Heute geht es in meiner kleinen Reihe mit Tipps und Tricks für ein Babyshooting ausschließlich um die Kleidung. Für den Fall, dass Du jetzt erst einsteigst hier schnell die Links zu den ersten beiden Teilen dieser Infoserie:

Wissenwertes für ein Babyshooting – Teil 1: Der richtige Zeitpunkt

Wissenswertes für ein Babyshooting – Teil 2: Der optimale Ort

Zu Beginn dieses Teils hier habe ich eine Bitte: Geht mal kurz in mein Familien-Portfolio und schau Dir aufmerksam die Fotos mit Babys an.

Und? Ist Dir etwas aufgefallen?

Keines der abgebildeten Babys hatte einen Standard-Strampler an! Zumindest waren Strampler mit Kragen oder gleich Hemdchen/Blüschen und Hosen oder Kleidchen am Start. Es gibt kaum etwas, das den Niedlichkeitsfaktor bei einem Babyshooting so sehr steigern kann, wie „richtige“ und passende(!) Kleidung. Klar ist ein Strampler für ein Baby ein unendlich praktisches Kleidungsstück. Aber genau das ist der Punkt: Es sind vorrangig praktische Standard-Kleidungsstücke und keine schicken Fotoshooting-Klamotten. Und am Ende geht es ja darum, Dein Baby möglichst niedlich und schick in Szene zu setzen. Sieh es mal so: Du würdest ja tendenziell auch eher nicht im bequemen Jogger zum Fotoshooting erscheinen, weil der so praktisch ist, sondern Dich wohl eher etwas „in Schale schmeißen“.
Ein absolutes Must-Have-Accessoire sind Mützen. Und zwar nicht die standard-glatt-weißen Babymützchen, die man den Babys zum Schutz vor kalten Köpfchen anzieht, sondern welche, die in irgendeiner Form Pfiff haben. Zum Beispiel Zipfelmützen, Strickmützen mit schönem Muster oder Mützen mit kleinen Öhrchen. Am besten hast Du davon gleich eine kleine Auswahl parat.

Klar ist das alles Geschmackssache, in welche Richtung man da genau gehen möchte. Ob dabei jetzt ein rüschiges Prinzessinnenkleidchen bei heraus kommt oder eine Jeans-Latzhose. Wichtig ist mir nur, dass Du Dir da im Vorfeld mal Gedanken drüber machst und schaust, was der Kinderkleiderschrank da an Möglichkeiten bietet.

Und übrigens: Bitte ausschließlich möglichst gut passende Kleidung in Betracht ziehen. Es nutzt uns nämlich nichts, wenn das Kleidchen noch so süß, aber einfach noch zu groß ist. Denn dann zuppeln wir in einer Tour das Kleidchen zurecht, was insbesondere bei Fotos mit schlafenden Babys durchaus kontraproduktiv ist.

Wenn Du also im Vorfeld auf Ideenjagd im Internet bist, schau mal genau hin, was für Kleidung die Babys bei den Fotos die Dir ein („AWWWWW“) entlockt haben, so tragen. Das sollte dann im Zweifel Deine Richtschnur sein. Und solltest Du extra für das Shooting neue Kleidung einkaufen, versteht sich ja von selbst, dass die im Vorfeld 3 bis 5 mal gewaschen ist, um Reaktionen der Babyhaut mit Produktionsrückständen der Textilindustrie zu vermeiden.
Oft sind Babys auf ihren ersten Fotos gerne mal unbekleidet und/oder nur in Tücher, Schals oder Decken eingewickelt. Wenn Du solche Fotos von Deinem Baby haben möchtest, schaut mal, ob Du passendes „Material“ vor Ort habt. Unbedruckte(!) einfarbige Baumwollstoffe oder die unter dem Stichwort „BabyWrap“ erhältlichen Stoffe eigenen sich hierfür erfahrungsgemäß ganz gut.

Für solche un- oder leicht bekleideten Fotos brauchen wir natürlich einen mobilen Baby-Heizstrahler für das Wohlbefinden des Babys am Set. Gut, wenn ihr so einen habt, ansonsten bringe ich einen mit.

ALLGEMEINE HINWEISE

Da Dein Baby ja im Zweifel nicht alleine auf dem Foto ist, hier noch ein paar generelle Worte zum Thema Kleidung bei Fotoshootings, die für alle auf einem Foto auftretenden Personen gelten:

  • Wähle Kleidung, in der Du Dich wohlfühlst und von der Du weißt, dass Du darin gut aussiehst.
  • Starke Muster, leuchtende Farben, großer Text oder große Logos ziehen in einem Foto meist sehr viel Aufmerksamkeit auf sich, und zwar viel mehr, als wir das im persönlichen Umgang miteinander wahrnehmen. Das liegt ganz einfach daran, dass bei der persönlichen Begegnung das Sehen nur einer der Sinneseindrücke ist, die wir voneinander haben. Ablenkungen durch signalfarbene Kleidung spielen dann nur eine untergeordnete Rolle. Bei der Betrachtung eines Fotos ist aber das Sehen die einzige Sinneswahrnehmung. Visuelle Ablenkungen schlagen dann viel stärker zu Buche. Und da wir ein Portrait von Deinem Baby oder Dir mit Deinem oder euch mit eurem Baby machen wollen, wäre es günstig, wenn die Kleidung sich nicht optisch in den Vordergrund drängt.
  • Sind mehrere Personen auf einem Bild, sollte idealerweise die Kleidung aufeinander abgestimmt sein. Das heißt, die Stile sollten zueinander passen, damit nicht eine in Abendgarderobe und der andere in Arbeitsjeans und T-Shirt dasteht. Zudem wäre es günstig, wenn die Farben aufeinander abgestimmt sind. Das bedeutet jetzt nicht, dass alle die genau gleichen Farben tragen sollen, aber wenn es möglich ist, in der gleichen Farbpalette zu bleiben, hilft das den Fotos in aller Regel.
  • Wenn wir zum Fotografieren nach draußen gehen, bitte daran denken, dass auch Jacken, Mäntel und Schuhe zum gewählten Stil passen sollten.

So, das war es zum Thema Kleidung. Im nächsten Teil geht es dann mit der richtigen Grundeinstellung weiter…