Ich freue mich ja immer sehr über Kunden, die sich immer noch mal wieder melden, um meine Dienste in Anspruch zu nehmen. So war das auch in diesem Fall. Gut, es war durchaus absehbar, dass ich nach dem Babybauchshooting von der Familie noch einmal angefragt werden würde, wenn denn der Nachwuchs geschlüpft ist. Aber der Freude über den Folgeauftrag tat das keinen Abbruch, denn letztlich ist das ja die ultimative Bestätigung, dass man beim letzten Auftrag wohl was richtig gemacht hat.

So fand ich mich dann wenige Wochen nach dem Babybauch-Termin zu einem weiteren Homeshooting bei der Familie ein, um den frisch geschlüpften Nachwuchs ins rechte Licht zu rücken.

Der wohl größte Vorteil bei Rückkehr in eine schon bekannte Location ist ja, dass ich als Fotograf deutlich zielgerichteter packen kann. Ich wusste in diesem Fall direkt, dass der große runde Liegesessel der Familie einen 1A-Posing-Unterbau für das neugeborene Kind sein würde, und ich diesbezüglich schon mal kein eigenes Material mitzubringen hatte.

Das Setup für die Babyfotos war dementsprechend schnell fertig gestellt: Ich konnte einfach eine weiße Decke über die Sitz- oder besser: Fläzgelegenheit legen, diese am rückwärtigen Ende auf einem kleinen Stativgestell in T-Form festklipsen, und schon hatte ich eine hervorragende Fotokulisse für das Baby. Dann noch die große Octabox schön seitlich ans Set heranstellen, denn weiches Licht ist hier absolut angebracht („Babies are soft and cuddly. Light accordingly.“ – Joe McNally in seinem Buch „The Moment it clicks“) und schon steht das Lichtsetup. Die Aufhellung ergibt sich dabei durch die weiße Decke, auf der das Baby liegt, vollautomatisch.

Von der anderen Seite noch den Heizstrahler in Position bringen, denn der Komfort des Babys ist bei so einem Shooting natürlich super wichtig.

Schließlich noch ein Plätzchen für die Mutter übrig lassen, damit sie ihr Baby während des Shootings im Set sichern kann, selber aber für die Kamera unsichtbar ist. Denn eines steht natürlich in der Prioritätenliste WEIT vor Lichtposition, Kamerawinkel und allem anderen technischen Kram: die SICHERHEIT des Kindes. Insbesondere bei den Fotos, wo der Zwerg auf dem Schaffell im Jutekorb liegt (siehe Beitragsfoto oben), war es unerläßlich, dass die Mutter immer eine Hand am Kind haben konnte. Selbst wenn – wie hier – Untergrund und Set völlig stabil sind, und aufgrund des Alters des Kindes plötzliche Gewichtsverlagerungen kaum zu erwarten sind, gehe ich da immer auf mindestens 200% Sicherheit.

Mit diesen Grundsätzen war es dann auch ein schönes entspanntes Shooting mit einigen tollen Ergebnissen. Und dass ich der Familie bei der Bildübergabe auch gleich ein paar Kühlschrankmagnete mit Fotos vom Shooting übergeben konnte, kam auch gut an.

Und dass der Vater eine plötzlich ansteigende äußerliche Hautfeuchte auf seinem Arm zu verzeichnen hatte, auf dem das zu diesem Zeitpunkt nackte Baby lag, war auch nicht weiter überraschend. Jedenfalls für mich – denn erfahrungsgemäß gehört das bei einem Babyshooting einfach mal zu den üblichen Risiken und Nebenwirkungen für den oder die jeweilige(n) Babyhalter(in)… 😉