um die Person herum kommen. Und deshalb wende ich noch mittels Einstellungsebene eine Tonwertkorrektur auf die Ebene mit meinem weichgezeichneten Hintergrund an, so dass sich die Tonwerte des Saums mit dem des Hintergrundes entsprechen, und der Saum folglich verschwindet.

Ist das ohne Erfolg – weil z. B. im ursprüngliche Bild sehr starke Helligkeitsunterschiede im Hintergrund vorhanden waren und eine generelle Tonwertkorrektur nicht ausreicht, füge ich der weichgezeichneten Ebene eine Ebenenmaske hinzu und gehe dort mit einem kleinen, weichen Pinsel mit geringer Deckkraft die Übergänge nach. Dadurch blende ich im Bereich der Übergänge mehr und mehr von der ursprünglichen Hintergrundebene ein. Im Gesamtbild werden die Übergänge so verbessert.

C.6 Boden aus Hintergrundebene auf eigene Ebene duplizieren in Gesamtbild einblenden

Die nächste Baustelle ist der „Boden“ – wenn denn einer im Bild ist, heißt das. Denn es sieht ziemlich merkwürdig aus, wenn die Personen statt auf einem Boden zu sitzen/hocken/stehen auf einmal schwerelos im Raum schweben.
Also mache ich in der ursprünglichen Hintergrundebene, in der ja das originale Bild noch erhalten ist, eine hinreichend große, rechteckige Auswahl des Bodens und dupliziere diese wiederum in eine eigene Ebene, die dann im Ebenenstapel zwischen die Ebenen mit dem weichgezeichneten Hintergrund und den Personen geschoben wird.

Diese Bodenebene bekommt dann eine Ebenenmaske verpasst und wird darüber mit dem Verlaufswerkzeug weich in den Hintergrund übergeblendet.

C.7 Finish

Zu guter Letzt werden alle Ebenen in eine neue Ebene vereint, und zwar mit der mega-Tastenkombination <CMD><ALT><SHIFT><e> (PC: <STRG><ALT><SHIFT><e>). Bei Verwendung der Methode mit dem Gauß‘schen Weichzeichner können möglicherweise noch Reste von Hintergrundfalten im Bild sein, die sich dann in der Regel super einfach wegstempeln lassen.

Ist man sich dann seiner Sache sicher, kann man auch alle Ebenen auf eine reduzieren und speichern. Das spart dann mächtig Festplattenkapazität.
Schon. Fertig.

Es liest sich jetzt aufwendiger, als es eigentlich ist. Hat man erst ein paarmal gemacht, ist das pro Bild eine 5 bis 10-Minuten-Sache.

Ein abschließender Hinweis:

Insbesondere am Anfang, wenn man vielleicht mit den Filtereinstellungen für die Weichzeichnung und das Bildrauschen noch etwas experimentieren möchte, würde ich noch empfehlen, die Filter als Smartfilter anzuwenden, damit man auch im Nachhinein die Filtereinstellungen immer noch anpassen kann. Dazu nach Auswahl der zu filternden Ebene einfach im Filter-Menü als erstes die Option „für Smartfilter konvertieren“ anklicken, und danach erst die Filter anwenden.

Das soll’s dann auch erstmal gewesen sein. Bis bald.

Lightroom-Tutorial No.1

Hallo miteinander.

Ich bin ein klitzekleinesbißchen stolz, meinen ersten Video-Podcast präsentieren zu können.

In loser Folge werde ich euch, meinen geneigten Bloglesern, immer mal den einen oder anderen Tipp zu einzelnen Werkzeugen der Bildbearbeitung präsentieren. Heute geht es um die Bildverwaltung mit Lightroom, und da speziell um die Instrumente der „Zielsammlung“ oder „Schnellsammlung“.

Über Feedback zum Video würde ich mich sehr freuen, da ich diesbezüglich Anfänger bin und den ein oder anderen Tipp sicher gut brauchen kann.

Also: Viel Spaß beim Anschauen.

https://www.youtube.com/watch?v=9W6Bk9sYnSIhttp://