Buchvorstellung: Frank Doorhof – MASTERING THE MODEL SHOOT

Es ist schon eine Weile her, dass ich zuletzt mal ein Buch vorgestellt habe. Heute ist mal wieder soweit, und ich habe mir natürlich wie immer ein Buch herausgenommen, dass ich im Moment wieder sehr häufig in der Hand habe. „MASTERING THE MODEL SHOOT“ heißt es. Autor ist der niederländische Fotograf Frank Doorhof. Hier ist ein (nicht gesponsorter) Amazon-Link.

Wer ist Frank Doorhof?

Ich glaube, zum ersten Mal bin ich auf Frank Doorhof über das amerikanische Fotografie-Fortbildungsimperium von Scott Kelby gestoßen. Dort – bei KelbyOne – ist Herr Doorhof einer der Instructor und hat für KelbyOne ein paar Videotrainings aufgenommen. Unter anderem – und dafür ist er bekannt und berüchtigt – geht es da auch um den Einsatz des Handbelichtungsmessers. Im Gegensatz zu vielen anderen Fotografen verficht Frank Doorhof ausdrücklich den Einsatz dieses Werkzeugs und erläutert mit Nachdruck wie und wieso es sein Leben als Fotograf erleichtert, ein Fotoshooting beschleunigt und Ergebnisse reproduzierbar macht.

Fortbildung steht beim Studio Doorhof aber auch außerhalb des Kelby-Imperiums ganz oben. Er gibt Workshops, vertreibt eigene Videotrainings auf seiner Website, macht seit diesem Jahr (glaube ich) auch Live-Shows (genannt „Digital Classroom“), die im Internet übertragen werden und später als Konserve in seinem Youtube-Kanal landen.

Die Arbeit von Herrn Doorhof ist – jedenfalls, soweit er sie in seinem Buch präsentiert (um mal so langsam die Kurve zur Buchvorstellung zu bekommen) – im Wesentlichen geprägt von der Abwesenheit von Langeweile. Soll heißen, viele Bilder sind eher nicht das, was landläufig als typisches Fashion- oder Beautyportrait charakterisiert würde, sondern sie haben meist viel Spannung, Bewegung, Kontraste, Emotionen. Und oft ganz schön verrückte Stylings. Also sehr individuell, sehr spannend und einfallsreich. Ich mag das total.

Und was ist jetzt mit dem Buch?

Achso, ja, das Buch. Also, in einem Wort: SUPER. Es macht wirklich einen Rundumschlag durch alle Themenbereiche, die mit einem Fotoshooting mit Model zu tun haben.

Ich zitiere mal kurz die Kapitelnamen aus dem Inhaltsverzeichnis:

Chapter 1 – FINDING YOUR MODELS
Chapter 2 – LOCATIONS
Chapter 3 – PROPS & BACKGROUNDS
Chapter 4 – CHLOTHING & STYLING (THE MOST IMPORTANT THINGS)
Chapter 5 – COACHING YOUR MODELS ONCE THEY’RE ON THE SET
Chapter 6 – USING NATURAL LIGHT
Chapter 7 – LIGHTING WHEN YOU DON’T HAVE NATURAL LIGHT
Chapter 8 – LIGHTING FASHION ON LOCATION
Chapter 9 – STUDIO LIGHTING
Chapter 10 – GETTING THE FOUNDATION RIGHT: CALIBRATION, COLOR TARGETS & LIGHT METERS
Chapter 11 – RETOUCHING: PHOTOSHOP, CAMERA, OR BOTH
Chapter 12 – MARKETING YOUR WORK
Chapter 13 – A PHOTO SHOOT FROM START TO FINISH
Chapter 14 – MORE CONCEPTS & IDEAS

Also, wer da noch Themen vermisst, muss schon sehr spezielle Anforderungen haben. Natürlich kann man auch auf fast 350 Seiten bei so vielen Themen nicht jedes Thema bis zur ultimativen Erschöpfung ausnudeln. Zumal das Buch auch noch von grandiosen Fotos überquillt. Das Text/Foto-Flächenverhältnis geht auf so einigen Seiten deutlich zugunsten des Bildmaterials aus, was ich persönlich toll finde. Denn mit guten Bildern drumherum macht das Lesen interessanten Inhalts gleich noch mehr Spaß. Und zu jedem Bereich gibt es wertvolle Tipps und Hinweise, bzw. schlichtweg die Erzählung der „Best Practice“ eines erfahrenen Fotografen.

Also, von mir gibt’s hier einen ganz klaren Daumen hoch. Ganz hoch. Dieses Buch finde ich top.

Buchvorstellung: Zack Arias – Photography Q&A

Hallo. Schön, dass Du wieder da bist.

Ich hatte vor einer ganzen Weile schon einmal eines der Bücher aus meinem fotobezogenen Buchregal herausgezogen und kurz vorgestellt. Heute ist mal ein anderes dran, das ich nach dem
ersten Lesen auch immer mal wieder hervorziehe: Photography Q&A.

Der Autor ist Zack Arias, ein Fotograf aus Atlanta.  Er hatte einen Tumblr-Blog aufgesetzt mit dem Titel Photography Q&A, wo man ihm jedwede mit Fotografie zusammen hängende Frage stellen konnte. 1.500 Fragen und Antworten sind zusammengekommen. Manchmal ist die Antwort ein einfaches „Yes“, manchmal füllt sie einige Seiten. Das Projekt ist seit 2013 abgeschlossen, das Archiv der Fragen und Antworten ist hier aber noch zugänglich. Aus diesen Fragen und Antworten heraus ist das Buch hervorgegangen. Natürlich nicht mit allen 1.500 Fragen, sondern mit einer herunter editierten Auswahl.

Mr. Arias schreibt im Vorwort, dass er an der einen oder anderen Stelle über die im Blog gegebenen Antworten hinausgeht, und er streut auch gelegentliche „Visual Intermission“ genannte Kapitel ein, damit das Buch nicht ausschließlich aus Text besteht.

Sein Schreibstil ist sehr ehrlich und erdig, eben ganz wie man es von einem Typ wie ihm erwarten würde. Wenn ihr wissen möchtet, was er für ein Typ ist, schaut auf seine Website, oder googelt mal nach seinem Youtube-Kanal. Als Startpunkt hier mal die Links zu zwei seiner Videos, die ich richtig gut finde:
Transform :: A short film for www.ScottKelby.com
Crop Sensors vs Full Frame :: Crop Or Crap?

Alsooooo, wenn Du seinen persönlichen Stil magst, und Bücher magst, schau doch mal, ob die in ein Buch gegossene Essenz seines Q&A-Blogs was für Dein Bücherregal ist (Amazon-Link).

Und solltest Du in diesem Blogpost eine Bereicherung Deines heutigen Tages sehen, oder zwischendurch mal kurz geschmunzelt haben, oder wenigstens nicht gegähnt, dann teile den Blogpost vielleicht mit Deinen Freunden auf den diversen Social-Media-Kanälen. Die entsprechenden Knöppchen dafür habe ich gleich hier unten persönlich hingemalt. Von Hand! Echt!

Bis bald.

Buchvorstellung: Gregory Heisler – 50 Portraits

In meinem fotobezogenen Buchregal tummeln sich so einige Bücher von Fotografen oder bekannten Fortbildern aus der Fotoszene. Aber keines wie dieses.

Ich hörte von der Existenz dieses Buches über eine Episode des Fotopodcasts „The Grid„, die regelmäßig vom Kelby-Clan veranstaltet wird. Dort war Mr. Heisler zu Gast, und natürlich wurde auch sein Buch kurz vorgestellt.

Der Inhalt: Mr. Heisler erzählt Hintergrundgeschichten zu 50 seiner Potraits. Er lässt sich dabei zur Organisation, zu den Rahmenbedingungen und auch gelegentlich zu technischen Aspekten der Fotos aus. Dies wird umso interessanter, wenn man einen Blick auf das Inhaltsverzeichnis der 50 Portraitierten wirft. Das kann einen schon in Ehrfurcht erstarren lassen, denn dort finden sich unter anderem amerikanische Präsidenten, Bürgermeister von Weltstädten und Superstars der Musikszene.

Neben den Geschichten zu den Fotografien finden sich dann eben noch die Fotos selber. Und die sind faszinierend. Und formatfüllend abgedruckt, was bei einer Buchgröße von ca. 24x31cm schon etwas heißt. Das Buch ist durch seine Abmessungen und sein Gewicht ein ziemliches Monster im Standard-Buchregal. Es ist übrigens ein Hardcover. Angesichts des Inhalts und des Formats ist der Preis von knapp 25 € echt unglaublich günstig. Sollte man sich mal anschauen.

Ach so, es ist natürlich in der Sprache des amerikanischen Autors verfasst. Entsprechende Sprachkenntnisse sind dann natürlich hilfreich.

Hier mal der Amazon-Link:


Gregory Heisler: 50 Portraits: Stories and Techniques from a Photographer’s Photographer